Jetzt geht der Blick schon auf die neue Saison

Sorgte mit wichtigen Toren für den Klassenerhalt der TS Großburgwedel, wird sich in der kommenden Spielzeit aber dem Lehrter SV anschließen: Thomas Bergmann. (Foto: Holger Staab)

Handballer der TS Großburgwedel sind zufrieden mit dieser Saison

BURGWEDEL (hs). Nach dem Umbruch im vergangenen Jahr hat sich die Turnerschaft Großburgwedel in der abgelaufenen Saison 2012/2013 zwar lange Zeit schwer getan, aber letztlich sicher den Klassenerhalt geschafft. Die stark verjüngte Mannschaft um Trainer Jürgen Bätjer stand zwar lange am Rand der Abstiegszone, aber eigentlich hatte man nicht den Eindruck, dass die TSG in Abstiegsgefahr kommen könnte, denn zu richtigen Zeitpunkten setzten Thomas Bergmann und Co immer einen drauf und konnte wichtige Punktgewinne verbuchen. Letztlich sprang mit dem 12. Platz vielleicht der in dieser Serie leistungsgerechte Platz heraus, der aber in der kommenden Saison verbessert werden soll.
Am Anfang der Saison lief es für die TSG nicht nach Wunsch. Zwar starteten die Bätjer-Schützlinge beim SV Beckdorf gleich mit einem 33:25-Sieg, dann musste die Mannschaft um die Neuzugänge Maurice Herbold, Chris Meiser, Steffen Dunekacke, Malte Kress, Matthias Reiser und Lasse Behrens aber einige Rückschläge einstecken. Nach sechs Spieltagen und 4:8-Punkten rutschte die TSG auf den 13.Platz ab. Mit zwei nicht unbedingt erwarteten Erfolgen bei SF Springe (32:26) und gegen SG Flensburg/Handewitt II (29:27) waren Keeper Jörg-Uwe Lütt und Co wieder auf Kurs mit einem ausgeglichenen Punktekonto.
Es ging allerdings weiter auf und ab, denn Coach Jürgen Bätjer und seine Akteure konnten keine Konstanz in die Leistungen bringen. Ein Grund waren sicher auch die neuen jungen Talente, die verständlicherweise noch nicht über eine gesamte Serie ihre Topleistungen abrufen können. Auch einige Verletzungen (Chris Meiser, Paul Schirmer) warfen das Team ein wenig zurück und der Weggang von Spielmacher Stefan Schmidt-Kollberg machte es auch nicht leichter.
Aber auch das steckten die TSGer weg und waren nach der Hinrunde mit 13:17-Punkten noch durchaus im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Nach zwei Niederlage beim TSV Altenholz (23:37) und bei HSV Hannover (29:30) schien die Mannschaft aber wieder der Abstiegszone entgegen zu streben. Aber die Turnerschaft wäre in der vergangenen Saison nicht die Turnerschaft, wenn sie aufgegeben hätte. Drei doppelte Punktgewinne in Folge bei den Füchsen Berlin II (26:23), gegen HSG Handball Lemgo II (26:25) und bei HSV Insel Usedom (29:22) sicherten mit 21:23-Punkten fast schon den Klassenerhalt. Nach dem starken 24:23-Derbysieg bei der TSV Burgdorf II schien bereits alles gelaufen und die TSG war der Abstiegszone entrückt. Jürgen Bätjer und sein Team mussten dennoch etwas zittern, sicherten sich aber drei Spieltage vor Saisonschluss endgültig den Klassenerhalt. Mit 27:33-Punkten und 852:892-Toren landeten Paul Schirmer und seine Mitspieler letztlich auf einem ansprechenden Platz und können zufrieden auf die Saison zurückblicken. Nach dem nicht ganz einfachen Umbruch zum Saisonanfang ist der Klassenerhalt das vorrangige Ziel gewesen und das wurde souverän geschafft.
Die Planung für die neue Spielzeit 2013/2014 in der 3.Liga ist bei Vereinschef Dr. Karsten Hoppenstedt und den Verantwortlichen der TSG bereits weit fortgeschritten. Trainer Jürgen Bätjer wird die Mannschaft auch in der nächsten Serie von der Bank aus führen. Die Neuverpflichtungen des 20-jährigen Sören Kress vom OSC Rheinhausen, Lennart Koch (19 Jahre) aus der A-Jugend der TSV Burgdorf, Mateusz Rydz (20) vom HSV Hannover und Torwart Markus Hammerschmidt (23) vom SC Magdeburg II machen deutlich, dass das Team weiter verjüngt werden soll.
Thomas Bergmann wird die Turnerschaft in Richtung des Lehrter SV verlassen. Toptorschütze Maurice Herbold ist weiterhin mit einem Doppelspielrecht für Eintracht Hildesheim ausgestattet. Dagegen wird der rechte Rückraumspieler Kay Behnke ganz zur TSG wechseln. Das alles deutet darauf hin, dass die Burgwedeler sich in der neuen Saison nicht in der Abstiegszone aufhalten, sondern im gesicherten Mittelfeld der 3. Liga etablieren wollen und das ist mit dem neuen, auf die Zukunft ausgerichteten Team durchaus zu schaffen.