Im Aufstiegskampf ist Heeßel auf fremde Hilfe angewiesen

Heeßels Torhüter Benjamin Brosche kann mit ausgezeichnetem Stellungsspiel ein Tor des Hamelners Felix Forche verhindern. (Foto: Kamm)

Enttäuschendes 0:0-Unentschieden gegen SG Hameln 74

HEESSEL (kd). Beim Heesseler SV ist der Wurm drin. „Die Bälle, die in der Hinserie noch in das Tor des Gegners gingen, verfehlen jetzt ihr Ziel“, stellte Trainer Niklas Mohs vom Tabellendritten der Fußball-Landesliga nach dem enttäuschenden 0:0-Remis gegen die SG Hameln 74 selbstkritisch fest.
Dabei waren die Voraussetzungen nach dem 23. Spieltag am 12. April für Heeßel gerade zu ideal. Der Heesseler SV hatte zuvor den TuS Garbsen mit 3:1 bezwungen und einiges deutete darauf hin, dass der Aufstieg in die Oberliga angesichts von noch zwei ausstehenden Nachholspielen und zwei Auswärtsspielen lediglich Formsache sei, da der kleine HSV von allen Titelaspiranten die mit Abstand beste Ausgangsposition besaß. Nicht so bei Heeßels Coach Niklas Mohs, der eine andere Meinung vertrat und schon damals warnte: „Für mich ist der VfL Bückeburg aufgrund seiner Abgeklärtheit und Erfahrung im Auf- und Abstiegskampf favorisiert. Außerdem haben die Bückeburger von allen Meisterschaftsanwärtern das leichteste Restprogramm vor sich.“
Der Aussage von Heeßels Trainer folgte nach dem Sieg über TuS Garbsen prompt eine 0:1-Niederlage beim TSV Pattensen. Zwar wurden die Heeßeler im Nachholspiel beim SV Alfeld bei ihrem 2:1-Sieg ihrer Favoritenrolle gerecht, doch büßte der einstige Tabellenführer fünf Tage später bei seiner 1:2-Heimniederlage gegen den TuS Sulingen prompt den Nimbus einer zu Hause unbesiegbaren Mannschaft ein – bis dahin hatten sie in Heimspielen noch keinen Punkt abgegeben.
Am Sonntag folgte vor dem gestrigen Nachholspiel am Dienstag zu Hause gegen den Tabellenzehnten SV Bavenstedt (Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor) gegen den wieder erstarkten Aufsteiger SG Hameln 74 ein enttäuschendes torloses Unentschieden.
Unabhängig vom gestrigen Ausgang des Spiels gegen den SV Bavenstedt kann der Heesseler SV nicht mehr aus eigener Kraft Meister werden, da der Abstand auf den VfL Bückeburg vier Spieltage vor Saisonschluss bereits fünf Punkte beträgt. „Auf fremde Hilfe angewiesen zu sein, ist immer blöd“, findet auch Niklas Mohs, der mit seiner Mannschaft aber alles daran setzen will, in dem auf Freitag, 8. Mai, auf 19.30 Uhr vorgezogenen Heimspiel gegen die SpVgg Bad Pyrmont nicht mit einem weiteren Punktverlust die theoretisch vorhandene Chance auf den Aufstieg in die Oberliga zu verspielen. Dass die Heeßeler, die aus ihren letzten vier Spielen nur drei Punkte holen konnten, von den Kurstädtern nichts geschenkt bekommen werden, verdeutlicht ein Blick auf die Tabelle: Die SpVgg Bad Pyrmont trennt trotz ihres mit 26 Toren führenden Landesligatorjägers Christopher Loges nur noch vier Punkte von den Abstiegsplätzen.