Heesseler SV überrascht in der Landesliga als Tabellenzweiter

Oftmals nur mit einem Foul zu stoppen, ist Heeßels Torjäger Mark Wielitzka (rechts). (Foto: Kamm)

Ausgeglichenheit ist das große Plus der Heeßeler Mannschaft

HEESSEL (de). Wenn von den positiven Überraschungen im bisherigen Saisonverlauf in der Fußball-Landesliga die Rede ist, dann ist auf jeden Fall ein Verein zu nennen, den man vor Saisonbeginn nicht unbedingt zum Favoritenkreis gezählt hatte. Die Rede ist vom Heesseler SV, dem Senkrechtstarter der Landesliga.
Was kaum einer erwartet hatte: Der Heesseler SV geht nach 17 Spielen in der Fußball-Landesliga mit 34 Punkten und einem Torverhältnis von 52:25 Toren als Tabellenzweiter in die Winterpause. Dabei hatte doch noch vor dem Punktspielauftakt Heeßels Trainer Niklas Mohs immer wieder betont, dass es das erklärte Ziel seines Vereins sei, so schnell wie möglich die nötigen Punkte zu holen, die für ein weiteres Jahr ein sportliches Überleben in der Landesliga garantieren.
Nach sechs Spielen mit nur 7 Punkten deutete nach dem 1:2 gegen Arminia Hannover, 2:2 beim TSV Pattensen, 5:0 über SV Alfeld, 3:4 beim HSC BW Tündern, 4:3 über HSC Hannnover und dem 1:2 bei Fortuna Sachsenroß Hannover einiges darauf hin, dass Niklas Mohs mit seiner Einschätzung richtig liegen sollte, dass es keine einfache Saison für seine Mannschaft werden würde. Doch weit gefehlt. Heeßels Kicker widerlegten die Befürchtungen von Niklas Mohs. In den darauf folgenden elf Begegnungen blieb der Heesseler SV seit dem 16. September ohne Niederlage. Imposante 27 Punkte holten die Heeßeler aus den Spielen gegen Blau-Weiß Neuhof (6:0), TSV Burgdorf (2:1), SV Bavenstedt (2:1), SpVgg Bad Pyrmont (2:1), SC Harsum (4:1), OSV Hannover (1:1), TSV Mühlenfeld (11:3), TuS Sulingen (3:1), SV Ramlingen/Ehlershausen (3:2), Arminia Hannover (1:1), TSV Pattensen (1:1). Als besonders prestigeträchtig werden die HSV-Fans die Tatsache empfinden, dass ihre Mannschaft beide Altkreisderbys gegen die TSV Burgdorf und den RSE gewinnen konnte.
Die Punktausbeute von 34 Zählern lässt den Heeßelern im Kampf um den Titel noch alle Optionen offen, ein entscheidendes Wort mitzureden. So verfügt Arminia Hannover als Tabellenführer mit 39 Zählern nur über fünf Punkte mehr als die Elf von Trainer Niklas Mohs. Allerdings haben die Arminen ein Spiel weniger als die Heeßeler ausgetragen.
Sofern die Heeßeler ihre gute Form in der Winterpause aufrecht erhalten können und ab dem 9. März mit dem Heimspiel gegen den HSC BW Tündern ihre noch 13 ausstehenden Rückspiele in der Landesliga in der gewohnten Form fortsetzen können, besitzen sie trotz der Vormachtstellung der Arminen realistische Chancen, bei der Vergabe des Meistertitels ein entscheidendes Wort mitzureden. Und dies, obwohl sie bereits beide Spiele gegen Arminia Hannover absolviert haben. Was für die Heeßeler spricht, ist die Tatsache, dass sie nur noch fünf Auswärtsspiele, dafür aber noch acht Heimspiele zu bestreiten haben. In den bisherigen Heimpartien gingen die Heeßeler nur im Eröffnungsspiel gegen die Arminen (1:2) und gegen TSV Pattensen (1:1) nicht als Sieger hervor, was für die noch ausstehenden Rückspiele hoffen lässt. In den Auswärtsspielen kam der Heesseler SV in 10 Spielen bisher zu fünf Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen.
Mit 52 erzielten Treffern verfügt der Heesseler SV über den mit Abstand torgefährlichsten Angriff der Liga. Allerdings musste die Elf von Trainer Niklas Mohs mit 25 Treffern so viele Gegentore kassieren wie keine andere Spitzenmannschaften. Was für die Ausgeglichenheit des kleinen HSV spricht: Mit Kesip Caran und Mark Wielitzka, die jeweils 11 Treffer erzielten, sowie Jannis Iwan (8 Tore), Moritz Peithmann (7 Tore) und Arne Kübek (6 Treffer) verfügen die Heeßeler gleich über fünf torgefährliche Schützen.
In der Fairnesstabelle belegt der Heesseler SV den 12. Rang. Zwar kassierte die Mannschaft nur 28 gelbe Karten. Doch verdarben zwei gelb-rote und zwei rote Karten eine bessere Platzierung.