Heeßels Talente sind auf dem Sprung

Henrik Ernst, hier noch im Trikot des Heesseler SV, ist bei Hannover 96 auf dem Sprung zur Bundesliga. Foto: Klaus Depenau (Foto: Klaus Depenau)

Hendrik Großöhmichen wechselt zum 1. FC Magdeburg

HEESSEL (mj). Nach den zahlreichen Spielausfällen der vergangenen Wochen sieht der Spielplan der Fußball-Bezirksoberliga nun vor, dass der Tabellendritte Heesseler SV am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Germania Grasdorf (15 Uhr) die Rückrunde fortsetzt. Ob es dazu kommt, bleibt angesichts der herrschenden Witterungs- und Platzverhältnisse abzuwarten.
Doch gibt sich Niklas Mohs zuversichtlich. „Ich bin guter Dinge, dass es am Sonntag endlich losgeht.“ Noch dazu, wo Heeßels Trainer gute Erinnerungen an den sonntäglichen Gegner hat. „Das Hinspiel haben wir in Grasdorf mit 3:1 gewonnen, obwohl wir nach einer gelb-roten Karte für Tobias Clausing in Unterzahl spielen mussten“, erinnert sich der HSV-Coach, der gegen den vom Abstieg bedrohten Tabellenneunten aus Grasdorf seine Bestbesetzung zur Verfügung hat. Gute Voraussetzungen also, mit einem Heimsieg die Rückrunde fortzusetzen.
Fernab des normalen Spielbetriebs lässt Heeßels Talentschmiede aufhorchen. So machen ehemalige Spieler des „kleinen HSV“, wie der Burgdorfer Vorortverein liebevoll von seinen Fans genannt wird, von sich reden. Allen voran Henrik Ernst, der als Vertragsspieler von Hannover 96 II am 17. Oktober des vergangenen Jahres in der Profimannschaft beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt (1:2) bereits sein Debüt feiern konnte. Fortan zählte der 23-jährige Mittelfeldspieler bereits einige Male zum Kader der vom Abstieg bedrohten Bundesligamannschaft.
Während der 1.89 Meter große Mittelfeldspieler weiterhin von der Bundesliga träumen darf, ist ein weiterer in Heeßel groß gewordener Spieler froh, wieder in der 4. Liga Tritt fassen zu können.
Dies allerdings bei einem Renommierverein wie dem 1. FC Magdeburg, dem Europapokalsieger der Pokalsieger von 1974. Der seit dem 1. Juli des vergangenen Jahres vereinslose Defensivspieler Hendrik Großöhmichen wechselt für die verbleibenden Rückrundenspiele zum Regionalligisten 1. FC Magdeburg. Der 24-jährige Abwehrspieler ging aus der Jugend des Heeßeler SV hervor. Als B-Jugendlicher schloss sich der 1.90 Meter große Spieler dem VfL Wolfsburg an, von wo er 2004 zu den Amateuren von Hannover 96 wechselte. In der Saison 2005/2005 gehörte Hendrik Großöhmichen unter 96-Trainer Ewald Lienen einige Male zum Kader der Profimannschaft. 2006 führte der Weg des aus Heeßel stammenden Spielers für zwei Jahre zum VfL Osnabrück, wo er mit der Mannschaft den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte. Ein Jahr lang war der Defensivspezialist dann bei Holstein Kiel aktiv, wo er mit den „Störchen“ den Aufstieg in die 3. Liga schaffte. Trotz 18 Regionalligaspiele setzte der damalige Holstein-Trainer Falko Götz nicht mehr auf Hendrik Großöhmichen, ehe ihn nun der Ruf aus Magdeburg ereilte, wo er beim mehrmaligen DDR-Meister zukünftig das Trikot mit der Rückennummer 4 tragen wird.
Ein weiterer ehemaliger Spieler des Heeßeler SV ist Arne Ruff. Der 25-jährige Mittelfeldspieler war bis zur Winterpause beim Oberligisten BSV Ölper aktiv, wo der Student zu den Leistungsträgern gehörte und als achtfacher Torschütze von sich reden machte. In der Winterpause schloss sich Arne Ruff nun dem VfB Oldenburg an, wo er sich nach nach einem erfolgreichen einwöchigen Probetraining über die in der Bezirksligamannschaft spielende Reserve für den Kader des Tabellenzweiten der Oberliga West empfehlen will. „Ein talentierter, physisch starker Spieler, der sehr ehrgeizig und absolut fußballverrückt ist“, urteilt VfB-Cheftrainer Joe Zinnbauer über seinen Neuzugang.