Im Lokalderby ist kein Favorit auszumachen

Routinier Andrius Stelmokas ist für das Derby gegen TS Großburgwedel besonders motiviert, da er bereits für die TSG spielte. (Foto: st)

Nachbarschaftsduell zwischen TSV II und TSG zum Auftakt des Jahres

ALTKREIS (st). Es könnte ein guter Start in das Jahr 2016 werden, allerdings trifft diese Aussage auf die beiden Kontrahenten des Nachbarschaftsderbys am Freitag, 15. Januar, ab 20 Uhr in der Burgdorfer Halle der Gudrun-Pausewang-Grundschule zu. Gleich zum Jahresbeginn treffen die TSV Burgdorf II und die Turnerschaft Großburgwedel aufeinander. In diesem Derby steckt viel Spannung, das haben die beiden Teams bereits im Hinspiel in Burgwedel gezeigt und deshalb werden die Zuschauer auf ihre Kosten kommen.
Es ist aber nicht nur ein Nachbarschaftsderby aufgrund der geringen Entfernung von Burgwedel und Burgdorf, sondern auch ein Duell der beiden Nachbarn in der Tabelle der 3. Liga. Die TSG rangiert augenblicklich, nur aufgrund des direkten Vergleichs, auf Platz 5 des Zwischenklassement mit 17:13-Punkten, die TSV II auf Platz 6 ebenfalls mit 17:13-Zählern. Ein Sieg wäre für beide Mannschaften ein optimaler Start in das neue Handballjahr und man könnte den Konkurrenten ein wenig distanzieren.
Von der Leistungsstärke sind die beiden Teams ebenbürtig, beide Vereine setzen in der dritten Liga auf die Jugend und haben damit Erfolge. Die TSG hat sich vor der Saison vornehmlich mit jungen Akteuren ergänzt und damit den Umbruch im Team weiter vorangetrieben. Die TSV formt bereits seit Jahren eine Ausbildungsmannschaft, in der Nachwuchs für das Bundesligateam heranwächst. Damit hat Burgdorf bereits Erfolg, was die Integration von Timo Kastening, Julius Hinz oder Maurice und Yannik Dräger zeigt.
Im Hinspiel hatte die Turnerschaft in der 2. Halbzeit zwar immer knapp aber doch die Nase vorn und gewann letztlich verdient mit 27:25-Toren. Zu diesem Zeitpunkt am zweiten Spieltag der Saison sicherlich eine Überraschung, aber das Team um Trainer Jürgen Bätjer konnte sich als Einheit präsentieren und war auf den Punkt leistungsstark. Mit Sören Kress, der sieben Treffer erzielte und Lennart Koch (5) hatte die TSG ihre Haupttorschützen, aber auch Erik Gülzow (4), Chris Meiser (3) und Kay Behnke (3) strahlten Torgefahr aus.
Bei der TSV II zeichneten sich Maurice und Yannik Dräger mit jeweils sieben Treffern aus, letztlich aber nicht genug um die bärenstarke TSG-Abwehr nachhaltig und gewinnbringend auszuhebeln.
Auch am Freitag wird ein Erfolg nur mit dem unbedingten Willen zum Sieg möglich sein. Im Derby ist alles möglich und die Kampfkraft wird eine große Rolle spielen. Zudem wird sich zeigen, welche Mannschaft die Pause über die Feiertage und den Jahreswechsel am besten überstanden hat. Die Spieler konnten sich ein paar Tage ausruhen und Kraft sammeln. Zu sehr dürfen sie ihre Leistung aber nicht heruntergeschraubt haben, damit jetzt ein doppelter Punktgewinn gelingt.
In jedem Fall wird die Partie ein Leckerbissen für die Handballfans in der Umgebung, denn die wohl stärksten U23-Teams aus Niedersachsen treffen aufeinander. Da die Halle an der Grünewaldstraße nur 400 Besuchern Platz bietet, sichert nur rechtzeitiges Erscheinen einen Sitzplatz. Die Stimmung wird sich auf das Handballfeld übertragen und die Leistungen der beiden Kontrahenten noch verbessern. Der Ausgang der Partie ist aber wohl ungewiss und von der Tagesform abhängig.