Hannover 96 stellt Freitag in Ramlingen seinen neuen Torjäger Charlison Benschop vor

Ein Hauch von Bundesliga weht am 17. Juli wieder durch das Ramlinger Waldstadion, wenn Hannover 96 und der SV Ramlingen/Ehlershausen zum Testspiel auflaufen werden. (Foto: Gerhard Grupp)

Nur noch Restkarten stehen für das Event zur Verfügung

RAMLINGEN (kd). Es ist wieder soweit. Nicht nur Ramlingen steht Kopf. Hannover 96 kommt und sorgt an diesem Freitag mit seinem Auftritt beim SV Ramlingen/Ehlershausen neben den Spielen bei dem noch bis zum Sonntag laufenden PORTA-Pokalwettbewerb für einen weiteres Highlight beim fußballverrückten Landesligisten SV Ramlingen/Ehlershausen. Nur noch zwei Tage müssen sich die Fußballfreunde gedulden, ehe am Freitag, 17. Juli, um 18 Uhr im Ramlinger Waldstadion wieder ein Hauch von Bundesliga weht. Kein Geringerer als Bundesligist Hannover 96 ist erneut in Ramlingen zu Gast.
Keine Selbstverständlichkeit angesichts zunehmender Beliebtheit, der sich die „Roten“ nun schon seit Jahren bei ihren Fans weit über die Grenzen Hannovers hinaus erfreuen. Zwar zählt Hannover 96 nun in Ramlingen aufgrund der jährlich wiederkehrenden Gastspiele zu den Dauerbrennern, doch war es in diesem Jahr aufgrund zahlreicher Anfragen anderer Vereine besonders schwierig, den Bundesligisten wieder nach Ramlingen zu lotsen.
Einmal mehr war es den Kontakten von Ramlingens 1. Vositzenden Jürgen Stern, der für das Spiel extra am Freitag seinen Urlaub auf Sylt unterbricht, zu der Geschäftsleitung des 96-Trikotsponsors Heinz von Heiden zu verdanken, dass der bundesweit vertretene Hersteller von Massivhäusern ein gewichtiges Wort einlegte, so dass Hannover 96 auch in diesem Jahr in Ramlingen zu Gast ist. Daher präsentiert in diesem Jahr Heinz von Heiden den Auftritt von Hannover 96 in Ramlingen. Wie eng der Terminkalender bei den „Roten“ gestrickt ist, belegt die Tatsache, dass auf Bitte der 96er die Anstoßzeit bereits auf 18 Uhr festgelegt wurde. Da die 96er tags darauf bereits um 17 Uhr ein weiteres Testspiel beim Drittligisten Preußen Münster bestreiten müssen, wird es nach dem Spiel in Ramlingen auch keine Autogrammstunde mehr geben, da sich die 96-Crew unmittelbar nach dem Spiel auf den Weg nach Münster begibt.
Nur noch wenige Restkarten
Trotz der frühen Abreise nach dem Spiel ist für die Fußballfreunde aus nah und fern das Spiel am Freitag eine gute Gelegenheit, ihre Stars einmal aus der Nähe beobachten zu können. Bei dem hautnahen Kontakt, der sich auf dem Ramlinger Sportgelände ergibt, wird trotz der frühen Abreise so mancher Fan trotzdem in den Besitz eines Autogramms kommen.
Da auch 96-Trainer Michael Frontzeck Werbung in eigener Sache mit möglichst vielen Toren betreiben will, lohnt sich der Besuch allemal. Zumal es, wie Ramlingens Pressesprecher Gerhard Grupp wissen ließ, zwar keine VIP Karten mehr käuflich zu erwerben geben wird, da alle 800 VIP-Karten vergriffen sind. Doch gibt es noch wenige Restkarten zum Preis von 15 Euro für Erwachsene und 8 Euro für Rentner und Jugendliche zwischen 7 und 17 Jahren an der Abendkasse. Keine Karten sind mehr an den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich, da am heutigen Mittwoch der Vorverkauf abgeschlossen wird. Doch ist es angesichts einer Kapazität von maximal 2.600 Zuschauern ratsam, sich rechtzeitig an der Tageskasse einzufinden, um sich umgehend noch eine der vorhandenen Restkarten zu sichern, da das Spiel mit Sicherheit wieder ausverkauft sein wird.
Nach den bereits absolvierten Auftritten beim diesjährigen PORTA-Pokalturnier ist es der Wunsch von Trainer Kurt Becker, dass seine Mannschaft gegen Hannover 96 nicht ergebnisorientiert auftritt, sondern alles daran setzen soll, den Zuschauern ein attraktives Spiel zu zeigen. „Wir werden uns nicht hinten reinstellen und mauern, sondern versuchen mitzuspielen. Wenn uns dann noch ein Tor gegen den Bundesligisten gelingen sollte, wäre es um so schöner", gab Kurt Becker zu, dem gegen 96 von seinem Kader von 25 Spielern nur die verletzten Spieler, wie Torhüter Marcel Maluck und Neuzugang Lennart Steinkuhl, sowie der beruflich verhinderte Dennis Yeboah und Neuzugang Steven Melz (Urlaub) nicht zur Verfügung stehen. „Gegen Hannover 96 werden am Freitag aber alle mir zur Verfügung stehenden 21 Spieler zum Einsatz kommen", versprach bereits Ramlingens Trainer.
Trifft der neue Bomber?
Besonders gespannt sein werden die Zuschauer auf die Neuen von Hannover 96. Allen voran auf den 25-jährigen von Fortuna Düsseldorf gekommenen Torjäger Charlison Benschop, der in den bisherigen Testspielen beim Lublin-Cup in Polen, Wunstorf und in Alfeld seinem Ruf als Goalgetter alle Ehre machte, so dass nicht nur Trainer Michael Frontzeck hofft, dass der neue Torjäger die Lücke schließen kann, die der nach Stoke City (England) abgewanderte Joselu hinterlassen hat. Auch der vom SC Freiburg zu den 96ern gewechselte 25-jährige Abwehrspieler Oliver Sorg hinterließ bisher einen starken Einruck. Wahrscheinlich, dass neben Nationalspieler Ron-Robert Zieler in Ramlingen auch der vom FC St. Pauli gekommene Torhüter Philpp Tschauner (29) zum Einsatz kommen wird. Dagegen werden die Zuschauer noch auf den Einsatz der Neuzugänge Felix Klaus (SC Freiburg) und Uffe Beck (Dänemark) verzichten müssen, da sie, wie auch Leonardo Bittencourt, noch bis zum 30. Juni bei der Fußball-Eurpameisterschaft der U 21 in Tschechien im Einsatz waren, so dass sie in Ramlingen wohl nur als Zuschauer anwesend sein werden, da sie noch gar nicht im Training sind, oder erst am morgigen Donnerstag ins Training eingestiegen sind. Möglich, dass die Zuschauer eine Premiere erleben werden, wenn sich die Gerüchte bestätigen sollten, dass die „Roten“ Anfang der Woche den türkischen Nationalspieler Mevlüt Erdinc (28) vom französischen Erstligisten AS St-Etienne unter Vertrag nehmen werden. Nicht einmal als Zuschauer werden die Fans allerdings am Freitag in Ramlingen den japanischen Mittelfeldregisseur Hirsoshi Kiyotake erleben, der sich bei der japanischen Nationalmannschaft einen Mittelfußbruch zugezogen hat, die eine Operation erforderlich machte, die der Mittelfelstratege nun in seiner Heimat auskuriert.
Der Kader des SV Ramlingen/Ehlershausen mit Rückennummern:
Tor: 30 Marcel Maluck, 1 Christian Schulz, 26 Andre Wesselok; Abwehr: 4 Hüseyin Yüksel, 5 Timo Gieseking, 19 Dennis Yeboah, 3 Lennart Steinkuhl, 21 Gerhard Kwarteng, 22 Christopher Weindl, 23 Johannes Lübow, 27 Steven Melz; Mittelfeld: 6 Emilio Ortega, 10 Marvin Omelan, 11 Marlon Pickert, 7 Patrik Ehlert, 17 Sufjan Ankour, 13 Franklin Nnane, 16 Bülent Durduran, 25 Patryk Damian Yedrejlzyk; Angriff: 8 Benjamin Holze, 9 Aron Gebreslasie, 20 Dustin Reinhold, 14 Torben Tepper, 15 Patrick Richter, 18 Björn Gassmann; Trainer: Kurt Becker.

Der Kader von Hannover 96 mit Rückennummern: 1 Ron-Robert Zieler, 2 Leon Andreasen, 3 Miiko Albornoz, 4 Hiroki Sakai, 5 Salif Sané, 6 Ceyhun Gülselam, 7 Edgar Prib, 8 Manuel Schmiedebach, 9 Artur Sobiech, 10 Hiroshi Kiyotake, 11 Felix Klaus, 13 Philipp Tschauner, 15 Andre Hoffmann, 17 Uffe Bech, 19 Christian Schulz, 20 Felipe Trevizan Martins, 23 Maurice Hirsch, 25 Marcelo, 26 Kenan Karaman, 27 Vladimir Rankovic, 29 Oliver Sorg, 30 Samuel Radlinger, 31 Waldemar Anton, 32 Leonardo Bittencourt, 33 Mike-Steven Bähre, 34 Tim Dierßen, 35 Charlison Benschop, 36 Sebastian Ernst, 37 Niklas Teichgräber, 38 Valmir Sulejmani, 40 Timo Königsmann; Trainer: Michael Frontzeck.