Kann Hannover 96 in Frankfurt für positive Schlagzeilen sorgen?

Zwei Sitzplatztickets für das Derby gegen Hamburger SV zu gewinnen

HANNOVER (kd). Für Hannover 96 wird der Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga immer unwahrscheinlicher. Im Duell der bis dato nach Punkten schlechtesten Bundesligamannschaften der Rückrunde zwischen Hannover 96 (3 Punkte) und dem 1. FC Köln (6 Zähler) unterlag das Team von Trainer Thomas Schaaf in der HDI-Arena vor 40.600 Zuschauern trotz einer über weite Strecken ordentlichen Leistung mit 0:2 (0:1)-Toren.
Um bei sieben Punkten Rückstand auf einen Relegationsplatz und gar zehn Zählern auf einen Nichtabstiegsplatz jetzt noch an den Klassenerhalt zu glauben, bedarf schon einer Riesenportion an Optimismus. „Wir geben trotz des Rückstandes aber nicht auf und glauben noch immer an den Klassenerhalt“, verkündete wieder einmal Trainer Thomas Schaaf, der sich vor dem Gastspiel seiner 96er am Sonnabend, 19. März, um 18.30 Uhr in der Commerzbank-Arena bei Eintracht Frankfurt erneut in Durchhalteparolen übte. Purer Zufall, dass die nun für Armin Veh von Neu-Trainer Nico Kovac gecoachte Eintracht-Mannschaft jetzt von den Kölnern die Rolle als die mit 7 Punkten zweitschlechteste Rückrundenmannschaft übernommen hat.
Obwohl für Hannover 96 der Abstieg immer näher rückt und die zweite Liga bereits grüßen lässt, kann man den 96ern nur wünschen, dass am Sonnabend in Frankfurt in den noch ausstehenden acht Spielen das Wunder von der Leine beginnt und noch viele Punkte geholt werden, um doch noch das Unmögliche zu schaffen. Doch wer mag noch an die Rettung zu glauben, wenn es den „Roten“ nur gelingt, eine gute erste Halbzeit zu spielen, in der die Hausherren gegen den 1. FC Köln gleich drei gute Torgelegenheiten vergaben. „
Wir waren in der ersten Halbzeit nicht so sicher. Hannover hätte in Führung gehen können", gab auch Kölns Keeper Timo Horn zu , der in der ersten Hälfte gegen Kenan Karaman mit einer Glanzparade einen Rückstand seiner Mannschaft verhinderte, die sich auch bei Adam Szalai bedanken konnte, der zweimal freistehend vergab.
Wie aus dem Nichts gelang den Kölnern kurz vor dem Halbzeitpfiff doch noch der Führungstreffer. Es passt zu der momentanen Krisenstimmung bei Hannover 96, dass ausgerechnet ein ehemaliger 96er in der Person von Leonardo Bittencourt den Hannoveranern den Todesstoß versetzte, als er in der 43. Minute nach einem schönen Anspiel von Marcel Risse kurz vor der Halbzeit ungestört die 1:0-Führung erzielen konnte, dem der Edeltechniker in der 61. Minute mit einem Rechtsschuss nach Vorarbeit von Jonas Hector und Yannick Gerhardt noch das 2:0 folgen ließ. Jenem 22-jährigen Deutsch-Brasilianer, den die 96er für die Summe von 2,5 Millionen Euro trotz eines noch laufenden Vertrages für viele zu voreilig an die Kölner verscherbelt hatten. Der U-21 Nationalspieler, der vor seinem Wechsel nach Köln zwei Jahre für Hannover 96 spielte, war bei seiner Rückkehr in die niedersächsische Landeshauptstadt besonders motiviert und bewies den 96-Verantwortlichen in eindrucksvoller Art und Weise, dass es ein Fehler war, ihn aus freien Stücken abzugeben. Nach Meinung der 96-Verantwortlichen sei er zu torungefährlich gewesen, was Leonardo Bittencourt bei seiner Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte eindrucksvoll widerlegen konnte, in dem er seinen Ex-Klub durch seinen Doppelpack nun der Zweitklassigkeit ein gutes Stück näher brachte.
Es sei denn, das „Wunder von der Leine“ wird doch noch zur Wirklichkeit, woran aber in Hannover bei der fehlenden Klasse der Spieler kaum einer mehr recht zu glauben mag.
Nicht viel anders verhält es sich auch in Frankfurt, wo die 96er am Sonnabend im Abendspiel um 18.30 Ihr bei der Eintracht antreten müssen. Nicht umsonst mussten die Gastgeber nach einem krassen Leistungsabfall mit nur sieben Punkten aus der Rückrunde und dem Abrutschen mit nur 24 Punkten auf einen Relegationsplatz zum Allheilmittel eines Trainerwechsels greifen, indem sie Armin Veh den Stuhl vor die Tür setzten und ihn durch Nico Kovac ersetzten. Der Trainereinstand bei der Kovac-Premiere verlief am vergangenen Sonnabend bei der 0:3 (0:1)- Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach allerdings alles andere als nach Wunsch.
Daher sollten die „Roten“ alles versuchen, am Sonnabend volles Risiko zu gehen und alles auf eine Karte zu setzen, obwohl die Frankfurter 15 ihrer bisherigen 24 Zähler zu Hause holten, wobei sie besonders durch ein 0:0-Remis vor heimischen Publikum gegen den Tabellenführer FC Bayern München aufhorchen ließen. Als ein Riesennachteil für die Eintracht aus Frankfurt, die das Hinspiel mit 2:1 (0:0) gewinnen konnte, erwies sich bisher das Verletzungspech. Glück für Hannover 96, dass Eintracht Frankfurt am Sonnabend aller Voraussicht nach neben ihrem letztjährigen Bundesligatorschützenkönig Alexander Meier wegen Knieproblemen, der auch in dieser Saison mit 12 Treffern die interne Torschützenliste anführt, auch noch auf Abwehrchef Carlos Zambrano (Oberschenkelzerrung) und Marc Stendera (Muskelfaserriss im Adduktorenbereich) verzichten muss, was die Aussichten auf einen Sieg des Tabellenletzten aus Hannover deutlich erhöhen sollte.
Also sind wir wieder gespannt auf Ihren Ergebnis-Tipp, mit dem Sie zwei Sitzplatz-Tickets für das nächste Nordderby gegen den Hamburger SV am Sonnabend, 2. April um 15.30 Uhr in der HDI-Arena gewinnen können! Tippen Sie den richtigen Spielausgang der 96er in Frankfurt und schicken Sie uns bis zum kommenden Sonnabend, 18 Uhr, eine Mail (Namen, Adresse, Tel./Handy-Nr. nicht vergessen) an gewinnen@marktspiegel-verlag.de. Alle richtigen Tipps nehmen an der Verlosung teil, wenn Sie folgende Spielregeln beachten: Geben Sie in der Betreffzeile Ihr vermeintliches Ergebnis an (Frankfurt – 96 X : X) und schicken sie uns nur EINE Mail unter der identischen Absenderadresse.