Kann Hannover 96 am Dienstag gegen Wolfsburg punkten?

Die 2. F-Jugend des TSV Isernhagen unterstützte die „Roten“ tatkräftig. Am vergangenen Sonntag durften die Nachwuchskicker im Abstiegsduell gegen den FC Augsburg dank der gemeinsamen Aktion von Hannover 96 und dem MARKTSPIEGEL als Spaliermannschaft auflaufen. (Foto: Hannover 96)
 

VfL Wolfsburg blieb bisher hinter den Erwartungen zurück

HANNOVER (kd). Der Überlebenskampf von Hannover 96 für einen Verbleib in der 1. Bundesliga setzt sich heutigen Sonnabend von 15.30 Uhr an in der Mercedes-Benz Arena mit dem Gastspiel beim VfB Stuttgart fort. Nur noch zwölf Spiele bleiben den 96ern, um den Rückstand zu einem Nichtabstiegsplatz aufzuholen, um so das rettenden Ufer zu erreichen.
Doch will bei Hannover 96 derzeit fast gar nichts gelingen. Der Abstieg rückt näher und näher. Der noch immer punktlose Trainer Thomas Schaaf muss immer wieder von vorne anfangen. „Immer wieder grüßt das Murmeltier", sagte Thomas Schaaf, als er an die nahezu täglichen neuen Rückschläge dachte, wie jüngst gegen den Abstiegskonkurrenten FC Augsburg. Der drohende Abstieg in die 2. Liga wird nach 14-jähriger Zugehörigkeit zur 1. Bundesliga immer wahrscheinlicher.
Vor dem heutigen Spiel beim VfB Stuttgart erreichten den 96-Trainer neue Hiobsbotschaften. So wurde 96-Angreifer Hugo Almeida für seine Tätlichkeit im Spiel gegen den FC Augsburg, als er den Augsburger Dominik Kohr mit dem Ellenbogen ins Gesicht geschlagen hatte, vom Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes zu einer Sperre von drei Spielen und einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt. Durch diese Unbeherrschtheit, die Schiedsrichter Daniel Siebert nicht gesehen hatte, und nun aufgrund von Fernsehaufzeichnungen zu Recht bestraft wurde, fehlt der portugiesische Nationalspieler seinem Verein in den wichtigen Spielen, so auch am Dienstag zu Hause gegen den VfL Wolfsburg und am Sonnabend kommender Woche ausgerechnet bei seinem ehemaligen Verein Werder Bremen.
Zu allem Überfluss fällt Im Kampf um den Klassenerhalt bei Hannover 96 in den nächsten Spielen auch noch Uffe Bech aus. Der dänische Offensivspieler hat sich einen Muskelfaserriss im Hüftbeuger zugezogen und fehlt seiner Mannschaft.
Am Dienstag, 1. März, ab 20 Uhr müssen die 96er in der HDI-Arena gegen den VfL Wolfsburg antreten. Eine Herkulesaufgabe für Thomas Schaaf und seine Mannschaft, die in diesem Jahr bislang alle fünf Spiele verloren hat und als Tabellenletzter bereits acht Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz aufweist. Um so wichtiger wäre ein Erfolgserlebnis.
Vielleicht betätigt sich der Nachbar aus Wolfsburg als Aufbauhelfer für die „Roten“, die in ihren letzten beiden Begegnungen gegen die „Wölfe“ immerhin nicht als Verlierer vom Platz gingen und jeweils ein Unentschieden gegen den Champions-League Teilnehmer erzielten konnten, der als Tabellenachter im bisherigen Saisonverlauf hinter den Erwartungen zurück blieb. Wenngleich Hannover 96 und Werder Bremen mit jeweils nur sechs Heimzählern über die schlechteste Heimbilanz aller Bundesligisten verfügen, sollte es dem Tabellenletzten aus Hannover dennoch ein schwacher Trost sein, dass sich mit dem VfL Wolfsburg am Dienstag eine Mannschaft in der HDI-Arena vorstellt, die auswärts in elf Spielen bisher nur einen Sieg und vier Unentschieden erzielte und damit mit nur sieben Punkten die von den Punkten her schwächste Auswärtsmannschaft der Liga ist. Das sollte den „Roten“ Mut machen, um endlich einmal einen Dreier einzufahren.