Hannover 96 ist auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht

Zwei Sitzplatz-Tickets gegen den FSV Mainz 05 zu gewinnen

HANNOVER (kd). Das böse Erwachen kam erst einen Tag später. Denn nicht nur die 1:2 (1:1)-Heimniederlage vor nur 35.600 Zuschauern in der HDI-Arena gegen Darmstadt 98, einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, wirkte sich für die Mannschaft von Hannover 96 fatal aus. Nachdem bereits am Sonnabend auch die abstiegsgefährdeten Klubs FC Ingolstadt 04, FC Augsburg, VfB Stuttgart und die TSG Hoffenheim punkten konnten, gelangen am Sonntag auch Eintracht Frankfurt gegen den VfL Wolfsburg (3:2) und Werder Bremen gegen den FC Schalke (3:1) Überraschungssiege. Hannover 96 funkt weiter SOS und ziert nach dem 1. Spieltag der Rückrunde zusammen mit der punktgleichen Mannschaft von der TSG Hoffenheim das Tabellenende.
Wie weit die beiden auf Abstiegsplätzen stehenden Vereine vom rettenden Ufer entfernt sind, verdeutlicht der Blick auf die Tabelle. Selbst ein Auswärtssieg am Sonnabend, 30. Januar, um 15.30 Uhr beim Tabellenfünften Bayer 04 Leverkusen würde die „Roten" weiter auf einem Abstiegsplatz verbleiben lassen, da die auf einem Relegationsplatz stehende Elf von Werder Bremen bereits vier Punkte von den 96ern trennt. Schlechter hätte der Start für Hannover 96 in die Rückrunde nicht laufen können. Zu allem Überfluss muss Trainer Thomas Schaaf am Sonnabend in der BayArena in Leverkusen mit Christian Schulz und Salif Sanè auf zwei erfahrene Abwehrspieler verzichten, die beide gegen Darmstadt jeweils ihre 5. gelbe Karte sahen.
Doch bleibt trotz der Niederlage ein Hoffnungsschimmer. Mit Hugo Almeida, der bereits in der 10. Minute mit einem wuchtigen Linksschuss aus zehn Metern die viel umjubelte 1:0-Führung für die Hausherren erzielte und Adam Szalai besitzen die Hannoveraner endlich wieder ein Sturmduo, das diese Bezeichnung auch verdient. Beide machten, solange die Kondition reichte, in der Anfangsphase viel Alarm und sollten bei den „Roten" noch für so manche positive Überraschung sorgen. Das lässt sich mit Fug und Recht auch von Andre Hoffmann sagen, der unter Trainer Thomas Schaaf der große Gewinner war und als Sechser zum besten Akteur der 96er avancierte, nachdem er nach seinem Kreuzbandriss bei Trainer Michael Frontzeck keine Rolle mehr spielte.
Wie oft die 96-Verantwortlichen bei ihrer Transferpolitik daneben lagen, wurde ihnen nicht nur am Sonnabend deutlich vor Augen geführt. So zählten die ehemaligen 96er Jan Rosenthal und Konstantin Rausch neben Marcel Heller und dem zweifachen Torschützen Sandro Wagner zu den stärksten Spielern beim SV Darmstadt 98. Allerdings profitierte der von Hertha BSC ausgemusterte 28-jährige Profi von eklatanten Abwehrschnitzern der 96-Spieler Oliver Sorg und Marcelo, die Sandro Wagner in der 31. und 47. Minute, jeweils nach Vorarbeit von Jan Rosenthal, keine Mühe bereiteten, mit seinen beiden Toren für einen 2:1-Sieg der Lilien zu sorgen.
„Wir nehmen aus der Niederlage gegen Darmstadt 98 aber auch Gutes mit", sagte Thomas Schaaf nach der Pleite und versuchte mit lobenden Worten seine Mannschaft für die kommenden Aufgaben einzustimmen. „Wir haben eine Mannschaft erlebt, die bereit ist, diese Veränderungen herbeizuführen. Wir haben gemerkt, dass unsere Arbeit etwas gebracht hat. Auch wenn wir eingestehen müssen, dass es noch nicht gereicht hat. Wir werden diesen Weg weitergehen", kündigte Thomas Schaaf bereits an, der allerdings auch die nötige Stabilität bei seiner Mannschaft vermisste, als der Gegner sich steigerte und seine Mannschaft in alte Verhaltensmuster zurückkehrte. „Die Bälle sind dann nicht mehr nach vorne gekommen“, vermisste der neue 96-Coach die Zuspiele in die Spitzen. Auch übersah Bremens Meistermacher nicht die Passivität bei seinen Abwehrspielern bei gegnerischen Flanken, die dank Zweikampfschwächen auch prompt zu zwei Gegentoren führten.
Bleibt nur die Hoffnung, dass die „Roten“ diese Schwächen bereits am Sonnabend in Leverkusen abstellen können. Die Ziele der Hausherren als Tabellenfünfter mit 28 Punkten entsprechen nicht unbedingt der Zielsetzung ihres Teammanagers Rudi Völler. Zumindestens Platz 4 und damit die Qualifikation für die Champions League muss das Ziel des Werksklubs sein, der sich in dieser Saison bereits einige Aussetzer erlaubte. So reichte es trotz eines glänzend besetzten Kaders zum Rückrundenauftakt beim 1:1 in Hoffenheim selbst beim bisherigen Tabellenletzten nicht zu einem Sieg. Dass die Hannoveraner zu den Lieblingsgegnern der Werkself zählen, verdeutlicht nicht nur der 1:0-Sieg vom Hinspiel. Auch ist es ein offenes Geheimnis, dass sich die 96er in der Winterpause offen um eine Verpflichtung von Leverkusens Angreifer Stefan Kießling bemüht hatten, nachdem der 32-jährige Stürmer hinter dem Senkrechtstarter Chicharito aufs Abstellgleis geraten war und erst nach seinen beiden Toren und zwei Torvorlagen am 12. Dezember beim 5:0- Sieg über Borussia Mönchengladbach plötzlich als unverkäuflich deklariert wurde. Daher darf man gespannt sein, in wie weit „Kies“, wie er von seinen Freunden genannt wird, seine Torgefährlichkeit gegen die 96er unter Beweis stellen wird.
Also sind wir wieder gespannt auf Ihren Ergebnis-Tipp, mit dem Sie zwei Sitzplatz-Tickets für das nächste Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 am Sonnabend, 6. Februar, um 15.30 Uhr in der HDI-Arena gewinnen können! Tippen Sie den richtigen Spielausgang der 96er in Leverkusen und schicken Sie uns bis zum kommenden Sonnabend, 15 Uhr, eine Mail (Namen, Adresse, Tel./Handy-Nr. nicht vergessen) an gewinnen@marktspiegel-verlag.de. Alle richtigen Tipps nehmen an der Verlosung teil, wenn Sie folgende Spielregeln beachten: Geben Sie in der Betreffzeile Ihr vermeintliches Ergebnis an (Leverkusen – 96 X : X) und schicken sie uns nur EINE Mail unter der identischen Absenderadresse.