Landesligist TSV Burgdorf will in der Rückrunde oben rankommen

Rückkehrer Hasan Jaber (Mitte) will mit der TSV Burgdorf in der Rückrunde noch einmal durchstarten. Mit bisher sechs Toren ist er bisher der erfolgreichste Burgdorfer Torschütze. (Foto: Kamm)

Fusion mit dem Heesseler SV belastet die Vorbereitung nicht

BURGDORF (kd). Ein ereignisreiches erstes Halbjahr liegt in der Fußball-Landesliga hinter der TSV Burgdorf. „Es ist einiges bei uns passiert“, gab auch Trainer Patrick Werner zu, der aber weiterhin betont, dass ihn so schnell nichts aus der Bahn wirft. So ist für den 39-jährigen Coach die für die Saison 2016/2017 geplante Fusion zwischen den beiden Burgdorfer Vereinen von der TSV Burgdorf und dem Heesseler SV auch kein Thema.
„Ich bin ohnehin nicht informiert, wie der derzeitige Stand der Verhandlungen ist“, gab Patrick Werner zu, für den es daher auch nur eine Zielsetzung für die Rückserie in der Landesliga gibt. „Ich möchte mit meiner Mannschaft mehr Punkte holen, als es derzeit mit 20 Zählern nach 16 Spielen der Fall ist.“ Der TSV-Coach gab angesichts der mageren Punktausbeute auch unumwunden zu, dass die momentane Punktzahl auch nicht seinen Erwartungen entspricht. „Die Mannschaft kann weitaus mehr, als es der derzeitige 12. Tabellenplatz entspricht. Obwohl die TSVer nur drei Zähler von einem Abstiegsplatz trennt, ist für Patrick Werner der Abstieg seiner Mannschaft in die Bezirksliga kein Thema. „Solange ich bei der TSV Burgdorf Trainer bin, werde ich alles dafür tun, um in der Tabelle möglichst hoch zu stehen. Komme, was da wolle“, legte sich Burgdorfs Trainer bereits fest, der Beispiele parat hat, zu was seine Mannschaft an einem guten Tag fähig ist.
So brachten es die Burgdorfer bereits am 3. Spieltag fertig, den Lokalrivalen und Tabellenvierten SV Ramlingen/Ehlershausen mit 2:0 zu besiegen. Beim Tabellenfünften SpVgg Bad Pyrmont feierten die Burgdorfer gar einen 3:0-Sieg. „Auch mit den Spitzenmannschaften SV Bavenstedt und VfL Bückeburg waren wir auf Augenhöhe und haben jeweils nur knapp mit 0:2 verloren“, sagte Patrick Werner, der in diesem Zusammenhang den Auftritt seiner Mannschaft gegen den Spitzenreiter aus Heeßel in Erinnerung rief. „Da haben wir am letzten Hinrundenspieltag gegen den Tabellenführer bis zur 69. Minute noch mit 2:0 geführt, um dann noch mit 2:3 zu verlieren. Wir verfügen also über genügend Potenzial, um die Klasse zu halten. Wir müssen nur unsere Nachlässigkeiten abstellen, die dazu geführt haben, dass wir gegen die beiden Tabellenletzten SC Uchte und SV Alfeld nur einen Punkt aus beiden Spielen geholt haben.“ In acht Heimspielen brachten es die TSVer bei zwei Siegen, zwei Remis und vier Niederlagen und einem Torverhältnis von 11:12 als Dreizehnter nur auf acht Punkte. Besser sieht es für die Burgdorfer in der Auswärtsstatistik aus, wo sich die TSVer in acht Spielen bei vier Siegen und vier Niederlagen mit 12 Punkten und 15:21 Toren als das sechststärkste Team präsentierten.

Kribbeln vor Saisonschluss

Was auffällt: Die TSV Burgdorf verfügt bei nur 26 geschossenen Treffern über keinen ausgesprochenen Torjäger. So führt Rückkehrer Hasan Jaber mit sechs Toren die Liste der erfolgreichsten Schützen vor Nico Eccarius und Patrick Hiber an, die es jeweils auf vier Tore brachten. Je zweimal netzten Daniel Bothe, Danijel Majstorovic und Christopher Reinecke ein, der in der Winterpause wieder zu seinem Heimatverein TuS Altwarmbüchen zurückgekehrt ist. Die TSV Burgdorf verlassen hat in der Winterpause auch Benjamin Koukal, der mit dem TSV Engensen in Verbindung gebracht wird. Als Neuzugang schloss sich der 21-jährige Außenstürmer Tarashnak Haliti vom Fortuna Sachsenroß Hannover den Burgdorfern an. „Auch zähle ich fest auf meine beiden Rekonvaleszenten Ertan Ametovski und Fabian Hoheisel, die nach langer Verletzungspause wieder Ende Januar ins Training eingestiegen sind“, freute sich Patrick Werner. „So verfüge ich jetzt über einen Kader von 20 Spielern. Die Mannschaft hat genügend Qualität, dass sie noch in der oberen Tabellenhälfte mitmischen kann. Die derzeitige Platzierung entspricht nicht ihrem wahren Leistungsvermögen. Bei Spielern, wie zum Beispiel Martin Ritter, besteht noch Steigerungspotenzial, wenn er als Strafraumstürmer entsprechend eingesetzt und angespielt wird.
Patrick Werner graut nur vor einer Konstellation. „Im letzten Saisonspiel treffen wir in Heeßel auf unseren künftigen Fusionspartner vom Heesseler SV. Stellen sie sich vor, wir führen, wie im Hinspiel, bis zwanzig Minuten vor Spielschluss mit 2:0 und verlieren dann noch mit 2:3. Dann ist das Geschrei groß. Doch kann ich heute bereits eines versprechen. Egal, wie das Rückspiel ausgeht. Wir werden alles daran setzen, die Heeßeler zu besiegen. Ich denke, dass mein Trainerkollege Niklas Mohs ähnlich tickt. Gemauschelt wird bei der TSV Burgdorf garantiert nichts. Dafür verbürge ich mich als Trainer. Ich bin Fußballer durch und durch. Auch, wenn wir durch einen Sieg, in dem dann vielleicht entscheidenden Spiel den Heeßelern den Aufstieg vermiesen sollten. Das gebietet der sportliche Anstand und die gegenseitige gesunde Rivalität zwischen beiden Mannschaften, dass sowohl Heeßel als auch wir alles daran setzen werden, um zu gewinnen.“