HSG will im Derby gegen den HSV Stärke zeigen

Chris Meiser von der HSG Burgwedel geht oft dahin, wo es wehtut. (Foto: st)

Nachbarschaftsderby zwischen der HSG Burgwedel und HSV Hannover

BURGWEDEL (st). In der 3.Liga der Handballer kommt es am kommenden Wochenende zum Derby zwischen der HSG Burgwedel und HSV Hannover. Eine spannende Partie wird erwartet, die in Sachen Kampf, Einsatz, Taktik und Spannung sicherlich einiges zu bieten haben wird. Die Zuschauer werden sich auf eine vielleicht nicht hochklassige, aber bestimmt dramatische Begegnung der beiden Kontrahenten einstellen können.
Für die beiden Mannschaften aus Burgwedel und Hannover ist das Derby ein wichtiges Spiel, denn der Sieger kann sich in der Tabelle im oberen Mittelfeld behaupten und mit viel Selbstvertrauen in die letzten drei Partien des Jahres und der Hinrunde gehen. Die HSG Burgwedel bestreitet am Sonnabend, 26.November, ab 19 Uhr bereits das zweite Derby in eigener Halle. Am 10. Dezember folgt dann noch das Derby bei HF Springe. Und die Mannschaft um Trainer Jürgen Bätjer hat bisher eine gute Leistung geboten. Gegen die TSV Burgdorf II gab es einen 19:16-Erfolg. Das war zwar gerade im Angriff kein Sahnetag für die HSG-Spieler, aber in der Defensive und kämpferisch boten Tim Zechel und Co eine starke Vorstellung, sowie auch zuletzt beim 27:23-Auswärtssieg bei der MSG Groß Umstadt.
Gegen den HSV Hannover muss die Einstellung ebenfalls stimmen. Die Burgwedeler können in diesem Derby wohl nur über den Kampf zum Spiel finden, aber das haben sie in den bisherigen Heimspielen schon mehrfach erfolgreich unter Beweis gestellt. Bätjer wird seine Schützlinge in Videosequenzen über die Qualitäten der Hannoveraner aufklären und ihnen wohl einige Lücken und Schwächen des HSV-Teams aufzeigen. Die Schwächen müssen die HSG-Akteure dann zu ihrem Vorteil nutzen. Gelingt das, dann ist ein doppelter Punktgewinn in Reichweite.
Allerdings haben sich Torwart Patrick Anders und seine Vorderleute in den letzten Begegnungen schwankend gezeigt und nicht immer über 60 Minuten volle Konzentration bewiesen. So haben sich gute mit schlechten Phasen abgewechselt und neben technischen Fehlern ist auch die Chancenverwertung noch nicht optimal. Das sollte bis Sonnabend zumindest in Ansätzen abgestellt werden, obwohl es keine 100prozentige Torquote gibt. Aber die Fehler in der Offensive sind oftmals eine Einladung an den Gegner, um mit schnellem Spiel zu leichten Torerfolgen zu kommen. Ist die Fehlerquote aber gering, dann kann ein ruhiger Spielaufbau zu eigenen Treffern genutzt werden und die Deckung schnell wieder ihre Formation finden.
Die Bilanz der beiden Teams in den letzten Jahren spricht für HSV Hannover. Achtmal trafen beide Mannschaften in der 3. Liga bereits aufeinander und viermal konnte der HSV zwei Punkte gewinnen. Zweimal war die HSG Burgwedel erfolgreich und zweimal trennten sich beide Teams unentschieden. In der vergangenen Saison in der Nordstaffel gab es keinen Heimsieg. HSV gewann in Burgwedel knapp mit 19:18-Toren und die HSG, damals noch TSG sicherte sich in Hannover einen deutlichen 29:22-Erfolg. Mit viel Schwung und dem Rückhalt der eigenen Fans können die Burgwedeler am Sonnabend diese Derbybilanz verbessern.