Im letzten Heimspiel soll ein Sieg gefeiert werden

Der dänische Nationalspieler Casper Mortensen hatte von der Außenposition zuletzt eine gute Torquote. (Foto: st)

TBV Lemgo gastiert bei der TSV Hannover-Burgdorf

BURGDORF (st). Die Handballsaison neigt sich auch für die TSV Hannover-Burgdorf langsam dem Ende zu. In der Handballbundesliga wird am nächsten Wochenende der letzte Spieltag angepfiffen. Zuvor müssen die Recken aber am heutigen Mittwoch, 7. Juni, ab 19 Uhr ihr letztes Heimspiel absolvieren und wollen sich von ihren Fans mit einem Sieg aus der Saison verabschieden. Am Sonnabend, 10. Juni, gastiert das Team um Trainer Jens Bürkle dann zum Abschluss der Serie beim Bergischen HC.
Sven-Sören Christophersen und seine Mitspieler sind heiß auf einen doppelten Punktgewinn. In eigener Halle vor dem tollen hannoverschen Publikum gegen den TBV Lemgo will die TSV nochmal zeigen, zu welchen Leistungen sie fähig sind und die Serie ohne Sieg im Jahr 2017 soll Geschichte sein. Dazu könnte ein überzeugender Erfolg gegen Lemgo beitragen. Gleichzeitig wollen die Burgdorfer Werbung in eigener Sache machen. Der Vorverkauf für die neuen Dauerkarten für die Saison 2017/2018 hat bereits begonnen und die Verantwortlichen hoffen auf einen guten Absatz.
Mit den bekannten Neuzugängen und einer sicherlich wettbewerbsfähigen Mannschaft für die kommende Spielzeit ist von den Recken einiges zu erwarten. Mit Erik Schmidt, Joakim Hykkerud und Csaba Szücs werden nach dem Spiel gegen Lemgo nur drei Akteure aus dem Kader verabschiedet und so kann Coach Bürkle sich auf eine eingespielte Mannschaft mit zusätzlich effektiven neuen Spielern stützen. Schon jetzt eine spannende Aufgabe für die Ende August beginnende Spielzeit.
Zunächst steht aber noch die letzte Aufgabe in der Swiss Life Hall gegen den TBV auf dem Spielplan. Die Gäste stecken tief im Abstiegskampf und können nur durch einen doppelten Punktgewinn in Hannover noch auf einen Nichtabstiegsplatz klettern. Deshalb wird das Team um Trainer Florian Kehrmann bei der TSV mit Volldampf auftreten und bis zur letzten Minute aufopferungsvoll kämpfen. Die Recken müssen dagegenhalten und den Kampf annehmen. Sie sind Profis genug, um keine Geschenke zu verteilen, sondern an sich und ihre Punkteausbeute zu denken.
Dazu wird die Mannschaft über 60 Minuten kampfbereit sein müssen. Das allein wird aber noch nicht reichen. Immer wieder hatten Timo Kastening und seine Mitstreiter zuletzt minutenlange Schwächephasen, in denen sie keine eigenen Treffer erzielten, aber vom Gegner Tore kassierten. So sind große Führungen mit teilweise acht Toren verspielt worden und dann kam mangelndes Selbstvertrauen hinzu. Die Phase dieser Begegnungen in 2017 ist dramatisch und konnte auch im Spiel bei HSC 2000 Coburg (27:27) nicht durchbrochen werden.
Fast unerklärlich aber 14 Partien ohne einen doppelten Punktgewinn zehrten an den Nerven. Zum Glück ist der Klassenerhalt trotz der negativen Serie nicht in Gefahr, die TSV ist bereits sicher und kann frei aufspielen. Gegen den TBV wird aber dennoch Druck da sein. Die Recken wollen das Heimspiel unbedingt gewinnen, um ihren Fans einen versöhnlichen Abschied zu bieten. Dazu werden sie die Lemgoer Spieler, um den in Hannover bekannten Tim Hornke, zu riskanten Würfen zwingen. Wenn die Defensive der TSV gut steht und die Keeper wichtige Bälle entschärfen können, dann ist Lemgo zu mehr Risiko gezwungen und Fehler im Spielaufbau könnten die Recken dann zum eigenen Vorteil nutzen.
Neben Rechtsaußen Hornke ist auch Rückraumspieler Rolf Hermann gefährlich und erzielte bisher mehr als 100 Treffer für sein Team. Auch die Spielmacher Andrej Kogut und Tim Suton sollten von Erik Schmidt, Mait Patrail und dem Mittelblock gut abgeschirmt werden. Zudem haben die Gäste mit dem Schweden Anton Mansson mit 106 kg ein Schwergewicht als Kreisläufer der Lücken schafft. Gelingt es Trainer Jens Bürkle und seiner Mannschaft, die torgefährlichen Akteure zu neutralisieren und selbst im Angriff nicht nur für Akzente zu setzen, sondern auch für Tore zu sorgen, dann sollte das Heimspiel mit einem Sieg beendet werden können.