Im MARKTSPIEGEL-Pokal kommt es heute in Burgdorf zum Traumfinale

Auch mit „breiter Abwehrfront“ konnten die Heeßeler den klaren 4:0-Erfolg des TSV Friesen Hänigsen nicht verhindern. (Foto: Kamm)
 
Kaum ein Durchkommen gab es für den SV Hertha Otze gegen eine sehr konzentriert agierende Mannschaft vom SV Ramlingen/Ehlershausen II. (Foto: Kamm)

Mit Friesen Hänigsen und SV Ramlingen/Ehlershausen II setzten sich die stärksten Mannschaften durch

BURGDORF (de). Als richtig hat sich die Entscheidung des Ausrichters vom Marktspiegel-Verlag erwiesen, neben dem MARKTSPIEGEL-Cup ein eigenständiges Turnier für Kreismannschaften um den MARKTSPIEGEL-Pokal auszutragen. 20 Mannschaften lieferten sich in den Vorrundenspielen, die an drei Tagen an fünf Spielorten ausgetragen wurden, sowie im Viertelfinale, das in Otze und Haimar stattfand, bereits spannende Spiele, die insgesamt 1.800 Zuschauer sahen.
Im Halbfinale, das am Mittwochabend auf der Anlage des TSV Friesen Hänigsen ausgetragen wurde, zählte der Veranstalter wiederum 200 Zuschauer. Die traten, soweit sie aus Hänigsen kamen, um so zufriedener die Heimfahrt an, da sich der Gastgeber TSV Friesen Hänigsen im Halbfinale mit 4:0 (1:0) über den Heesseler SV II durchsetzen konnte und nun am heutigen Sonnabend von 17 Uhr an auf der Anlage des 1. FC Burgdorf im Endspiel auf den SV Ramlingen/Ehlershausen II trifft. Die Ramlinger konnten sich im zweiten Halbfinalspiel mit 3:0 (2:0) gegen den SV Hertha Otze zu behaupten. Im Spiel um den dritten Platz stehen sich daher von 15 Uhr an der Heesseler SV II und SV Hertha Otze gegenüber.
Während es heute im Endspiel um den MARKTSPIEGEL-Pokal immerhin um 800 Euro geht, wovon der Sieger allein 500 Euro kassiert, wird der Gewinner des kleinen Finales um Platz 3 mit 200 Euro belohnt, während sich der Verlierer noch mit 100 Euro trösten darf.

TSV Friesen Hänigsen -
Heesseler SV II 4:0 (1:0)

Chancen im Minutentakt ließ die Reserve des Heesseler SV im ersten Halbfinale gegen den TSV Friesen Hänigsen aus. Bevor die „Friesen“ in der 31. Minute durch Manuel Winkelmann bei ihrer ersten Chance zum 1:0 kamen, hätten die Heeßeler längst in Führung gehen können. So vergaben Philipp Hackbarth, Louis Engelbrecht oder auch Benjamin Harmeling völlig freistehend oder scheiterten an Hänigsens überragendem Torhüter Jan Heinemann. „Jan hat uns im Spiel gehalten“, fand dann auch Hänigsens Coach Jürgen Jung, während Heeßels Trainer Olaf Herzog nach der 0:4 (0:1)-Niederlage gegen den TSV Friesen Hänigsen zugeben musste: „Diese Niederlage haben wir uns selber zuzuschreiben.“
Die Vorentscheidung in dieser Begegnung fiel bereits zwei Minuten nach dem Seitenwechsel, als in der 37. Minute Sven Osterloh an seinem 25. Geburtstag nach schöner Vorarbeit von Malte Bork das 2:0 glückte. Fortan war von den Heeßelern nichts mehr zu sehen, die nun resignierten. Nils Bork (53.) erhöhte mit einem an Maximilian Gluch verursachten Foulelfmeter auf 3:0, dem der gefoulte Spieler (66.) noch das Tor zum 4:0-Endstand folgen ließ.
TSV Friesen Hänigsen: Jan Heinemann - Kock (25. Galeszka), Mau, Simon Schreiber, Liebenau - Benjamin Otte, Nils Bork - Osterloh, Winkelmann, Hassen (49. Gluch) - Özden (36. Malte Bork).
Heesseler SV II: Fritsch - Marx, Ehrenberg, Strassburg, Knabenschuh (62. Daug)- Bielmann, Hackbarth, Niedner, Schmidtmann - Harmeling, Engelbrecht.

SV Ramlingen/E. II -
SV Hertha Otze 3:0 (2:0)

Die größten Probleme vor dem Spiel gegen Hertha Otze hatte die Reserve des SV Ramlingen/Ehlershausen vor dem Spiel zu lösen. Da beide Mannschaften nahezu in identischer Trikot-Farbe auflaufen wollten, mussten die Aufwärmshirts der Ramlinger als Trikotersatz herhalten, so dass die Ramlinger Spieler dadurch ohne Rückennummer auflaufen mussten. Dem Tatendrang des Bezirksligaabsteigers tat dies aber keinen Abbruch. Vom Anpfiff an waren die RSEer tonangebend. Lediglich zwei Torchancen ergaben sich für die Herthaner im gesamten Spiel, darunter ein Lattenschuss in der 42. Minute durch Niklas Priess.
Die Entscheidung in dieser einseitigen Partie war im Grunde genommen bereits nach einer Viertelstunde durch die Tore von Christopher Weindl (10.) mit einem Schuss aus der Drehung und durch das 2:0 von Christopher Blaschke in der 13. Minute gefallen. In der 55. Minute war es erneut Christopher Blaschke, der auf 3:0 erhöhen konnte. „Das Ergebnis geht auch in dieser Höhe in Ordnung. Der RSE war uns deutlich überlegen“, musste auch Otzes Kotrainer Markus Schönfeld eingestehen, der seinen beruflich verhinderten Cheftrainer Dirk Bierkamp vertreten musste. Zufrieden präsentierte sich nach dem Schlusspfiff auch Ramlingens Coach Alf Miener. „Das war heute eine eindeutige Angelegenheit für uns. Das Spiel war bereits zur Halbzeit entschieden, Selbst die gelb-rote Karte für meinen Spieler Patrick Richter in der 57. Minute hat sich auf unser Spiel nicht negativ ausgewirkt.“
SV Ramlingen/Ehlershausen II : Dieser - Weindl (64. Steppuhn), Lübbow, Schubert, Köhne - Blaschke, Delil Savucu - Tepper (60. Bawardi), Blech (66. Hennies), Koch (65. Cömlek) - Richter.
SV Hertha Otze: Krüger - Janaszewski, Martin Hoffmeister, Bohnsack, Kubicki - Necat Savucu, Henties, Doran Savucu, Klyscz (65. Badtke), Castronovo - Priess.