HSG hätte bessere Platzierung verdient

Jürgen Bätjer von der HSG Burgwedel ist mit 8. Platz zufrieden

BURGWEDEL (st). Zwei bis drei verschenkte Punkte hätten der HSG Burgwedel in der abgelaufenen Saison 2016/2017 zu einer besseren Platzierung gereicht. Damit wäre vielleicht sogar die Qualifikation zum DHB-Pokal erreicht worden. Aber hätte oder könnte ist nach einer Spielzeit immer möglich, Fakten sind aber die Realität und am Ende hat die Handballmannschaft um Trainer Jürgen Bätjer zum Saisonende in der 3. Liga den 8. Tabellenplatz erreicht. Eine gute Platzierung, die Potenzial für die kommende Spielzeit offen lässt und alles andere als enttäuschend ist.
Die vor drei Wochen zu Ende gegangene Serie der HSG Burgwedel war eine Übergangsmission in der Entwicklung des Burgwedeler Handballs. Aus der Turnerschaft (TS) Großburgwedel wurde die HSG Burgwedel gebildet, die in der Saison 2017/2018 nun als Handball Hannover-Burgwedel (HHB) antritt. Die Burgwedeler Verantwortlichen wollen sich als Verein aus der unmittelbaren Umgebung von Hannover präsentieren und sich somit für potenzielle Sponsoren aus der Landeshauptstadt interessant machen. Eine durchaus nachvollziehbare Entscheidung.
In der abgelaufenen Serie gelang es Coach Bätjer wieder einmal aus einer jungen Truppe eine spielstarke Mannschaft zu formen. Obwohl das Team um Chris Meiser in den ersten Partien noch kein echtes Mannschaftsgefüge zeigte, konnten wichtige Erfolge eingespielt werden und sich die HSG mit 8:6-Punkten im Mittelfeld festsetzen. Siege gegen HSG Hanau (24:19) oder im Derby gegen die TSV Burgdorf II (19:16) ließen positive Rückschlüsse für die weitere Saison zu. Leider zeigte sich aber auch eine Auswärtsschwäche, die ein besseres Abschneiden des Teams verhinderte.
Bis zum Ende der Hinrunde in der starken 3.Liga Ost blieben die Leistungen der HSG durchwachsen und mit 15:15-Punkten blieb der Mittelfeldplatz 8 erhalten. Schmerzlich dabei waren gerade zum Ende des Jahres 2017 einige knappe Niederlagen, die vielleicht aber auch auf mangelnde Erfahrung der Spieler um Tim Zechel zurückzuführen war. Gleich mehrfach verschenkten die HSGer Punkte in den letzten Sekunden eines Spieles.
Die Rückrunde begann mit einem 33:28-Auswärtserfolg bei der SG Leipzig und in der Folgezeit gelangen nicht nur Auswärtssiege wie beim 30:19-Erfolg bei der TSV II, sondern deutliche Heimsiege wie das 28:19 gegen MSG Groß Bieberau/Modau. Die Bätjer-Schützlinge verbesserten sich auf 25:19-Punkte und auf den 7. Platz. Dieser Platz und die Chance, mit dem 6.Platz die Teilnahme am DHB-Pokalwettbewerb sicherzustellen, konnten bis zum letzten Spieltag verteidigt werden. Leider gelang im Endspiel um die Qualifikation gegen HSG Nieder-Roden dann nicht mehr der erhoffte deutliche Sieg und die 25:32-Niederlage bedeutete noch ein Abrutschen auf Platz 8.
Für alle Beteiligten dennoch ein Erfolg, denn die Mannschaft war vor der Serie auf einigen Positionen verändert und verjüngt worden. Das wird sich auch für die Saison 2017/2018 nicht vermeiden lassen. Es wird einen echten Umbruch geben, denn mit Patrick Anders, den Gebrüdern Jannis und Nils Wilken, Eric Gülzow, Christian Hoff, Tim Zechel, Chris Meiser und Sören Kress verlassen acht Akteure das Team. Zur neuen Spielzeit wird deshalb eine ganz neue Mannschaft geformt.
Letztlich fällt das Saisonfazit positiv aus, obwohl noch etwas mehr möglich war. Das sieht auch Trainer Bätjer so: „Mein Saisonfazit fällt positiv aus, auch wenn 2-3 unglücklich verschenkte Punkte auch ein wenig schmerzen. Man darf aber nicht unsere Rahmenbedingungen vergessen. Lennart Carstens hat kein einziges Spiel gemacht und zentrale Spieler wie Chris Meiser und Sören Kress waren bei uns verletzungsbedingt für mehrere Wochen außer Gefecht gesetzt. Auch Kay Behnke ist erst in der zweiten Saisonhälfte in Schwung gekommen. Manchmal hat dann auch die breitere Bank über Sieg und Niederlage entschieden. Im Rahmen unserer Möglichkeiten haben wir aber eine gute Saison gespielt, der Klassenerhalt stand früh fest und unterm Strich sind wir zufrieden. Ich freu mich jetzt erst einmal auf eine Handballpause. Als HHB wollen wir dann zur neuen Saison angreifen. Das wird eine spannende Angelegenheit.“