HSG mit einer ausgeglichenen Bilanz

Maurice Herbold von der HSG Burgwedel ist immer für wichtige Treffer im Spiel verantwortlich. (Foto: st)

Trainer Jürgen Bätjer war mit der Hinrunde nicht zufrieden

BURGWEDEL (st). Seit 2012 ist Jürgen Bätjer Trainer beim Drittligisten HSG Burgwedel. In jeder Saison kommt wieder eine besondere Herausforderung auf den Coach und natürlich seine Spieler zu. So begann die Saison 2016/2017 in der 3.Liga Ost mit vielen Unbekannten und mit einer Mannschaft, deren Leistungsstärke erst in den Folgemonaten erkennbar wurde.
Durch die neue Staffeleinteilung war eine Prognose auf den Ausgang der Serie schwierig und aufgrund von Verletzungen in der Vorbereitung und in der Anfangsphase der Serie ließ sich die junge Burgwedeler Mannschaft nicht in einen Zielkorridor zwängen. Die Neuzugänge Tim Zechel und Sven Mevissen versprachen einen guten Start, der mit 8:6-Punkten dann eher durchwachsen ausfiel. Schwache Auswärtspartien wie beim TV Gelnhausen (22:25) folgten starke Partien, wie gegen den Nachbarn TSV Burgdorf II (19:16). In eigener Halle präsentierten sich die HSGer meist kampfstark, mussten aber gegen die Spitzenmannschaften HC Elbflorenz (21:23) und TV Großwallstadt (27:28) bittere Niederlagen hinnehmen.
Als die Mannschaft, die teilweise nur mit einem Rumpfteam von neun Feldspielern antreten und trainieren musste, auswärts ebenfalls mit Mut und Einsatzwillen agierte und aus drei aufeinanderfolgenden Spielen, bei HSG 2000 Coburg II (29:27), TV Groß Umstadt (27:23) und HSC Bad Neustadt (26:26), fünf Punkte einspielte, ging die Tendenz nach oben. Ein starkes Zeichen der HSG, die sich seit dem ersten Spiel immer wieder mit einem verminderten Kader durchschleppen musste. Die Vorbereitung der Burgwedeler auf die Spiele verlief nur selten optimal. Stammspieler wie Sören Kress, Maurice Herbold, Kay Behnke oder Lennart Carstens, um nur einige Beispiele zu nennen, mussten durch vermehrten Einsatz der anderen Akteure ersetzt werden.
HSG-Trainer Jürgen Bätjer nahm es wie es ist und verteilte beispielsweise nach dem erkämpften Unentschieden in Neustadt viel Lob an sein Team: „Das war schon toll, wie wir uns heute hier verkauft haben. Wir haben uns mit einem Minikader gut verkauft und unsere Haut sehr teuer zu Markte getragen.“ Das zeigte, dass der kämpferische Einsatz der Mannschaft vorbildlich ausfiel und ein so junges Team in der Spur gehalten werden konnte. Was wäre herausgesprungen, wenn die HSG von Beginn an mit komplettem Kader gespielt hätte?
Da dies nicht der Realität entspricht, sollte es nicht weiter betrachtet werden. Die beiden letzten Begegnungen im Dezember vor der Pause zum Jahreswechsel bei HF Springe (26:27) und gegen die HSG Rodgau-Nieder-Roden (26:30) wurden ohne Punktgewinn abgeschlossen. Damit erzielte die HSG nach 15 Spielen und zum Abschluss der Hinrunde ein Punktekonto von 15:15 und Platz 8. Ein durchaus respektable Leistung wenn die Voraussetzungen betrachtet werden. Trainer Jürgen Bätjer war mit seinem jungen Team nach der letzten Heimniederlage nicht so ganz zufrieden: „Trotz aller widrigen Umstände erwarte ich von meiner Mannschaft mehr Biss und auch mehr Professionalität. Ich nehme mich da nicht aus. 15:15 Punkte und Tabellenplatz 8 reichen uns nicht aus. Wir haben in der Hinrunde einige Punkte liegengelassen und uns selbst um eine bessere Platzierung gebracht. Ich hoffe, dass Sören Kress im Januar wieder dabei ist und wir mit neuer Energie in die Rückrunde starten können. Die Situation vor einem Jahr war vergleichbar. Dieses Mal wollen wir das besser machen.“
Der Start in das Jahr 2017 wird nicht einfach sein, denn mit dem Auswärtsspiel bei der SG LVB Leipzig am 15.Januar und dem Heimspiel gegen den Favoriten auf den Aufstieg in die 2.Bundesliga, Eintracht Hildesheim, am 20.Januar stehen gleich schwere Aufgaben auf dem Spielplan.