Kann Hannover 96 die Krise von Borussia Dortmund ausnutzen?

Zwei Sitzplatzkarten für Heimpartie gegen Eintracht Frankfurt zu gewinnen

HANNOVER (kd). Es ist leider so gekommen, wie es die Pessimisten unter den 96-Anhängern trotz der zweiwöchigen Länderspielpause nach der 0:4-Pleite beim deutschen Rekordmeister FC Bayern München befürchtet hatten. Bei den Spielern von Hannover 96 ist nicht mehr viel vom Angriffsschwung der Anfangsspiele zu sehen. Das zeigte sich vor 49.000 Zuschauern in der wiederum ausverkauften HDI-Arena auch im Heimspiel bei der 0:3 (0:1)-Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach.
Dabei sah es in den Anfangsminuten noch so aus, als wenn die 96er alles daran setzen würden, ihre stolze Serie mit drei Heimsiegen und nur einem Gegentreffer auch gegen die Borussen fortzusetzen. 96 riss die Spielkontrolle sofort an sich und und verlagerte mit aggressivem Pressing das Spielgeschehen komplett in die gegnerischen Hälfte. Doch zeigte sich die Gästeabwehr mit ihrem Schweizer Torhüter Yann Sommer bei den Angriffen und Standards der „Roten“ auf der Höhe. Nachdem die Gladbacher die ersten Minuten ausschließlich in die Defensive gezwungen waren, ließ der erste gefährlich vorgetragene Angriff der „Fohlen“ das Konstrukt der 96er wie ein Kartenhaus zusammenbrechen.
Eine Linksflanke von Alvaro Dominguez erreichte in der 14. Minute den freistehenden Max Kruse, der gegen die Laufrichtung von 96-Keeper Ron-Robert Zieler zur 1:0- Führung für die Gladbacher einköpfte. Fortan war es mit der Herrlichkeit der Hausherren vorbei. Die Gladbacher ließen ihrem Gegner durch eine geschickte Raumaufteilung nur wenig Entfaltungsmöglichkeiten und verwalteten geschickt ihre Führung. Da die 96er aber nicht mehr in der Lage waren, die Gäste in Verlegenheit zu bringen, da sie sich im Spielverlauf zu viele Fehlpässe erlaubten und aus den Zweikämpfen zumeist als Verlierer hervorgingen, zeichnete sich spätestens ab der 49. Minute mit dem 2:0 durch Granit Xhaka mit einem wuchtigen Freistoß aus 25 Metern ab, dass die Erfolgsserie der Hannoveraner vor eigenem Publikum enden würde.
Zumal den 96er auch in der Folge nicht viel einfiel. Glück für die Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut, dass Alvaro Dominguez in der 56. Minute aus einem Meter nur die Unterkante der Latte traf und das Andrè Hahn nach einem Alleingang in der 70. Minute nur um Zentimeter das Tor verfehlte. So war es bei der Überlegenheit der Gladbacher eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann das 3:0 der Gäste fallen würde. Obwohl die Hausherren in den letzten Minuten wenigstens so etwas wie Gegenwehr zeigten, war es Max Kruse, der in der Schlussminute mit einem Lupfer nach guter Vorarbeit des eingewechselten Thorgan Hazard mit dem 3:0 den Schlusspunkt setzte und damit die Erfolgsserie der 96er zu Hause beendete. „Es war heute gegen eine der stärksten Mannschaften der Liga einfach nicht gut genug, was wir gezeigt haben“, gab auch Trainer Tayfun Korkut zu, der das Fehlen seines verletzten Kapitän Lars Stindl und auch seines Offensivspielers Edgar Prib nicht als Entschuldigung für die Niederlage ausmachen wollte.
Am Sonnabend steht Hannover 96 von 15.30 Uhr an bei Borussia Dortmund eine weitere schwere Aufgabe bevor, obwohl sich das Tabellenbild der Fußball-Bundesliga nach acht Spieltagen anders darstellt. Während Hannover 96 nach der Niederlage gegen den Tabellenzweiten Borussia Mönchengladbach auf den 10. Rang abrutschte, stellt sich die Lage bei den Dortmundern weitaus dramatischer da. Mit nur 7 Punkten trennen die Borussen als Tabellenvierzehnter nur zwei Zähler von einem direkten Abstiegsplatz. Wer hätte dies vor der Saison gedacht, dass die Borussen derart ins Straucheln geraten und von einem Meisterschaftskandidaten nur noch zu einem Mitläufer werden würden, der bereits fünf Niederlagen einstecken musste.
Zwar wird immer wieder die Verletzungsmisere als einer der Gründe für die Erfolglosigkeit der Borussen genannt, doch haben auch andere Mannschaften mit diesen Problemen zu kämpfen. Bei der jüngsten 1:2-Niederlage beim 1. FC Köln zeigte sich einmal mehr, dass den Borussen derzeit die Verbissenheit fehlt, gegen den Ball zu arbeiten. Zu viele individuelle Fehler, selbst von Leistungsträgern wie Roman Weidenfeller, tragen ihren Teil dazu bei, dass es nicht nach Wunsch für die Himmelsstürmer aus Dortmund läuft, die nicht nur bereits fünf Niederlagen, sondern auch schon 14 Gegentore kassieren mussten. Eine Bilanz, die den Borussen-Anhängern große Sorgen bereitet, aber den 96ern auch Hoffnungen machen sollte, aus Dortmund nicht mit leeren Händen nach Hause zu fahren.
Zumal Borussia Dortmund noch drei Tage zuvor am Mittwochabend (20.45 Uhr) in der Champions League bei Galatasaray Istanbul antreten muss. Zweifellos ein von den Kräften her nicht zu unterschätzender Vorteil für die 96er. Die „Roten“ sollten also alles daran setzen, mit einem starken Lauf- und Passspiel den Gegner unter Druck zu setzen und nicht, wie das Kaninchen vor der Schlange, in Angst zu erstarren. Wann sonst, wenn nicht am Sonnabend im Dortmunder Signal Iduna Park, bietet sich noch einmal so eine Gelegenheit, die Ergebniskrise der Borussen mit einem Sieg der 96er fortzusetzen?
Oder sind die 96er wieder wie so oft ein Aufbaugegner für „Krisenklubs“? Wir sind gespannt auf Ihren Ergebnis-Tipp, mit dem Sie zwei Sitzplatzkarten für das nächste Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am Sonnabend, 1. November, um 15.30 Uhr in der HDI-Arena gewinnen können. Und so können Sie mit etwas Glück live dabei sein: Tippen Sie den richtigen Spielausgang der 96er in Dortmund und schicken Sie uns bis zum kommenden Sonnabend, 15 Uhr, eine Mail (Namen, Adresse, Tel./Handy-Nr. nicht vergessen) an gewinnen@marktspiegel-verlag.de. Alle richtigen Tipps nehmen an der Verlosung teil, wenn Sie folgende Spielregeln beachten: Geben Sie in der Betreffzeile Ihr vermeintliches Ergebnis an (BVB : 96 X:X) und schicken Sie uns nur EINE Mail.