Können die verletzten Spieler ersetzt werden?

Frank Carstens. Ft.:Foto Karos (Foto: Foto Karos)

Spieler wollen mit Frank Carstens den Klassenerhalt schaffen

BURGDORF (hs). Die lange Vorbereitungszeit für die Fortsetzung der Rückrunde in der Handball-Bundesliga ist abgelaufen. Trainer Frank Carstens hat versucht, seine Spieler so optimal wie möglich auf die neuen Aufgaben vorzubereiten und den Ausfall der verletzten Akteure durch neue taktische Varianten zu kompensieren.
Das wird nämlich das Hauptproblem sein, mit dem die TSV in den kommenden Spielen und in der gesamten Rückrunde leben muss. Durch das Fehlen der Langzeitverletzten Marc Hohenberg und Jan-Fiete Buschmann fallen zwei Linkshänder aus dem Kader heraus. Die TSV hat zwar mit der Verpflichtung von Torge Johannsen nachgerüstet, der muss aber erst in den Kader integriert werden. In den Testspielen gelang das zuletzt recht gut und Johannsen machte eine gute Figur. Aber in der Punktrunde steht ein anderes Programm bevor.
Auch die Ankündigung von Trainer Carstens, im Sommer zum SC Magdeburg zu wechseln, hat für Emotionen gesorgt. Die Mannschaft hat aber versichert, mit diesem Coach den Klassenerhalt schaffen zu wollen. Carstens dagegen hat versprochen, das in die Tat umzusetzen, wofür er und die Spieler angetreten sind.
Die nächsten Begegnungen werden wichtige Erkenntnisse bringen. Die mitbedrohten Teams aus der Abstiegszone haben in den vergangenen Wochen, wie die TSV, die Bemühungen verstärkt, in der weltbesten Handballliga zu verbleiben.
Nach den Testspielen beim Sieg gegen HSV Hannover (39:23), beim erfolgreichen Turnier in Schwerin, bei den Niederlagen beim TV Emsdetten und bei der Ahlener SG konnte der TSV noch keine gute Verfassung bescheinigt werden. Zufrieden war Trainer Frank Carstens nach dem 31:30-Erfolg im Vorbereitungsspiel gegen TuS Nettelstedt/Lübbecke. „Es war wieder ein Schritt nach vorn nach den beiden Niederlagen gegen Emsdetten und Ahlen“, meinte der Coach. „Wir haben die Schwächeperiode verarbeitet und wieder die alte Mannschaft gesehen. Unsere Verteidigung hat ordentlich gearbeitet. Natürlich gibt es noch kleine Abstimmungsprobleme, die wir bis zum Spiel gegen FA Göppingen abstellen wollen.“
Das eigentliche Problem der Mannschaft scheinen zurzeit tatsächlich die vielen Verletzungen zu sein. Kann der komplette Kader auflaufen und zusammen mit dem Publikum im Rücken engagiert auftreten, dann sind auch Erfolge wie gegen TBV Lemgo möglich. Die Leistungen von Piotr Przybecki, Robertas Pauzuolis oder Aivis Jurdsz sind aber immer wieder durch Blessuren vermindert.
Das könnte ein Manko für Hannover-Burgdorf werden. Spielt das Team in den nächsten Begegnungen gegen Göppingen, beim TV Großwallstadt, gegen SC Magdeburg und bei MT Melsungen mit einem gesunden Kader, dann sind auch einige Pluspunkte zu erwarten. Ist dies nicht der Fall, könnte der Absturz auf einen Abstiegsplatz drohen. Die notwendigen Punkte gegen den Abstieg müssen möglichst früh eingesammelt werden. Im Spielplan von Februar bis April stehen Partien an, die durchaus wichtige Punkte bringen können. Mit fortschreitender Saison wird es aber immer schwieriger, denn der Spielplan will es so, das die letzten vier Begegnungen ausnahmslos gegen Topteams der Liga gespielt werden müssen. Gegen den THW Kiel, beim TBV Lemgo, bei HSV Hamburg und gegen SG Flensburg/Handewitt wird es schwer, die eventuell dann noch benötigten Punkte einzuspielen. Es ist also höchste Zeit für wichtige Erfolge, die den Abstand zu den Abstiegsplätzen groß genug werden lassen, um später nicht zittern zu müssen.