Hannover 96 schießt sich für die Würzburger Kickers ein

Überzeugender 6:1-Sieg im Pokal über Fortuna Düsseldorf

HANNOVER (kd). War dies bereits der Befreiungsschlag im Kampf um die Rückkehr in die Erfolgsspur zur 1. Bundesliga? 20.500 Zuschauer kamen am Mittwochabend beim Spiel in der HDI-Arena in der 2. Runde des DFB -Pokals beim 6:1 (5:1)-Sieg von Hannover 96 über Fortuna Düsseldorf aus dem Staunen nicht heraus, als sie eine furios auftretende Mannschaft der „Roten“ sahen, die nach zuletzt schwachen Leistungen in den Punktspielen wie befreit aufspielte und einen völlig chancenlosen Gegner aus Düsseldorf aufgrund einer überragenden 1. Halbzeit mit einer 5:1-Führung förmlich an die Wand spielte.
Verdienter Lohn für die Mannschaft von Trainer Daniel Stendel war nicht nur das Erreichen des mit 630.000 Euro dotierten Achtelfinales im DFB Pokal, wo den 96ern bei der von Turn-Olympiasieger Fabian Hambüchen durchgeführten Auslosung Glücksgöttin Fortuna zur Seite stand, als sie Hannover 96 am 7./8. Februar 2017 mit dem Bundesligisten Eintracht Frankfurt erneut ein Heimspiel bescherte.
Kein Wunder, dass sich bei den Offiziellen sowie dem Trainerstab von Hannover 96 vor dem so wichtigen Heimspiel der 2. Bundesliga am Sonntag ab 13.30 Uhr gegen die Würzburger Kickers, für die in der 2. Pokalrunde das Pokalaus nach einer 6:7 (0:0)-Niederlage nach Elfmeterschießen gegen den TSV 1860 München kam, Optimismus breit machte.
Zumal es Hannover 96er vor dem Pokalspiel gelungen war, mit Salif Sané den wohl wichtigsten Leistungsträger für zwei weitere Jahre bis 2020 an den Verein zu binden. Immer vorausgesetzt, dass den 96ern die sofortige Rückkehr in die Bundesliga gelingt. Bei einem Nichtaufstieg wird der Senegalese trotz der Verlängerung wohl nicht zu halten sein. In der Verfassung, wie die Mannschaft von Trainer Daniel Stendel den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf deklassierte, sollte aber auch der punktgleiche Tabellensechste Würzburger Kickers zu bezwingen sein, der von dem ehemaligen Magath-Assistenten Bernd Hollerbach trainiert wird.
Allerdings werden sich die 96er am morgigen Sonntag darauf einstellen müssen, dass ihnen das Toreschießen gegen die mit neun Gegentoren drittbeste Abwehr aus Würzburg nicht so leicht wie gegen die Fortunen aus Düsseldorf fallen wird, die durch Tore von Artur Sobiech (5.), Felix Klaus 7.) und Martin Harnik (15. und 16.) bereits nach gut einer Viertelstunde hoffnungslos mit 0:4 zurücklagen. Daran änderte auch der zwischenzeitliche Anschlusstreffer der Düsseldorfer durch das Kopfballtor von Kevin Akpoguma (20.) zum 1:4 nichts mehr, das die 96er postwendend mit dem zweiten Treffer von Felix Klaus (34.) zum 5:1-Halbzeitstand beantworteten, dem Sebastian Maier noch in der 53. Minute das Tor zum 6:1-Endstand gegen die Düsseldorfer folgen ließ.