Ist der Norden von Spanien eine Reise wert?

Im Auswärtsspiel bei den Kadetten Schaffhausen nahm Csaba Szücs eine entscheidende Rolle als Spielmacher ein. (Foto: st)

Im EHF-Cup reisen die Recken zu Real Ademar Leon

BURGDORF (st). Die Reise der TSV Hannover-Burgdorf nach Spanien ist keineswegs eine Urlaubsreise, wie man aufgrund des Zieles durchaus erwarten könnte. Am heutigen Sonnabend geht der Flieger in Richtung Madrid und nach einer zusätzlichen vierstündigen Busfahrt wird die Mannschaft am Nachmittag in Leon eintreffen, eine Trainingseinheit absolvieren und dann am morgigen Sonntag, 23. Februar, ab 18 Uhr bei Real Ademar Leon antreten.
Die Akteure um Trainer Christopher Nordmeyer haben sich nach dem Spiel bei der HBW Balingen-Weilstetten am vergangenen Mittwoch intensiv auf das Spiel vorbereitet. Sie wollen topfit in die Partie gehen und auswärts versuchen, zum Erfolg zu kommen. Dazu ist aber eine überdurchschnittliche Leistung nötig, denn der Gastgeber hat gute Einzelspieler. Leon konnte sich allerdings nur knapp aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore in der 3. Runde des Europapokals gegen die kroatische Mannschaft von RK Nexe (29:34 und 33:28) durchsetzen. In den bisherigen Begegnungen in der Gruppenphase schafften sie einen Sieg gegen Csurgoi KK (28:19) und bei Lugi HF Lund (30:30) ein Remis.
Interessant wird sein, wie die ehemals für Leon spielenden Recken Juan Andreu und Alvaro Ferrer gegen ihre alten Kameraden zur Geltung kommen. Beide kennen sich im Palacio Municipal de los Deportes de Leon, in der 6000 Zuschauer fassenden Sporthalle in Leon, aus und werden versuchen, ihrem Team einen Vorteil zu verschaffen.
Die Spanier werden von Jordi Ribera trainiert und konnten in den letzten Jahren kaum nationale und internationale Erfolge feiern. 2009 gewannen sie die Copa Asobal und einmal 2001 die spanische Meisterschaft. Im Europapokal der Pokalsieger scheiterten sie 2007 im Endspiel am HSV Hamburg.
In eigener Halle sind die Spanier aber sehr stark und können nur durch eine fehlerfreie Leistung bezwungen werden. Rückraumspieler wie Jorge Garcia Vega oder die beiden Serben Predag Dacevic und Predag Vejin werden der Recken-Defensive genauso zu schaffen machen, wie der schwergewichtige Kreisläufer Javier Garcia Lopez mit seinen 131 kg Kampfgewicht. Torge Johannsen und seine Mitspieler freuen sich aber auf die Begegnung in Spaniens Norden und wollen trotz der Reisestrapazen eine kämpferisch starke Vorstellung bieten.
Gelingt nach den beiden Auftaktniederlagen in der Gruppenphase endlich der erste Erfolg, dann kann die TSV mit Selbstvertrauen auf die nächste Aufgabe in der DKB Handball-Bundesliga am Sonnabend, 1. März, bei den Rhein-Neckar Löwen schauen. Nach der Rückreise aus Leon am kommenden Montag haben sie zur Vorbereitung darauf eine Woche Zeit, denn erstmals nach drei „Englischen Wochen“ steht am Mittwoch kein Pflichtspiel auf dem Programm. Die nächste EHF-Cup-Partie wird dann das Heim- und Rückspiel gegen Ademar Leon am Sonntag, 16. März sein.