Im letzten Heimspiel nochmal Vollgas geben

Einmal mehr konnte Kreisläufer Tim Zechel von der HSG Burgwedel angespielt werden und kann frei auf das Tor werfen. Die Abwehr des Gegners kann nur noch zuschauen. (Foto: st)

HSG Burgwedel erwartet im Derby die Handballfreunde Springe

BURGWEDEL (st). Die HSG Burgwedel hat noch die Chance, den 6.Platz und damit die Qualifikation für den DHB-Pokal zu schaffen. In den verbliebenen zwei Partien muss die Mannschaft um Trainer Jürgen Bätjer zweimal den Platz als Sieger verlassen und der Konkurrent HSG Nieder-Roden müsste Punktverluste einstecken. Die Burgwedeler können das aber aus eigener Kraft ermöglichen und für einen starken Saisonabschluss sorgen. Am Sonnabend, 29. April, planen die Burgwedeler aber erstmal einen Derbysieg gegen HF Springe ein.
Maurice Herbold und seine Mitspieler wollen sich mit einer starken Vorstellung von ihren Fans verabschieden. Und das können sie, denn als Gast am Sonnabend ab 19 Uhr kommen die Handballfreunde Springe nach Burgwedel. Die Gäste wollten um die Meisterschaft in der 3.Liga mitspielen, letztlich wird ihnen aber wohl nur ein Platz im vorderen Tabellendrittel bleiben. Die Springer wollen aber ihren jetzigen 4.Platz verteidigen und werden in der Halle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ keine Geschenke verteilen. Es wird ein spannendes Derby erwartet.
Die Bätjer-Schützlinge haben sich in Springe im Hinspiel gut präsentiert und dem Favoriten einen ebenbürtigen Kampf geliefert. Die knappe 26:27-Niederlage hätte auch anders ausfallen können. Den Punktverlusten trauern der zuletzt 12-fache Torschütze gegen HSC Bad Neustadt (Endstand 37:28), Kay Behnke und seine Mitspieler aber nicht mehr nach. Sie wollen nach vorn schauen und am Sonnabend eine Revanche schaffen.
Möglich ist das nur, wenn Bätjer sich etwas gegen den starken HF-Angriff einfallen lässt. Die Defensive muss kompakt stehen und vielleicht ist eine offensivere Deckungsvariante ein gutes Mittel gegen die starken Springer Angreifer. Mit Durchschnittlich über 27 Treffern pro Spiel gehören die Handballfreunde zu den angriffsstärksten Teams der Liga. In der Defensive sind sie aber verwundbar und die HSG muss versuchen, Lücken in der Springer Abwehr zu finden und diese zu ihren Gunsten zu nutzen. Dazu ist eine gute Chancenverwertung notwendig.
Viele Faktoren, die am Sonnabend dafür sorgen werden, dass letztlich wohl nicht das glücklichere Team gewinnt, sondern die Mannschaft mit der besseren Tagesform. Die Heimatmosphäre in Burgwedel könnte ausschlaggebend sein. Die HSG konnte in eigener Halle bisher oft überzeugen und in 14 Spielen neunmal das Feld als Sieger verlassen. Die Springer dagegen haben eine negative Auswärtsbilanz und sind in fremden Hallen verwundbar.
An Statistiken wird sich Trainer Bätjer aber nicht orientieren. Der Coach und seine Spieler wollen den letzten Heimsieg unter dem Vereinsnamen HSG Burgwedel feiern. In einer Woche wird dann zum Saisonabschluss das Auswärtsspiel bei der HSG Rodgau Nieder-Roden angepfiffen und dann beginnt die Vorbereitung auf die neue Saison mit dem neuen Vereinsnamen HHB (Handball Hannover-Burgwedel).