HSG Burgwedel will den Favoriten ärgern

Jannis Wilken von der HSG Burgwedel sieht ziemlich verbissen aus, will aber einen Treffer für sein Team erzielen. (Foto: st)

Eintracht Hildesheim gastiert zum Handballderby

BURGWEDEL (st). Die Handballspielgemeinschaft (HSG) Burgwedel trifft gleich im zweiten Spiel des Jahres auf einen guten Bekannten, aber auch gleich auf den Spitzenreiter der 3. Liga Ost und ist im Derby krasser Außenseiter.
Während bei den Fußballern noch Winterpause ist, können die Handballer in den warmen Hallen ihre Punktspiele fortsetzen. Spannend wird es dabei schon am Freitag, 20. Januar, ab 20.00 Uhr in der Sporthalle des Burgwedeler Schulzentrums „Auf der Ramhorst“. Dort stellt sich Eintracht Hildesheim vor und zahlreiche Zuschauer werden die Begegnung verfolgen, denn im Derby könnten Tim Zechel und seine Mitspieler für eine Überraschung sorgen.
Im zweiten Rückrundenspiel will die HSG Burgwedel um ihren engagierten Coach Jürgen Bätjer den Hildesheimern, dem Topfavoriten auf die Meisterschaft in der 3.Liga und dem damit verbundenen Aufstieg in die 2. Bundesliga, lange Zeit Paroli bieten.
Das schaffte der Gastgeber im Hinspiel in Hildesheim bis Mitte der ersten Spielhälfte. Die HSGer mussten letztlich eine 23:28-Niederlage einstecken, konnten den starken Eindruck beim Auftakterfolg gegen die SG LVB Leipzig aber zeitweise bestätigen. Die Mannschaft hatte aber noch nicht die Sicherheit und sah sich einer bärenstarken Eintracht gegenüber, die verdient beide Punkte einspielte.
Die Partie am Freitag wird eine andere sein, denn in eigener Halle kann die HSG jeden Gegner schlagen. Die Mannschaft um Keeper Patrick Anders will über den Kampf zum Spiel finden und seine Fans begeistern.
Das wird aber nur gelingen, wenn die Hildesheimer Angriffe schnell und aggressiv unterbunden werden und der Favorit in seinen Angriffsbemühungen gestört wird. Machen die Gäste Fehler, dann können Kay Behnke und Co diese für schnelle Gegenstöße nutzen und sich selbst einen Vorteil verschaffen.
Das Hinspiel blieb bis zur 47. Minute spannend und die Burgwedeler schafften einen 20:20-Zwischenstand. Dann zog die Eintracht aber mit fünf Toren in Folge auf 25:20-Toren davon. Innerhalb von sechs Minuten wurden die HSGer geschlagen, obwohl sie lange mithalten konnten. Das soll dem Spitzenreiter am Freitag nicht glücken, denn die Bätjer-Schützlinge wollen 60 Minuten lang hellwach sein und ihrem Kontrahenten einiges an Einsatzwillen entgegensetzen.
Gelingt es der Heimmannschaft Robin John, Andreas Simon, Maurice Lungela, Ivan Kucharik und auch Nikolaos Tzoufras in den Griff zu bekommen und zu verteidigen, dann könnte der Gast um den langjährigen Trainer Gerald Oberbeck entscheidend gestört werden. Aber auch die eigene Offensive muss treffsicher sein und die Eintracht-Torwarte Pascal Kinzel und Jakub Lefan bezwingen.
Die Tabellensituation spricht eindeutig für die Hildesheimer, aber mit Freude am Spiel und dem unbändigen Willen zum Sieg lässt sich der Favorit in der Burgwedeler Halle besiegen. Das wollen Eric Gülzow und seine Mitspieler versuchen und brauchen dazu auch die lautstarke Unterstützung der Zuschauer, die wie der achte Mann hinter der HSG stehen und damit Kraftreserven der Gastgeber erzeugen könnten.
Gleich zu Anfang des Jahres ein interessantes Handballderby, dass für die weitere Entwicklung der HSG richtungsweisenden Charakter haben könnte.