Hannover 96 muss nun auf die Worte von 96-Präsident Martin Kind vertrauen

Zwei Sitzplatz-Tickets für das Spiel gegen SC Freiburg zu gewinnen

HANNOVER (kd). Trotz aller Hoffnungen, dass vor dem Heimspiel gegen Werder Bremen ein dreitägiges Kurztrainingslager in der Hotel-Residence Klosterpforte in unmittelbarer Nähe eines 800 Jahre alten Klosters in Harsewinkel für den nötigen Beistand im Abstiegskampf für die „Roten“ sorgen könnte, erwies sich im Nachhinein als nicht erfolgreich. Zwar kassierte Hannover 96 in der mit 49.000 Zuschauern restlos ausverkauften HDI-Arena gegen die Bremer keine Niederlage, doch kommt das 1:1 (1:0)-Unentschieden einer gefühlten Niederlage für die „Roten“ gleich, wie es ihr Präsident Martin Kind nach dem Spiel treffend formulierte.
Für Hannover 96 war es das 16. Spiel in Folge, das die Mannschaft nicht gewinnen konnte. Kein Wunder, dass die Angst vor dem Abstieg in die 2. Liga bei den Hannoveranern längst Einzug gehalten hat, die in diesem Jahr noch ohne Sieg sind und nun am Sonnabend, 16. Mai, ab 15.30 Uhr beim FC Augsburg antreten müssen.
Jener Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl, die sich nach dem 1:0-Überraschungssieg beim FC Bayern München inzwischen mit 46 Punkten auf den 5. Tabellenplatz verbessern konnte. Ein gutes Omen für die 96er könnte allerdings die Tatsache sein, dass sie in der Hinrunde durch den 2:0 (1:0)-Sieg durch die Tore von Salif Sané und Joselu ihren letzten Sieg ausgerechnet gegen die Augsburger feiern konnten.
Ihren ersten Dreier im Jahr 2015 hätten die 96er eigentlich bereits am Sonnabend im Heimspiel gegen Werder Bremen holen müssen. Gegen die Gäste von der Weser waren die 96er in einer sehr zerfahrenen Begegnung, die erst gegen Ende des Spiels Fahrt aufnahm, vor allem in der 1. Halbzeit die klar bessere Mannschaft, die durch das Tor von Lars Stindl aus der 22. Minute völlig verdient mit 1:0 führte. Doch hatten es die Hannoveraner danach versäumt mit Toren nach zulegen, obwohl sich ihnen gute Gelegenheit boten. Dabei kam den 96ern zugute, dass die Werderaner in der 1. Halbzeit nahezu alles vermissen ließen, was sie in den letzten Spielen so gefährlich machte. „Wir haben in der 1. Halbzeit eine unterirdische Leistung geboten. Die schlechteste erste Halbzeit neben dem Bayern-Spiel“, fand auch Werder Geschäftsführer Thomas Eichin. Grund zum Jubeln hatte der Tabellenachte aus Bremen erst, als zwölf Minuten vor Spielschluss Zlatko Junuzovic mit einem Kunstschuss einen direkten Freistoß über die Mauer hinweg zum 1:1-Ausgleich verwandelte, bei dem Edgar Prib seinen Torhüter Ron-Robert Zieler auch noch durch Zurücklaufen irritierte. Mit dem Traumtor, direkt in den Winkel gezirkelt, holten die Bremer einen nicht mehr für möglich gehaltenen Punktgewinn und wahrten damit ihre minimalen Chancen auf das Erreichen der Europa League.
Weitaus schlechter sieht es für die „Roten“ aus, die mehr denn je um den Klassenerhalt bangen müssen. Zwar konnten sich die Hannoveraner durch den Punktgewinn von einem direkten auf einen Relegationsplatz verbessern, doch belegt zwei Spieltage vor Saisonschluss die Tabelle, wie bedrohlich sich die Lage für die Mannschaft vor den abschließenden Spielen am Sonnabend beim FC Augsburg und eine Woche darauf zu Hause gegen den SC Freiburg darstellt. So trennen den Tabellenletzten VfB Stuttgart mit 30 Zählern nur zwei Punkte vom Tabellenvierzehnten Hamburger SV mit 32 Zählern. Selbst Hertha BSC Berlin darf sich mit 34 Punkten noch nicht zu sicher sein, den Klassenerhalt geschafft zu haben.
Wer am Ende zu den beiden direkten Absteigern gehört und wem sich die Chance bietet, als Gewinner aus den beiden Relegationsspielen gegen den Tabellendritten der 2. Liga hervorzugehen, lässt sich beim besten Willen nicht vorhersagen, da sich die abstiegsgefährdeten Vereine zum Teil im direkten Vergleich gegenüberstehen.
So hat es das Schlusslicht VfB Stuttgart (30 Zähler) noch mit dem Hamburger SV (H) und SC Paderborn 07 (A) zu tun. Der ebenfalls auf einem direkten Abstiegsplatz stehende SC Paderborn 07 (31 Zähler) muss sich noch mit dem FC Schalke 04 (A) und VfB Stuttgart (H) auseinandersetzen. Hannover 96 (31 Zähler) als derzeitiger Teilnehmer an den Relegationsspielen muss noch beim FC Augsburg (A) und zu Hause gegen den SC Freiburg (H) antreten. Der SC Freiburg (31 Punkte) wiederum hat es noch mit dem FC Bayern München (H) und Hannover 96 (A) zu tun. Der Hamburger SV (32 Punkte) muss noch beim VfB Stuttgart (A) und zu Hause gegen Schalke 94 (H) antreten, während die Gefahr für Hertha BSC mit 34 Punkten vor den abschließenden Spielen gegen Eintracht Frankfurt (H) und TSG Hoffenheim (A) derzeit am geringsten ist.
Doch wer will sich da festlegen, wen es am Ende erwischen wird. Zuversichtlich gibt sich allerdings Martin Kind. „Die Leistung der Mannschaft in den letzten beiden Spielen macht mir Hoffnung. Die Mannschaft ist motiviert und weiß, was sie will. Michael Frontzeck hat sie gut im Griff und erreicht die Spieler. Ich rechne mit zwei Siegen in den beiden Spielen.“ Bleibt nur zu hoffen, dass der 96-Präsident recht behält.
Egal, wie die Partie in Augsburg ausgeht - das „Abstiegs-Endspiel“ steigt" am Sonnabend, 23. Mai, 15.30 Uhr, in der ausverkauften HDI-Arena gegen den SC Freiburg. Und SIE können mit etwas Glück bei diesen emotionalen und sicherlich hochexplosiven 90 Minuten dabei sein - wir haben noch zwei Sitzplatz-Tickets. So gehts: Tippen Sie den richtigen Spielausgang der 96er in Augsburg und schicken Sie uns bis zum kommenden Sonnabend, 15 Uhr, eine Mail (Namen, Adresse, Telefon-/Handynummer nicht vergessen) an gewinnen@marktspiegel-verlag.de. Alle richtigen Tipps nehmen an der Verlosung teil, wenn Sie folgende Spielregeln beachten: Geben Sie in der Betreffzeile Ihr vermeintliches Ergebnis an (Augsburg - 96 X : X) an und schicken Sie uns nur EINE Mail!