Insulaner sollen ohne Punkte abreisen

Für Erik Gülzow ist der Weg verbaut. Zwischen zwei Abwehrspielern ist kein Durchkommen. (Foto: st)

TSG hat den Tabellenletzten HSV Insel Usedom zu Gast

BURGWEDEL (st). Eigentlich ist das Spiel der TS Großburgwedel gegen den Tabellenletzten HSV Insel Usedom nur eine Pflichtaufgabe. Das jedenfalls könnte man denken, wenn sich der Blick der Handballfans nur auf die Tabelle der 3. Liga richtet. Sicher ist aber, dass die Begegnung am Sonnabend, 5. März, ab 19 Uhr für die Mannschaft der TSG kein Selbstläufer wird. Ohne den nötigen Ehrgeiz und den Willen zum Sieg wird die Aufgabe in der Halle des Schulzentrums Auf der Ramhorst sehr schwer werden.
Trainer Jürgen Bätjer warnt sein Team, gerade nach der mannschaftlich starken Leistung beim 29:22-Derbysieg bei HSV Hannover, vor Überheblichkeit. Aber Erik Gülzow und seine Mitspieler wissen nur zu gut, dass sie kein Club der Liga unterschätzen sollten. Die Gäste stehen mit dem Rücken zur Wand und haben nur noch eine Chance auf den Klassenerhalt, wenn sie fleißig Punkte sammeln und sofort damit beginnen. Das wollen die TSGer aber unter allen Umständen verhindern. Das im Januar anvisierte Ziel, der 6.Platz, wäre bei einer Niederlage in Gefahr und deshalb soll gegen den vermeintlichen Außenseiter ein Erfolg verbucht werden.
Die Bätjer-Schützlinge werden sich dabei anstrengen müssen, das zeigt schon das Ergebnis aus dem Hinspiel. Mitte Oktober 2015 musste die TSG lange kämpfen um letztlich den 30:27-Sieg sicher zu stellen und zwei Punkte auf die weite Heimreise mitzunehmen. Bätjer wird seine Spieler darauf aufmerksam machen und im Videostudium die Stärken des Gegners aufzeigen.
Die Schlussfolgerung wird aber sein, dass es auf die Mannschaft ankommt, wie sie auftritt und mit welchem Einsatz sie ins Spiel geht. Können Kay Behnke und Co von Beginn an zeigen, welche Qualitäten sie auszeichnen und welche Möglichkeiten sie in Abwehr und Angriff haben, dann ist ein doppelter Punktgewinn möglich. Werden die Spieler die Partie aber zu leicht nehmen und nicht 100-prozentig fit sein, dann könnte es eine Überraschung geben. Leider ist es schwer, jedem Gegner mit vollem Bewusstsein und mit der gleichen Motivation gegenüber zu stehen. Aber Trainer Bätjer wird sicherlich kleine psychologische Tricks auf Lager haben, um sein Team zu überzeugen, alles zu geben.
Zwei Pluspunkte könnten den Burgwedelern weiterhelfen, den augenblicklichen Tabellenplatz zu sichern und den Blick wieder ein wenig nach vorn zu richten. Die nächsten Partien beim SV Anhalt Bernburg (12. März) und gegen die SG Flensburg-Handewitt II (19. März) werden nicht einfacher und deshalb ist ein Erfolg zielführend.