Hannover 96 muss sich gegen den KSC erheblich steigern

Adelheid Warnecke aus Burgdorf gewinnt zwei Sitzplatz-Tickets

HANNOVER (kd). Ist der Zauber bereits verflogen? Nach einem gelungenen Start mit zwei Siegen wähnte sich der damalige Tabellenführer Hannover 96 in der 2. Bundesliga bereits im Glück. Alles schien im Lot zu sein, bis es das jähe Erwachen gab. Seit drei Spielen kann der Bundesligaabsteiger selbst in der 2. Liga nicht mehr gewinnen.
Nach dem 1:1 beim VfL Bochum und der 0:2-Heimpleite gegen Dynamo Dresden gab es nun auch im dritten Spiel auf der Bielefelder Alm keinen Sieg. Mit viel Glück kam Hannover 96 zu einem 3:3 (2:1)-Unentschieden bei Arminia Bielefeld. Doch wer die Vorstellung der „Roten“ verfolgt hat, muss sich ernsthaft Sorgen um den erhofften und auch dringend benötigten Wiederaufstieg machen. Als zu schwach präsentierte sich die gesamte 96-Mannschaft, die sich um hundert Prozent in der jetzt anstehenden englischen Woche mit dem Heimspiel am heutigen Mittwoch, 21. September, ab 17.30 Uhr in der HDI-Arena gegen den Karlsruher SC und bereits am Sonntag, 25. September, ab 13.30 Uhr in der Allianz-Arena beim TSV 1860 München steigern muss, sofern nicht wieder Angst und Panik um sich greifen soll.
Wer die Vorstellung der Hannoveraner am Sonntagmittag bei Arminia Bielefeld verfolgt hat, der muss bei objektiver Betrachtungsweise zu der Feststellung kommen, dass die „Roten“ ihr Glück mit diesem Spiel bereits für die gesamte Saison aufgebraucht haben. Doch kann man zugegebener Weise auch zu der Feststellung kommen, dass man so viel Glück haben muss, um aufzusteigen.
Insbesondere in der Person von Bielefelds Abwehrspieler Sebastian Schuppan, dem in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit bei einem Kopfball von Stefan Strandberg der Rettungsversuch missglückte, so dass die 96er noch wie aus dem Nichts zum 1:2- Anschlusstreffer kamen. Zuvor hatte Bielefelds Fabian Klos, der als Nachwuchsstürmer übrigens für den SV Meinersen und den MTV Gifhorn reichlich Tore erzielte, mit einem von 96-Neuzugang Stefan Strandberg verursachten Foulelfmeter für die 1:0-Führung (25.) gesorgt, dem Fabian Klos dann noch das 2:0 (31.) mit einem Kopfball folgen ließ.
Ihre stärkste Phase hatten die 96er nach einer Stunde Spielzeit, als vor 25.138 Zuschauern Kenan Karaman (69.) mit einem Kopfball nach einer Ecke der 2:2- Ausgleich glückte. Ein Freistoß von Brian Behrendt aus über 30 Meter Entfernung, bei dem 96-Keeper Philipp Tschauner alles andere als gut aussah, brachte die Arminen erneut in Führung, ehe in der ersten Minute der Nachspielzeit ein zweites Eigentor von Sebastian Schuppan zum 3:3 die 96er vor einer Niederlage bewahrte.
Gegen den Karlsruher SC, der als Tabellenfünfzehnter bisher noch keine Bäume ausriss und bei vier Remis und einer Niederlage noch immer auf den ersten Saisonsieg wartet, zählen Mittwoch Abend keine Ausreden. Das Spiel muss gewonnen werden. „Der Punkt ist gut für die Moral. Wir schauen auf alle Fälle nach oben, wobei wir auch noch das eine oder andere Wort über die erste Hälfte in Bielefeld verlieren müssen."
Allerdings werden auch Mittwoch der für fünf Spiele rotgesperrte Salif Sané und Angreifer Martin Harnik aufgrund einer Verletzung nicht zur Verfügung stehen. Mit dabei sein beim Mittwochspiel gegen den Karlsruher SC wird Adelheid Warnecke aus Burgdorf, die bei unserem Ergebnis-Tipp-Gewinn den 3:3-Spielausgang in Bielefeld als einzige Tipperin richtig getippt hatte und daher die beiden Sitzplatz-Tickets gewonnen hat.