Heesseler SV will sich in Bavenstedt rehabilitieren

Heeßeler haben bereits elf Punkte Rückstand auf die Spitze

HEESSEL (kd). Trainer Niklas Mohs vom Heesseler SV wird sich seine Gedanken machen müssen. Spätestens nach der 0:6 (0:0)-Derbypleite im Spiel gegen den SV Ramlingen/Ehlershausen vor gut 200 Zuschauer in der Burgdorfer MARKTSPIEGEL-Arena dürfte beim Heesseler SV Ernüchterung eingekehrt sein.
Bei derzeit nur 11 Punkten läuft der kleine HSV nach acht Spielen in der Fußball-Landesliga Gefahr, bei bereits elf Punkten Rückstand auf den noch ungeschlagenen Tabellenführer HSC Hannover nicht nur den erhofften Aufstieg in die Oberliga zu verpassen, zumal sich auch die punktgleichen Mannschaften vom SV Ramlingen/Ehlershausen und dem TSV Pattensen mit bereits acht Punkten von den Heeßelern abgesetzt haben. Viel schlimmer könnte sich für den kleinen HSV erweisen, dass er nach der zum Ende der Saison geplanten Fusion mit der TSV Burgdorf zum neuen Verein Grün-Weiß Burgdorf-Heeßel dann als Absteiger in die Bezirksliga absteigen müsste - sofern also keine der beiden Mannschaften den Aufstieg in die Oberliga schaffen sollte und es der TSV Burgdorf gelingen sollte, am Ende in der Tabelle vor den Heeßelern zu stehen.
In der Verfassung, wie sich die Mannschaft von Trainer Niklas Mohs am Sonnabend gegen den RSE bei der 0:6 (0:0)-Pleite präsentiert hat, ist dies durchaus realistisch. So paradox es klingen mag. Heeßel konnte bei der Vielzahl der Ramlinger Chancen sogar von Glück sagen, dass es zur Halbzeit noch 0:0 und nicht 1:5 stand. Lediglich eine klare Torchance besaßen die Heeßeler in der 1. Halbzeit, als nach einem Pressschlag im Mittelfeld in der 17. Minute Kesip Caran freistehend an RSE-Torwart André Wessolleck scheiterte und damit die mögliche 1:0-Führung vergab. Ansonsten war von Heeßel wenig zu sehen, was nicht allein daran gelegen haben kann, dass mit Kapitän Mark Wielitzka aufgrund eines Auslandaufenthaltes ihr mit Abstand torgefährlichster Spieler fehlte. Als dann auch noch Jannis Iwan in der 34. Minute aufgrund einer schweren Zerrung ausgewechselt werden musste, war es restlos vorbei mit dem Heesseler SV, der auch noch in der 72. Minute Steven Kriesten nach einer Notbremse mit einer roten Karte verlor und daher am Sonnabend um 16 Uhr beim SV Bavenstedt ersetzt werden muss.
Dem Hildesheimer Vorortverein wurden, ebenso wie den Heeßelern, vor der Saison Aufstiegsambitionen nachgesagt. Doch patzte die Mannschaft von Trainer Stephan Pietsch zuletzt überraschend gleich zweimal zu Hause gegen die SG Hameln 74 (1:2) und am vergangenen Sonnabend gegen TuS Garbsen (0:2), so dass die Bavenstedter mit nun 14 Punkten auf den 4. Tabellenplatz abgerutscht sind. Die Heeßeler haben also am Sonnabend beim SV Bavenstedt mit ihrem Rückkehrer Mark Wielitzka eine gute Chance, sich zu rehabilitieren.