Hannover 96 will das Unmögliche noch möglich machen

Zwei Sitzplatz-Tickets gegen VfL Wolfsburg zu gewinnen

HANNOVER (kd). Es spricht viel dafür, dass der Überlebenskampf von Hannover 96 in der 1. Bundesliga spätestens am 14. Mai mit dem Gastspiel beim voraussichtlichen deutschen Meister FC Bayern München ein Ende hat. Nur noch zwölf Spieltage bleiben dem Tabellenletzten nach der erneuten 0:1 (0:1)- Heimniederlage gegen den FC Augsburg durch das Tor von Ja-Cheol Koo aus der 14. Minute vor der enttäuschenden Heimkulisse von 32.400 Zuschauern in der HDI-Arena, um vom Wunder von der Leine zu träumen. Doch wo taucht der Strohhalm auf, der die 96er bei nunmehr bereits acht Punkten Abstand zum rettenden Ufer vor dem Ertrinken bewahrt?
Eine Lösung zur Rettung ist weit und breit nicht zu erkennen. Statt eines Endspurts im Abstiegskampf droht Hannover 96 bis zum Saisonende in der Allianz-Arena in München eine Abschiedstournee durch die Liga, die am Sonnabend in der Stuttgarter Mercedes-Benz Arena beim wieder erstarkten VfB Stuttgart einen weiteren negativen Höhepunkt erfahren könnte. Doch da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, sollten die 96-Spieler weiter vom Klassenerhalt träumen, wenngleich die Spieler in der Partie gegen den FC Augsburg, der noch 56 Stunden zuvor in dem größten Spiel seiner Vereinsgeschichte in der Europa-League beim 0:0- Remis gegen den FC Liverpool auf dem Prüfstand stand, eine Leistung zeigten, die eines Bundesligaspielers nicht würdig ist. Erst recht nicht, wenn er sich im Abstiegskampf befindet. Doch ließen alle 96-Spieler, von Torhüter Ron-Robert Zieler einmal abgesehen, am Sonntagabend gegen den FC Augsburg diese Einstellung vermissen.
Bewundernswert die Einstellung der Treuesten der Treuen unter den knapp über 30.000 erschienenen Zuschauern, die sich das trostlose Gekicke der 96-Spieler mit ansehen mussten. Einmal mehr traten die Spieler den Beweis an, dass sie in der 1. Liga nicht konkurrenzfähig sind und daher auch zu Recht den letzten Tabellenplatz mit gebührendem Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen einnehmen. Verständlich die Rufe der Zuschauer gegen Ende des Spiels, als sie „ihre einstigen Lieblinge“ mit den Rufen „Wir haben die Schnauze voll!“ verabschiedeten.
Ein einziger torgefährlicher Torabschluss mit einem Kopfball von Alexander Milosevic, den in der Nachspielzeit Augsburgs Torhüter Marvin Hitz mit einer Glanzparade parierte, sind zu wenig, um zum Torerfolg zu kommen. Daher müssen sich die 96er wohl oder übel bereits mit den Planungen mit der 2. Liga befassen. Es sei denn, es geschieht noch ein Wunder. Wie es anders geht, deutet sich in Hofffenheim unter dem 28-jährigen Trainernovizen Julian Nagelsmann an, der seine Spieler mit leidenschaftlichen Ansprachen erreichte, so dass ein knapper, aber letztlich verdienter 3:2-Sieg über den FSV Mainz 05 heraussprang, so dass sich der Tabellenvorletzte aus Sinsheim punktemäßig bereits vier Zähler von den Hannoveranern absetzen konnte.
Noch erfolgreicher gestaltete sich der Kampf um den Klassenerhalt für den VfB Stuttgart. Jener Mannschaft, die am Sonnabend, um 15.30 Uhr in der Stuttgarter Mercedes-Benz Arena Hannover 96 zu Gast hat. Seit nunmehr acht Spielen sind die Stuttgarter unter ihrem neuen Trainer Jürgen Kramny ungeschlagen, was in der Tabelle nicht ohne Folgen blieb, in der sich die Schwaben von einem der Abstiegsplätze mit jetzt 28 Punkten bereits auf den 11. Rang verbessern konnten.
Den Sprung auf einen einstelligen Tabellenplatz verpassten die Stuttgarter am Sonntag durch ein 1:1-Remis beim FC Schalke 04, wodurch auch die Serie des VfB mit fünf Bundesligasiegen in Folge unter Trainer Jürgen Kramny zu Ende ging. Eine Serie, von der 96-Coach Thomas Schaaf nur zu träumen wagt, der in seinen bisherigen fünf Begegnungen als neuer 96-Trainer stets als Verlierer vom Platz ging.
Gegen den FC Augsburg fehlte dem ehemaligen Meistertrainer von Werder Bremen auch der Mut zum Risiko, als er vom Anpfiff an der Mannschaft das Vertrauen schenkte, die bei Borussia Dortmund eine Woche zuvor „nur“ mit 0:1 verloren hatte. Dabei saßen mit Hiroshi Kiyotake und Hugo Almeida, die erst zu Beginn der 2. Halbzeit für Edgar Prib und Andrè Hoffmann eingewechselt wurden, Angreifer Allan Saint-Maximin, Kapitän Christian Schulz, Manuel Schmiedebach, Hotaru Yamaguchi und Torhüter Philipp Tschauner genügend Alternativen auf der Bank. Ganz zu schweigen von den sechs hochgelobten Winterzugängen Alexander Milosevic, Hugo Almeida, Adam Szalai, Hotaru Yamaguchi, Iver Fossum und Marius Wolf, von denen nur Alexander Milosevic in der Startelf stand, der im Tausch für Marcelo von Besiktas Istanbul gekommen war.
Daher wäre Thomas Schaaf gut beraten, in Stuttgart ein wenig mehr Risiko zu wagen, um das Unmögliche doch noch möglich zu machen, um mit einem Sieg doch noch den Abstieg zu vermeiden. Zumal am kommenden Dienstag,1. März, bereits ein weiteres Heimspiel auf die „Roten“ wartet, wenn mit dem VfL Wolfsburg der Lieblingsgegner der 96er in der HDI-Arena zu Gast ist.
Und da sind wir wieder gespannt auf Ihren Ergebnis-Tipp, mit dem Sie zwei Sitzplatz-Tickets für das nächste Schicksalsspiel gegen den VfL Wolfsburg am kommenden Dienstag, 01. März, um 20.00 Uhr in der HDI-Arena gewinnen können! Tippen Sie den richtigen Spielausgang der 96er in Stuttgart und schicken Sie uns bis zum kommenden Sonnabend, 15 Uhr, eine Mail (Namen, Adresse, Tel./Handy-Nr. nicht vergessen) an gewinnen@marktspiegel-verlag.de. Alle richtigen Tipps nehmen an der Verlosung teil, wenn Sie folgende Spielregeln beachten: Geben Sie in der Betreffzeile Ihr vermeintliches Ergebnis an (Stuttgart – 96 X : X) und schicken sie uns nur EINE Mail unter der identischen Absenderadresse.