Heeßel konnte vor dem Gastspiel von Hannover 96 bereits punkten

Vor allem die Kinder werden nach dem Spiel gute Möglichkeiten haben, ein Autogramm zu ergattern. (Foto: Kamm (Archiv))
 

Am Dienstag weht ein Hauch von Bundesliga durch Heeßel

HEESSEL (kd). Etwas Außergewöhnliches hat sich der Heesseler SV einfallen lassen. Der Fußball-Landesligist feiert am kommenden Dienstag, 22. März, von 14 Uhr an einen bunten Familientag, bei dem von 15.30 Uhr an das Gastspiel des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 beim Heesseler SV im Mittelpunkt steht.
„Die frühe Anstoßzeit von 15.30 Uhr stört uns überhaupt nicht. Einerseits sind Osterferien, andererseits wird die gesamte Heeßeler Juniorenabteilung auf unserer Anlage sein“, verspricht Michael Winkelmann. Heeßels Medienbeauftragter weiß auch: „Unsere Landesligaspieler sind alle heiß, wie die eigens erstellte Werbekampagne unserer Spieler beweist.“ Die Fotostaffagen der Heeßeler Spieler sind dann auch mit markigen Aussagen an die 96-Spieler, wie an Ron-Robert Zieler, belegt: „Ron-Robert, welche Ecke darf es sein.“ An die Adresse von Salif Sanè heißt es: „Sané zieh Dich warm an.“ 96-Angreifer Artur Sobiech muss sich sagen lassen: „Sobiech, mein Kasten bleibt sauber“, während Hugo Almeida unverhohlen gedroht wird: „Almeida, hier kommst Du nicht durch.“
Ob die freundlich gemeinten „Drohungen“ am Dienstagnachmittag realisiert werden können, bleibt allerdings abzuwarten. „Wir erwarten nach den ersten Ergebnissen des bereits angelaufenen Vorverkaufs in den SKRIBO Schüler Shops in Burgdorf, Uetze, Hänigsen und Edemissen, dem MARO Schreibwaren in Lehrte und Hannover-Linden, dem Haar-Team Wadewitz in Burgdorf sowie unseres Vereinsheims in Heeßel mindestens tausend Besucher“, zeigt sich Michael Winkelmann zuversichtlich, dass das Gastspiel von Hannover 96 trotz des letzten Tabellenplatzes in der Bundesliga seine Anziehungskraft auf die Zuschauer nicht verfehlen wird.
Wann wird man als Zuschauer noch einmal die Gelegenheit haben, die Bundesligastars aus nächster Nähe zu erleben? Vor allem die Kinder werden alles daran setzen, ein Autogramm zu ergattern. Der Besuch lohnt sich allemal. Zumal sich die Eintrittspreise im unteren Bereich der Preisskala befinden. So beträgt der Eintrittspreis 8,96 Euro. Jugendliche im Alter von 7 bis 17 Jahren müssen einen Obolus von 5 Euro entrichten, um beim Spiel mit dabei zu sein. Kinder bis zum vollendeten 7. Lebensjahr genießen gar freien Eintritt. Michael Winkelmann, in dessen Organisation das Gastspiel der „Roten“ am Dienstag liegt, wies noch einmal darauf hin, dass alle Vorverkaufsstellen noch bis zum Montagabend, 21. März, geöffnet sind. Auch will der Veranstalter alles daran setzen, am Spieltag auch noch die Tageskassen zu öffnen. Doch empfiehlt es sich, auf jeden Fall die Vorverkaufsstellen aufzusuchen, um sich eine Eintrittskarte zu sichern.
Einen Teilerfolg konnte der Heesseler SV, der auch die Auflaufkinder für das Spiel am Dienstag sowie das Schiedsrichtergespann stellt, bereits verbuchen. Bei der Vorabbesichtigung sprach Hannovers Teammanager Dominic Prinz Heeßels Organisator Michael Winkelmann nicht nur ein großes Lob für den Zustand der Anlage und der Plätze aus, sondern verteilte bereits vorab Punkte, wie der HSV-Medienbeauftragte mit Freude zur Kenntnis nehmen durfte, als er von dem 96-Teammanager erfuhr: „Es steht bereits 1:0 für Euch.“
Groß ist natürlich auch die Freude bei Heeßels Spielern über den Vergleich mit den Profis. Zwar scherzte Heeßels Cheftrainer Niklas Mohs, der heute seinen einwöchigen Urlaub beendet und bei dem Spiel am Dienstag auf jedem Fall wieder dabei sein wird, als er von der Zusage der 96er erfuhr, ein Spiel in Heeßel auszutragen. „Es ist natürlich schön, gegen 96 zu kicken. Vielleicht brauchen sie einen Aufbaugegner, dann können sie gegen uns mal ein paar Tore schießen."
Doch konnte Heeßels Kotrainer Simon Kirsch, der in dieser Woche das Training der 1. Mannschaft leitete, bereits feststellen, dass bei seinen Spielern eine gewisse Anspannung nicht zu übersehen war. „Jeder Spieler möchte es einmal erleben, gegen einen Bundesligisten zu spielen. Das Erlebnis nimmt man immer mit. Probleme mit arbeitsbedingten Absagen befürchtet Simon Kirsch nicht. „Dann nehmen die Spieler Urlaub. Ich hoffe nur, dass bis zum Dienstag auch die Spieler ihre Erkrankungen auskuriert habe, unter denen sie noch Anfang der Woche zu leiden hatten und daher beim Training fehlten.“
Trainer Thomas Schaaf wird in der länderspielbedingten Bundesligapause am Dienstag in Heeßel auch einigen talentierten Nachwuchsprofis, wie dem 18-jährigen A-Juniorenspieler Niklas Feierabend, eine Gelegenheit einräumen, um sein Können zu beweisen. Der kleine HSV wird alles daran setzen, um nicht zweistellig gegen die „Roten“ zu verlieren. „Schön wäre es natürlich, wenn wir auch einen Torschützen stellen können“, wünscht sich Simon Kirsch. Mit Jannis Iwan weiß ein Spieler im Dress des Heesseler SV allerdings, welches Gefühl es ist, einem Bundesligatorhüter den Ball ins Netz zu jagen. Dem 29-jährigen torgefährlichen Angreifer gelang es vor sieben Jahren, allerdings noch im Dress seines Heimatvereins TSV Friesen Hänigsen, in einem Freundschaftsspiel den 96-Bundesligakeeper mit einem Kopfball nach einer Ecke zu bezwingen. Ein erhabenes Gefühl für den damaligen jungen Kreisligakicker, trotz der zweistelligen Niederlage dennoch für positive Schlagzeilen sorgen zu können.