Hannover 96 reist am Sonnabend zum Abstiegs-Duell nach Bremen

Zwei Sitzplatz-Tickets für das Heimspiel gegen Köln zu gewinnen

HANNOVER (kd). Es wäre wohl ein wenig verfrüht, nach dem 2:1 (0:1)-Überraschungssieg von Hannover 96 beim VfB Stuttgart von einer Wende zum Guten zu sprechen. Doch lässt der erste Sieg von Trainer Thomas Schaaf in diesem Jahr vor dem gestrigen Wochentagsspiel zu Hause in der HDI-Arena gegen den VfL Wolfsburg (Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor) und am Sonnabend, 5. März, um 15.30 Uhr bei Werder Bremen zumindest die Hoffnung zu, dass bei dem Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga noch etwas geht. „Diesen Sieg haben wir wirklich gebraucht“, sagte Matchwinner Christian Schulz, der mit seinen beiden Toren in der 32. und 84. Minute nicht nur den 0:1-Rückstand durch das Kopfballtor von Timo Werner in einen wichtigen Sieg umwandelte, um nach dem Überraschungserfolg zu der Erkenntnis zu gelangen: „Wir standen mit dem Rücken zur Wand und waren verdammt, zu gewinnen. Es freut mich, den Bock umgestoßen zu haben. Aber viel wichtiger war die Erkenntnis für den Verein und das Umfeld: Wir leben noch!"
Auch Thomas Schaaf stellte nach dem Überlebenskampf erleichtert fest: „Diese Mannschaft lebt, sie hat sich immer wieder gewehrt und auch gerettet“, sagte der 96-Coach, der seine Mannschaft auf sechs Positionen verändert hatte. „Das war eine große Aufgabe, die wir gut gemeistert haben. Vor allem in der ersten Halbzeit, wenn man auch bedenkt, wer bei uns alles ausgefallen ist.“ So durften in Stuttgart erstmals die Winterneuzugänge Iver Fossum und Marius Wolf ran, von denen vor allem der Norweger andeutete, dass er in Zukunft eine Verstärkung für Hannover sein könnte. Auch Oliver Sorg stand wieder in der Startformation und bewahrte sein Team mit zwei Rettungstaten für den bereits geschlagenen Ron-Robert Zieler vor einem Gegentor.
Matchwinner waren neben Torhüter Ron-Robert Zieler mit Hiroshi Kiyotake und Christian Schulz allerdings zwei andere 96-Spieler. Der Japaner stand nach seiner Fußverletzung erstmals seit dem zwölften Spieltag wieder in der Startformation. 96-Kapitän Christian Schulz kehrte in die Innenverteidigung zurück und zeigte beim VfB auch seine Qualitäten als Stürmer, in dem er gleich zweimal als Torschütze glänzte. Nach dem Sieg gegen Stuttgart hat Hannover 96 noch alle Chancen, „den Bock doch noch umzustoßen“, wie Christian Schulz es ausdrückte.
Genauer gesagt, heißt das, Hannover 96 muss sich jetzt auf das naheliegendste konzentrieren: mindestens den 16. Tabellenplatz in der Bundesliga zu erreichen. Mit Werder Bremen wartet nach dem gestrigen Wolfsburg-Spiel am Sonnabend um 15.30 Uhr im Weser-Stadion nicht nur ein Gegner auf Augenhöhe auf die „Roten“, sondern auch eine Mannschaft, die derzeit trotz des 2:2- Remis gegen den SV Darmstadt 98 eine ähnliche Durststrecke durchmacht. So kassierte die Mannschaft von Trainer Viktor Skripnik auch in ihrem 23. Bundesligaspiel in Folge ein Gegentor, was die treuesten unter den Bremer Fans bereits zum Anlass nahmen, um auf einem Banner an den Bremer Trainer und seine Spieler bereits die Warnung auszusprechen: „Unsere Geduld ist nicht grenzenlos.“
Zumal nicht nur Hannover 96 mit dem 2:1-Sieg in Stuttgart zu überzeugen wusste, sondern von den Abstiegskandidaten in erster Linie auch der Tabellenvorletzte TSG 1899 Hoffenheim trotz der 1:3 (1:0)-Niederlage beim Tabellenzweiten Borussia Dortmund. Für Spannung ist daher bei der Ausgeglichenheit der Mannschaften im Abstiegskampf gesorgt.
Was die mit 21 Punkten auf einem Relegationsplatz stehenden Elf von Werder Bremen besonders schmerzt, ist nicht nur, dass sie lediglich vier Punkte von den 96ern trennt, sondern auch die Tatsache, dass die Bremer mit nur sieben Punkten über die zweitschlechteste Heimbilanz aller Bundesligisten verfügen. So datiert der bisher einzige Heimsieg der Bremer mittlerweile vom 30. August mit dem 2:1-Sieg über Borussia Mönchengladbach. Kein Wunder, dass die Werder-Anhänger angesichts der drohenden Abstiegsgefahr förmlich nach einem Heimsieg lechzen. Nur gut, dass sie mit Anthony Ujah (9 Treffer) und Fanliebling Claudio Pizarro (7 Tore) über gleich zwei Torjäger verfügen, die zusammen weit über die Hälfte der bisherigen 27 Bremer Tore erzielten. Dem Bremer Torduo sollte daher die besondere Aufmerksamkeit der 96-Abwehr gelten, die einmal mehr auf ihre Auswärtsstärke vertrauen sollten und hoffentlich mit der Leidenschaft, wie beim 2:1-Sieg in Stuttgart auftritt.
Und da sind wir wieder gespannt auf Ihren Ergebnis-Tipp, mit dem Sie zwei Sitzplatz-Tickets für das nächste „Schicksalsspiel“ gegen den 1. FC Köln am Sonnabend, 12. März, um 15.30 Uhr in der HDI-Arena gewinnen können! Tippen Sie den richtigen Spielausgang der 96er in Bremen und schicken Sie uns bis zum kommenden Sonnabend, 15 Uhr, eine Mail (Namen, Adresse, Tel./Handy-Nr. nicht vergessen) an gewinnen@marktspiegel-verlag.de. Alle richtigen Tipps nehmen an der Verlosung teil, wenn Sie folgende Spielregeln beachten: Geben Sie in der Betreffzeile Ihr vermeintliches Ergebnis an (Bremen – 96 X : X) und schicken sie uns nur EINE Mail unter der identischen Absenderadresse.