Lehrte will zu Hause den SV Alfeld bezwingen

LSVer Jonas Schepker steigt am höchsten und kann sich die Wurfecke aussuchen. (Foto: Holger Staab)

Deutsche Meisterschaft der B-Jugend in Burgdorf

ALTKREIS (hs). Was hätte die TSV Burgdorf II in der 3. Liga bei konstanten Leistungen erreichen können? Der Aufsteiger des vergangenen Jahres steht zwei Spieltage vor dem Saisonende nur auf einem gesicherten Mittelfeldplatz, ist aber dennoch zufrieden. Am Sonnabend, 4. Mai, ab 19 Uhr bestreiten die Spieler um Trainer Sven Lakenmacher das letzte Heimspiel gegen den VfL Fredenbeck und da wollen sie noch einmal ihr Können aufblitzen lassen und wie am vergangenen Wochenende beim 35:23-Erfolg gegen den 1. VfL Potsdam, einen Sieg feiern. Die Oberligasaison ist erst Anfang Juni beendet und deshalb haben der Lehrter SV (gegen SV Alfeld), die Frauen der TSV Burgdorf (bei HSG Plesse-Hardenberg) und die Frauen des TuS Altwarmbüchen (gegen Eintracht Hildesheim) noch einige Spieltage vor sich.
Der Saisonstart war für die Burgdorfer einfach klasse. Mit 18:6-Punkten teilten sich die Lakenmacher-Schützlinge den Spitzenplatz in der 3. Liga mit dem 1.VfL Potsdam und Lob kam von vielen Seiten. Allerdings wurde innerhalb des Vereins nicht von einer Meisterschaft gesprochen, denn die „Zweite“ ist als Ausbildungsmannschaft ins Rennen geschickt worden und ein Aufstieg in die 2.Bundesliga ist nicht möglich, da die Statuten der Handball-Bundesliga (HBL) eine Reservemannschaft eines Erstligisten in der 2. Liga nicht vorsehen.
Zudem konnte die TSV II in der Anfangsphase der Serie ohne verletzte Akteure ihre Spiele bestreiten. Dass ein mit vielen jungen Talenten unter 20 Jahren erfolgreiches Team nicht immer konstant agieren kann, ist nur zu verständlich. Aber Hendrik Pollex und Co haben sich bis jetzt in ihrer ersten Drittligaserie gut präsentiert und wollen das auch am Sonnabend im Heimspiel in der Burgdorfer Halle der Gudrun-Pausewang-Grundschule beweisen. Gegen den VfL Fredenbeck besteht eine gute Chance auf einen Erfolg. Bereits im Hinspiel setzte sich die TSV in Fredenbeck mit 36:32-Toren durch und ließ bereits früh im Spielverlauf keine Zweifel auf einen Sieg zu.
Die Burgdorfer werden aber nicht ohne Gegenwehr einen doppelten Punktgewinn erzielen können. Im Hinspiel überzeugten auf Seiten der Gäste besonders Rückraumspieler Lars Kratzenberg mit neun und Kreisläufer Birger Tetzlaff mit acht Treffern. Beiden Akteuren muss die TSV-Defensive energischer entgegentreten. Gefahr droht auch vom ehemaligen Burgdorfer Maciek Tluczynski, der geschickt Regie führt und ein erfahrener Spieler beim VfL ist. Mit dem eigenen Publikum im Rücken und einer gehörigen Portion Motivation sollte die TSV aber ihr Heimspiel gewinnen, ihren jetzigen 6. Platz verteidigen können und selbstbewusst zur letzten Partie am 11. Mai zu Spitzenreiter HSG Tarp/Wanderup reisen können.
Der letzte Spieltag in der Oberliga wird erst am 1. Juni angepfiffen. Bis dahin stehen für den Lehrter SV noch vier Spiele auf dem Spielplan. Am Sonnabend wird eins von drei Heimspielen bis Saisonende in der Halle an der Schlesischen Straße angepfiffen. Gegner ist ab 18.30 Uhr der SV Alfeld. Den konnten die LSVer bereits im Hinspiel mit 31:18 bezwingen. Damals war der Erfolg überaus deutlich und vielleicht etwas zu hoch ausgefallen. Der Spielverlauf spiegelte nicht die Stärken der Alfelder wieder. Deshalb sollte das Heimspiel nicht zu leichtfertig angegangen werden. Die Gäste dürfen nicht unterschätzt werden. Die zuletzt gezeigten Begegnungen, auch beim 30:30-Remis beim Tabellenführer MTV Vorsfelde, zeigen aber einen Anstieg der Leistungskurve nachdem Trainer Martin Kahle die Mannschaft übernommen hat. Gelingt ein guter Start in die Partie und eine gute Chancenverwertung, dann sollte ein weiterer doppelter Punktgewinn das Konto aufstocken. Eine Verbesserung in der Tabelle ist durchaus noch möglich.
Am Sonnabend, 4. Mai, und Sonntag, 5. Mai, startet die Vorrunde der Deutschen Meisterschaft der B-Jugend in der Gudrun-Pausewang-Halle in Burgdorf. In einer Dreiergruppe spielt dabei die TSV Burgdorf gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen (Nachwuchs HSG Wetzlar) und die JSG Hastedter TSV/HC Bremen. Nur der Gruppensieger schafft den Einzug in die Finalrunde der letzten vier Teams.
Am Sonnabend spielt die TSV ab 16.30 Uhr gegen Dutenhofen/Münchholzhausen und am Sonntag ab 16 Uhr gegen die JSG. Die Burgdorfer Gruppe gilt als sehr ausgeglichen und alle drei Teams haben Chancen auf den Gruppensieg. Leider müssen die Gastgeber ohne ihren verletzten Spielmacher Jago Maevers antreten, aber Trainer Carsten Schröter hofft dennoch auf gute Begegnungen seiner Jungs und gute Voraussetzungen für die Rückspiele am 12. Mai beim Nachwuchs der HSG Wetzlar und am 25. Mai in Bremen.
In der Oberliga der Frauen wird die TSV Burgdorf am Sonnabend ab 16 Uhr bei der HSG Plesse-Hardenberg antreten. Alles andere als eine deutliche Niederlage wäre nach den zuletzt gezeigten Spielen eine Überraschung, zumal der Abstieg des Teams um Trainer Maximilian Busch in die Landesliga bereits feststeht. TuS Altwarmbüchen dagegen hat noch alle Möglichkeiten, den Klassenerhalt zu schaffen und Trainer Mathias Kistner ist sehr zuversichtlich. Am Sonntag, 5. Mai, ab 15 Uhr kann im Heimspiel gegen Eintracht Hildesheim ein weiterer Sieg gelingen, wenn die Mannschaft konzentriert agiert und die Heimatmosphäre als Vorteil nutzen wird.