Hannover 96 will Siegesserie gegen Bayer 04 Leverkusen fortsetzen

Niklas Döll aus Lehrte gewann zwei Sitzplatzkarten in der HDI-Arena

HANNOVER (kd). Nun gilt es für Hannover 96, in den kommenden drei Bundesligaspielen gegen Bayer 04 Leverkusen, TSG Hoffenheim und VfL Wolfsburg weiterhin Farbe zu bekennen. „Unser Champions League-Platz als Tabellenvierter verpflichtet", erkannten bereits die 96-Verantwortlichen nach dem überzeugenden 2:0 (1:0)-Auswärtssieg bei Hertha BSC Berlin vor knapp zwei Wochen durch die Tore der Sommerzugänge Jimmy Briand (44.) und Hiroshi Kiyotake (76.).
Doch weiß vor allem 96-Trainer Tayfun Korkut nur all zu gut, dass zwei Niederlagen in den kommenden beiden Begegnungen am Sonnabend (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den Tabellensechsten Bayer 04 Leverkusen in der HDI-Arena sowie eine Woche darauf bei der TSG Hoffenheim bereits das vorläufige Ende der Träume von der Teilnahme an den  internationalen Spielen bedeuten würde. Dass die zuletzt gefestigt wirkende Hannoveraner Mannschaft in der Lage ist, mit nahezu allen Bundesligisten mithalten zu können, konnte sie in den  bisherigen Punktspielen bereits unter Beweis stellen. Nun gilt es am Sonnabend Teil 1 des Pflichtprogramms mit der Partie gegen Bayer 04 Leverkusen erfolgreich abzuschließen, bevor es dann zur TSG Hoffenheim geht. Beide Mannschaften belegen als Verfolger punktgleich mit 17 Zählern die Ränge 5 und 6 hinter Hannover 96 (19 Punkte).
Mit einem Sieg über die ambitionierte Leverkusener Mannschaft könnten sich die 96er ein kleines Polster im oberen Tabellendrittel gegenüber ihren Verfolgern verschaffen. Die Gäste ließen unter ihrem neuen Trainer Roger Schmidt nach einem furiosen Start mit einem 2:0- Auswärtssieg bei Borussia Dortmund einige Wünsche offen. So reichte es in den ersten elf Bundesligaspielen nur zu vier Siegen und fünf Unentschieden, dem zwei Niederlagen gegenüberstehen. Auffällig ist, dass die Gäste nur eines ihrer letzten fünf Spiele zu Hause gegen den FC Schalke 04 mit 1:0 gewinnen konnten. Gegen die Kellerkinder SC Freiburg (0:0), SC Paderborn 07 (2:2) und VfB Stuttgart (3:3) reichte es jeweils nur zu einer Punkteteilung. Ihr letztes Punktspiel beim Hamburger SV ging gar mit 0:1 verloren, so dass sich auch die Auswärtsbilanz der Leverkusener mit nur einem Sieg, zwei Remis und zwei Niederlagen keineswegs positiv darstellt. Gute Aussichten also für Hannover 96.
Es sei denn, die „Roten“ bleiben nicht auf dem Teppich und konzentrieren sich nicht vorrangig auf ihr Ziel, einen einstelligen Tabellenplatz zu belegen. Sicherlich nicht in das Raster, sich in Bescheidenheit zu üben, passen die jüngsten, auch von den „Roten“ geschürten Gerüchte, dass Hannover 96 als ein mehr als ernsthafter Kandidat für eine mögliche Ausleihe des 19-jährigen dänischen Nationalspielers Pierre-Emile Höjbjerg vom FC Bayern München sei. Zwar dementierte Dirk Dufner das Interesse an dem Bayern-Talent nicht, als er  am Sonntag im Sport 1-„Doppelpass“ zugab, „Höjbjerg ist ein interessanter Spieler für Hannover 96. Doch will ich nicht verhehlen, dass wir im Werben um den Spieler vom FC Bayern München nicht alleine sind. Höjbjerg ist sicherlich ein Spieler, der für viele Vereine in der Bundesliga interessant ist“, gab Dirk Dufner zu, der in der Gesprächsrunde nicht vergaß, die Anspruchshaltung von Hannover 96 zu kritisieren.
„Etwas Ruhe im Umfeld würde uns sicherlich gut tun“, wobei Dirk Dufner wohl die Erwartungshaltung seines Präsidenten Martin Kind im Blick hatte, der nach den Europa-League-Teilnahmen 2011 und2012 zuletzt immer wieder das Ziel ausgegeben hatte, im oberen Tabellendrittel zu landen. „Ich halte den Anspruch auf Platz sechs für etwas vermessen, um es vorsichtig auszudrücken“, gab Hannovers Manager zu, wobei er einen Vergleich heranzog: „Wir haben eine gute Mannschaft, sind aber in der Breite nicht so gut besetzt wir zum Beispiel Borussia Mönchengladbach."
Wie sehr Dirk Dufner mit seiner Aussage richtig lag, musste er bereits zwei Tage vorher erfahren, als seiner Mannschaft in der Länderspielpause beim Gastspiel in Osnabrück deutlich vor Augen geführt wurde, wohin es führt, wenn man die Bodenhaftung verloren hat. So blamierten sich die 96er am vergangenen Freitag im Testspiel beim VfL Osnabrück bei der 0:2-Niederlage gegen den Drittligisten bis auf die Knochen. Trotz der nicht einkalkulierten Niederlage sah Trainer Tayfun Korkut aber auch positive Erkenntnisse bei seiner Elf. Vor allem bei seinem lange verletzten Kapitän Lars Stindl, den er auf dem Weg zurück zu alter Stärke sieht: „Ich habe gesehen, dass Lars Stindl mit jeder Minute besser wurde. Wichtig, dass er jetzt in den Rhythmus kommt. Ein paar Minuten in Berlin, heute in Osnabrück eine gute Stunde. Wir sind auf einem guten Weg“, gab sich Tayfun Korkut zuversichtlich. Dann kann für Sonnabend gegen Bayer 04 Leverkusen eigentlich nichts mehr schief gehen. Es sei denn, der Gegner spielt nicht mit.“
Beim Spiel gegen Bayer Leverkusen live dabei ist Niklas Döll aus Lehrte, der bei unserem Tipp-Gewinnspiel das richtige Ergebnis der „Roten“ gegen Hertha BSC (0:2) voraussagte. Der Zufallsgenerator bescherte ihm zwei Sitzplatzkarten am Sonnabend in der HDI-Arena gegen die Leverkusener.