Hannover 96 steht seit Sonntag das Wasser bis zum Halse

Zwei Sitzplatz-Tickets für das Heimspiel gegen TSG 1899 Hoffenheim zu gewinnen

HANNOVER (kd). Hannover 96 hat den Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga verpasst. Statt des erhofften ersten Sieges in der Rückrunde reichte es am Freitagabend vor 46.000 Zuschauern in der HDI-Arena gegen Hertha BSC Berlin trotz einer 1:0-Führung am Ende nur zu einem 1:1 (0:0)-Unentschieden.
Damit blieben die 96er auch im 12. Spiel in Folge ohne Sieg und müssen sich nun ernsthaft Sorgen um den Klassenerhalt machen. Um so mehr, da nun Alarmstufe 1 herrscht, da Mitabstiegskonkurrenten, wie der 1. FC Köln, SC Paderborn 07 und der VfB Stuttgart, zu Siegen kamen. Auch der SC Freiburg konnte beim 0:0 auf Schalke punkten.
Zwar war den „Roten“ gegen die Herthaner ein Bemühen nicht abzusprechen, doch wird ein hohes Maß an Willenskraft allein nicht ausreichen, um sportlich in der höchsten Spielklasse zu überleben. Zumal Hannover 96 mit nur 29 Zählern nur noch zwei Punkte von einem Relegationsplatz trennt und es das Restprogramm mit nur noch sechs Spielen in sich hat, wie die nachstehende Aufstellung der noch ausstehenden Spiele der Roten zeigt:
Bereits am Sonnabend (15.30 Uhr) steht für Hannover 96 die von der Papierform her nahezu unlösbare Aufgabe beim Tabellenvierten Bayer 04 Leverkusen auf dem Programm. Bereits im Hinspiel kam die Elf von Trainer Tayfun Korkut mit dem agressivem Pressing der Werkself nicht zurecht und unterlag nach Toren von Stefan Kießling (46.), Hang-Min Son (58.) und Karim Bellarabi (72.), bei einem Gegentreffer von Ceyhun Gülselam (69.), mit 1:3 (0:0)-Toren. Nicht auszudenken, wenn sich die Elf von Trainer Roger Schmidt am Sonnabend wieder in solcher Form wie im Hinspiel oder auch in einer ähnlich guten Verfassung präsentiert wie bei der unglücklichen Pokalniederlage nach Elfmeterschießen gegen den deutschen Rekordmeister FC Bayern München.
Allerdings machte der Anwärter auf die Champions-League in dieser Woche durch Negativschlagzeilen von sich reden. Genauer gesagt war es Bayer-Abwehrspieler Emir Spahic, der sich nach Abpfiff des DFB-Viertelfinalspiels gegen den FC Bayern München (3:5 i.E.) zu Tätlichkeiten in der Bay-Arena gegenüber den eigenen Ordnungskräften mit einem Kopfstoß und Faustschlag hinreißen ließ, die sogar einen Polizeieinsatz erforderlich machten. Auf die Ergebnisse der Untersuchungen wollten die Bayer-Verantwortlichen aber gar nicht mehr warten, der Verein gab am Sonntag die Trennung vom Bosnier bekannt. „Sportlich ist die Trennung ein Verlust, eine andere Reaktion war aber nicht mehr möglich. Emir Spahic ist ein herausragender Fußballspieler, der sich mit seinen Leistungen um Bayer 04 verdient gemacht hat. Die jüngsten Erkenntnisse nach dem Vorfall am vergangenen Mittwoch ließen uns jedoch keine andere Wahl", sagte Leverkusens Geschäftsführer Michael Schade.
Schwere Aufgaben warten auf Hannover 96 nach der Partie in Leverkusen auch in den verbleibenden fünf Begegnungen gegen die TSG Hoffenheim (H), VfL Wolfsburg (A), Werder Bremen (H), FC Augsburg (A) und SC Freiburg (H). Im letzten Heimspiel der Saison haben es die Hannoveraner mit der Mannschaft aus dem Breisgau voraussichtlich mit einem Mitbewerber um den Klassenerhalt zu tun. Doch sollten sich die 96er lieber nicht darauf verlassen, dass zum Ende der Saison alles noch so gerichtet werden kann, um den Klassenerhalt zu sichern.
Dass bei den Hannoveranern einiges im Argen liegt, zeigte sich einmal mehr auch im Heimspiel gegen eine keineswegs überragende Berliner Mannschaft. Trotz aller Treueschwüre von Präsident Martin Kind für seinen Trainer Tayfun Korkut, selbst im Falle eines Abstiegs an dem 41-jährigen Fußballlehrer festzuhalten, wirkten die 96er irgendwie gehemmt. Dabei lief das Spiel eigentlich in die richtige Richtung. Nachdem die Hausherren zweimal Glück hatten, dass Schiedsrichter Marco Fritz bei zwei strittigen Strafraumsituationen bei Fouls von Christian Schulz an Valentin Stocker (42.) und von Marcelo am Japaner Genki Haraguchi (79.) keinen Strafstoß gegen die Hannoveraner verhängte.
Dabei war es eine Viertelstunde vor Spielschluss Christian Schulz gelungen, nach einer Ecke von Hiroshi Kiyotake und einem Kopfball von Salif Sanè, den Ball im Fünfmeterraum über die Linie zur 1:0-Führung (75.) für die 96er zu stochern. Doch gelang Valentin Stocker in der 83. Minute noch mit einem artistischen Seitfallschuss der 1:1-Ausgleichstreffer, den ein enttäuschter Christian Schulz wie folgt kommentierte: „Normalerweise müsste ein 1:0 beflügeln, bei uns war aber eher das Gegenteil der Fall. Wir haben die Bälle vorne nicht mehr gehalten und sind schlecht nachgerückt. Beim Tor zum 1:1-Ausgleich hatten wir den Ball bereits abgewehrt. Leider haben wir dann in der zweiten Reihe nicht aufgepasst, so dass der Hinterhaltschuss von Valentin Stocker genau passte.“ Der Meinung seines Mannschaftskameraden schloss sich auch 96-Kapitän Lars Stindl an: „In diesem zerfahrenen, für uns sehr schweren Spiel, mussten wir unsere 1:0-Führung über die Zeit bringen. Leider haben wir dies nicht geschafft." So blieb dem hannoverschen Mannschaftskapitän nur der schwache Trost seines Sportdirektors Dirk Dufner übrig, der meinte: „Ein Punkt ist besser als kein Punkt. Allerdings lügt die Tabelle nicht.“
Wachen die „Roten“ nun endlich in Leverkusen auf, nachdem sie nun bereits seit 12 Spieltagen in Folge ohne Sieg sind? Wir sind gespannt auf ihren Ergebnis-Tipp, mit dem Sie zwei Sitzplatzkarten für das nächste Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Sonnabend, 25. April, ab 15.30 Uhr in der HDI-Arena gewinnen können. Tippen Sie den richtigen Spielausgang der 96er in Leverkusen und schicken Sie uns bis zum kommenden Sonnabend, 15 Uhr, eine Mail (Namen, Adresse, Tel./Handy-Nr. nicht vergessen) an gewinnen@marktspiegel-verlag.de. Alle richtigen Tipps nehmen an der Verlosung teil, wenn Sie folgende Spielregeln beachten: Geben Sie in der Betreffzeile Ihr vermeintliches Ergebnis an (Leverkusen : 96 X : X) an und schicken Sie uns nur eine Mail!