Hannover 96 will gegen VfL Wolfsburg in die Erfolgsspur zurück

Manfred Warnecke gewinnt zwei Sitzplatzkarten gegen den VfL Wolfsburg

HANNOVER (kd). Was für ein verrückter Abend. Da gelingt es den chronisch torungefährlichen Angreifern von Hannover 96, bei der TSG 1899 Hoffenheim ihre minimale Torausbeute von nur 10 Treffern um gleich drei weitere Treffer auf jetzt 13 Tore aufzustocken, doch reicht dies nicht einmal zu einem Punktgewinn. Mit 3:4 (1:2) hatte Hannover 96 in einem begeisternden Spiel mit hohem Tempo und vielen Torchancen das Nachsehen.
Damit setzten die Hannoveraner den Trend fort, den sie seit Jahren praktizieren, wenn sie sich auf die Reise nach Sinsheim machen - mit einer Niederlage. Auch 96-Coach Tayfun Korkut gelang es nicht, die Negativsserie gegen die zuletzt seit drei Spielen sieglosen Hoffenheimer zu beenden.
Dabei gelang es den 96ern, vor 22.716 Zuschauern einen 0:2-Rückstand nach Treffern von Pirmin Schwegler (19.) und Kevin Volland (37.) durch Tore des überragenden Lars Stindl (43.) und Joselu (52.) zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich auszugleichen, ehe unerklärliche Abwehrschnitzer dazu führten, dass das Powerplay der Hoffenheimer mit zwei weiteren Toren belohnt wurde. Beim 3:2 durch Eugen Polanski landete ein Linksschuss (59.) unter der Latte. Dem 4:2 durch einen Kopfball von Niklas Süle (63.) gingen gleich drei Abseitsstellungen von Hoffenheimer Spielern, darunter auch dem Torschützen voraus, die vom schwachen FIFA- Referee Dr. Felix Brych nicht geahndet wurden. Das zweite Tor von Lars Stindl (86.) mit einem platzierten Schuss zum 3:4-Endstand war dann nicht mehr als nur noch Ergebniskosmetik, obwohl sich den „Roten“ noch Chancen zum Ausgleich boten.
Mit der Niederlage setzten die „Roten“ den Trend fort, der nicht nur 96-Präsident Martin Kind Sorgen bereitet. Während die Elf von Trainer Tayfun Korkut gegen die unter ihnen stehenden Gegner in der Tabelle ihre Spiele gewinnt, hagelt es grundsätzlich Niederlagen, wenn es gegen Teams geht, die sich mit den Hannoveranern um internationale Plätze streiten. In der vorigen Woche war es Bayer 04 Leverkusen, diesmal die TSG Hoffenheim. Nun ist am Sonnabend ab 15.30 Uhr der VfL Wolfsburg zu Gast in der hannoverschen HDI-Arena. „Diese drei Gegner waren eine Standortbestimmung. Gegen zwei haben wir verloren. Realistisch wird auch Wolfsburg ein schweres Spiel“, ist sich Klubchef Martin Kind bewusst, der seinen Spielern eindringlich ans Herz legte: „Wir müssen die Herausforderung annehmen, hart arbeiten und punkten.“
Die zweite Niederlage in Folge hatte für die „Roten“ in der Tabelle bereits negative Folgen: einem Champions-League-Platz mit Rang 4, folgte der Rutsch auf den 5. Platz und nun auf Rang 8. Nicht nur die internationalen Plätze geraten außer SIchtweite, sondern es bedeutet auch den Rutsch ins Mittelmaß. Das weiß auch Tayfun Korkut, der nach dem Torspektakel in Sinsheim klagte: „Zwei Gegentoren sind Standards vorausgegangen. Da sind wir nicht konsequent genug in die Zweikämpfe gegangen, bevor wir diese Freistöße bekommen haben.“
Ob gegen den VfL Wolfsburg wieder eine Siegesserie gestartet werden kann, erscheint zumindestens zweifelhaft. Mit 26 Punkten ist die Elf von Manager Klaus Allofs und Trainer Dieter Hecking als Tabellenzweiter der ernsthafteste Verfolger des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München und wird kaum gewillt sein, in Hannover als Punktelieferant aufzutreten. Dennoch sollten die 96er selbstbewusst in das Niedersachsenderby gehen. Trotz ihres 2.Tabellenplatzes gehören die „Wölfe“ mit nur sieben Punkten aus sechs Auswärtsspielen, darunter drei Niederlagen, zu den auswärtsschwächsten Teams der Liga. Demgegenüber holten die 96er bereits zwölf Punkte aus sechs Heimspielen, verloren zuletzt aber ihre beiden Partien zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach (0:3) und Bayer 04 Leverkusen (1:3).
Besonderer Beobachtung der 96er bedarf der Wolfsburger Kevin De Bruyne, der in dieser Saison zu den zehn besten Spielern der Liga zählt. Im Angriff können die „Wölfe“ noch immer auf die Tore von Ivica Olic zählen, der bereits fünfmal traf. Aber auch Akteure wie Naldo, Ivan Perisic oder Ricardo Rodriguez genießen nicht nur wegen ihrer jeweils bereits erzielten drei Tore einen besonderen Status, wenngleich der Schweizer Nationalspieler Rodriguez voraussichtlich weiterhin wegen Verletzung ausfallen wird.
Das Spiel gegen die Wölfe live in der HDI-Arena miterleben wird Manfred Warnecke. Der Burgdorfer hatte das Ergebnis gegen die TSG Hoffenheim bei unserem vergangenen Gewinnspiel mit 4:3 richtig getippt und ist per Zufallsgenerator als Gewinner von zwei Sitzplatzkarten ausgewählt worden.