Kann die Negativserie gestoppt werden?

Kai Häfner geht in brenzligen Situationen voran und zeigt mit wichtigen Treffern für die TSV Hannover-Burgdorf, wo es langgeht. (Foto: st)

TVB 1898 Stuttgart hat die Recken im Hinspiel geärgert

BURGDORF (st). Die TSV Hannover-Burgdorf möchte endlich wieder in die Erfolgsspur kommen. Unendlich lange fühlt sich mittlerweile die Negativserie der Recken an, die im Jahr 2017 noch kein Erfolgserlebnis feiern konnten. Am kommenden Wochenende soll es endlich wieder so weit sein und ein lang ersehnter Sieg gelingen. Mit dem TVB 1898 Stuttgart kommt ein Team in die Swiss Life Hall nach Hannover, dass im Abstiegskampf unbedingt Punkte braucht und zudem der TSV bereits im Hinspiel eine empfindliche Niederlage bescherte.
Was ist das für ein Handballjahr für den so erfolgsverwöhnten Bundesligaclub TSV Hannover-Burgdorf. Gefühlt konnte die TSV in den letzten Jahren eigentlich immer Erfolge verzeichnen und machte meist positiv auf sich aufmerksam. Im Jahr 2017 scheint die Handballer aber alles Glück verlassen zu haben. Die Mannschaft spielt nicht mehr frisch auf, hat kein Selbstvertrauen in ihren Aktionen und kassierte seit dem 31:23-Erfolg gegen Frisch!Auf Göppingen am 27. Dezember 2016 insgesamt zehn Pleiten in Serie.
Die Stimmung bei der Mannschaft um Trainer Jens Bürkle ist am Boden, aber der Verein, die Verantwortlichen und auch die Teammitglieder sind zuversichtlich. Ein Trainerwechsel ist kein Thema und so warten die Recken auf den Befreiungsschlag. Allerdings warten sie nicht nur auf ihr Glück, sondern sie wollen es unbedingt mit Willen schaffen und im Training wird sehr intensiv gearbeitet, damit sich der Erfolg wieder einstellt. Das betonen sowohl Bürkle, wie auch die Spieler, denen die Unsicherheit aber anzumerken ist.
Der Durchbruch zu einer besseren Zeit soll am Sonnabend, 13. Mai, ab 19 Uhr gelingen. Dann wird die Partie gegen Stuttgart angepfiffen und die Bürkle-Schützlinge wollen von Beginn an präsent sein und sich nicht nur von den zehn Niederlagen freispielen, sondern sich auch für die bittere 20:30-Hinspielniederlage revanchieren. Dazu benötigt das Team um Torwart Martin Ziemer aber einen guten Tag. In der Abwehr muss wieder das gelingen, was die Mannschaft im Jahr 2016 auszeichnete. Aggressive Deckungsformen, schnelle Beine und gemeinsames Auftreten gegenüber den Angreifern.
In der Offensive ist endlich wieder eine konstante Leistung über die gesamte Spielzeit gefordert und eine Torquote, die gegenüber den vorherigen zehn Begegnungen erheblich verbessert ist. Zuletzt waren immer wieder schwache Torausbeuten die Ursache, das Lars Lehnhoff und Florian Böhm in Rückstand gerieten. In einigen Spielen gelangen minutenlang keine eigenen Treffer. Die besten Chancen wurden fahrlässig vergeben und so war es nicht verwunderlich, dass die TSV, obwohl über weite Strecken gleichwertig auch gegen Spitzenmannschaften, am Ende nur noch Niederlagen kassierte.
Gegen die Stuttgarter um Trainer Markus Baur wollen sich die Recken in allen Belangen steigern. Gegen den Aufsteiger müssen sie aber mit erheblicher Gegenwehr rechnen. Mit Keeper Johannes Bitter steht ein erfahrener Torwart im Tor, der Angreifer zur Verzweiflung bringen kann. Der Rückraum ist mit Michael Schweikardt, Michael Kraus, Dominik Weiß und Marian Orlowski ausgezeichnet besetzt. Hinzu kommen mit Felix Lobedank, Tobias Schimmelbauer und Bobby Schagen gefährlich Außenspieler und die Kreisläufer Simon Baumgarten und Teo Coric dürfen nicht ohne Bewachung bleiben.
Insgesamt wird es ein schweres Spiel für Hannover-Burgdorf und keineswegs ein Selbstläufer. Das wird nach zehn Niederlagen aber auch niemand erwarten. Können sich Sven-Sören Christophersen und seine Mitspieler endlich wieder als feste Einheit präsentieren und ihre Leistungen aus dem vergangenen Jahr abrufen, dann sollte der erste Sieg im Jahr 2017 realisiert werden können.