Kann die TSG für den Klassenerhalt punkten?

Chris Meiser versucht sich gegen zwei Gegenspieler durchzusetzen und einen Treffer zu markieren. (Foto: st)

Ein Sieg würde im Abstiegskampf weiter Hoffnung geben

BURGWEDEL (st). Die Situation der Turnerschaft Großburgwedel hat sich durch den 37:28-Erfolg bei den Füchsen Berlin II in der 3. Liga Nord entspannt. Die Abstiegsgefahr ist aber immer noch präsent und die Mannschaft wird sich in den nächsten Begegnungen noch einmal steigern müssen, um den Klassenerhalt letztlich sicherstellen zu können. Am Sonnabend, 7. März, ab 19 Uhr könnte das Team um Trainer Jürgen Bätjer aber einen Schritt in die richtige Richtung machen und zwei weitere Pluspunkte einspielen. Im Heimspiel gegen den SV Mecklenburg-Schwerin ist ein Erfolg durchaus realisierbar.
Der Kampf um den Verbleib in der 3.Liga ist gerade in der Nordstaffel heiß umkämpft. Mit der SG Achim/Baden scheint der erste Absteiger festzustehen, wenn der Vertreter aus der Nähe von Bremen keinen Siegszug antritt. Daneben sind aber mindestens sechs Teams abstiegsgefährdet. Neben der TSG sind das der THW Kiel II, VfL Fredenbeck, HSG Varel-Friesland, OHV Aurich und der SV Beckdorf. Nach jedem Wochenende werden diese Mannschaften durcheinander gewürfelt und tauschen die Plätze. Wer sich letztlich im Klassenkampf durchsetzen wird, steht vermutlich erst am letzten Spieltag, am 9. Mai fest.
Für die Turnerschaft soll es keinen Endspurt geben. Andrius Stelmokas und seine Mitspieler wollen kein Last-Minute-Erfolg, sondern versuchen, bereits frühzeitig die Liga zu sichern. Dazu wäre ein Erfolg am Sonnabend hilfreich und könnte die Situation erheblich verbessern. Wie schwer dieses Vorhaben gegen den SV Mecklenburg-Schwerin sein wird, zeigt das Ergebnis des Hinspiels. Mit 24:29-Toren verloren die Bätjer-Schützlinge recht deutlich und sollten jetzt eine Revanche anstreben.
Dabei werden sie sich insbesondere auf ihre Defensivarbeit konzentrieren müssen und den Schweriner Außenspieler Michael Höwt früh am Wurf hindern müssen. Er ist Haupttorschütze der Gäste und brandgefährlich. Die Torwarte werden das Wurfbild von Höwt bei 7m-Würfen besonders studieren, denn fast die Hälfte seiner Treffer erzielt Höwt vom Punkt. Aber auch die Rückraumspieler Teodoros Evangelidis, Uwe Kalski und Außenspieler Bevan Calvert dürfen nicht aus den Augen gelassen werden.
Die TSG hat in eigener Halle durchaus Vorteile und sollte diese auch ausspielen. Mit den Fans im Rücken ist es leichter eine lösbare Aufgabe zu bewältigen. Aber im Angriff müssen die Würfe ihr Ziel auch finden und die Schweriner Keeper sollten nicht warm geworfen werden. Gelingt es Carl-Philipp Seekamp und Co die taktischen Vorgaben von Bätjer umzusetzen und über den Kampf zum Spiel zu finden, dann ist ein doppelter Punktgewinn zu schaffen.
Auch mit Blick auf die nächsten schweren Partien beim OHV Aurich und gegen VfL Potsdam wäre ein Sieg immens wichtig.