Kann die TSV II den Klassenerhalt schaffen?

Frederic Repke kann der TSV II aufgrund einer schweren Knieverletzung im Kampf um den Klassenerhalt nicht mehr helfen. (Foto: st)

Ausbildungsmannschaft machen viele Verletzungen zu schaffen

BURGDORF (st). Die TSV Burgdorf II ist in dieser Saison wirklich nicht zu beneiden und wird sich nur schwer gegen den drohenden Abstieg wehren können. Alle Beteiligten hoffen aber dennoch auf einen guten Ausgang, denn die 3. Liga soll weiterhin der Unterbau für die Bundesligamannschaft bilden und neue Talente bis zu einem Einsatz in der höchsten deutschen Spielklasse begleiten.
Nach neun Niederlagen in Folge konnte die TSV um Trainer Sven Lakenmacher Anfang April wieder einen Erfolg feiern. Der 31:28-Sieg gegen den Tabellenletzten Altlandsberg war auch bitter nötig, denn der VfL Fredenbeck ist der TSV schon bedrohlich nah. Durch den doppelten Punktgewinn kann die TSV-Reserve aber noch mit einem Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz in die letzten drei Partien gehen und als Tabellendreizehnter den Klassenerhalt sichern.
Dabei war die Mannschaft um Rückraumspieler Jonathan Semisch in der Endphase des Jahres 2013 und bis zum April nicht zu beneiden. Durch die Verletzungsmisere in der Bundesligamannschaft wurden immer wieder Akteure, wie Timo Kastening, Julius Hinz oder Hendrik Pollex, in der ersten Mannschaft gebraucht und konnten so in der Lakenmacher-Truppe nicht eingesetzt werden. Auch in den Trainingseinheiten hatte der Coach keine schlagkräftige Mannschaft zusammen und so war die Vorbereitung auf die Spiele wenig produktiv.
Zudem kamen Verletzungen von Stammspielern, wie Frederic Repke, Jonathan Semisch, Hendrik Pollex oder Maurice Dräger, die über Wochen ausfielen. In fast jeder Begegnung hatte das Team ein anderes Gesicht und musste improvisieren. Das war für die Entwicklung natürlich nicht vorteilhaft und brachte viele Niederlagen. Nach 4:12-Punkten konnten sich Johannas Marx und Co bis auf einen ausgeglichenes Punktekonto und 17:17-Punkte verbessern. Dann folgte die bittere Niederlagenserie und der Absturz auf den 13. Platz mit 17:35-Zähler.
Auch der Sieg gegen Altlandsberg konnte das Abstiegsgespenst noch nicht verscheuchen. In den letzten drei Partien bei TSV GWD Minden II am 25. April, gegen THW Kiel II am 4. Mai und beim SV Beckdorf am 10. Mai sollten zwei Erfolge vermutlich zum Klassenerhalt reichen, denn Fredenbeck hat als 14. der Tabelle auch erst 18 Pluspunkte und keine leichten Aufgaben im Restprogramm. Am Saisonende hoffen die TSVer deshalb auf den 13. Platz und in der nächsten Spielzeit soll ein Neuanfang gestartet werden.