Hannover 96 empfängt am Samstag VfL Wolfsburg zum Derbyauftakt

Ursula Bergmann aus Burgdorf gewinnt die ersten Sitzplatz-Tickets

HANNOVER/REGION (ho). „Aller Anfang ist schwer“, „Glanzlos – aber weiter“, „96 rumpelt sich in die zweite DFB-Pokalrunde“ – so lauteten die Schlagzeilen der hannoverschen Tageszeitungen nach dem müden Kick beim 2:0-Sieg der „Roten“ am Sonntag beim Viertligisten Victoria Hamburg. In der Tat: was die 96er eine Woche vor dem Bundesliga-Auftakt über 90 Minuten gegen eine biedere Amateurmannschaft zustande brachten, macht wenig Hoffnung auf einen guten Start im Niedersachsenderby gegen den VfL Wolfsburg am kommenden Sonnabend, 15.30 Uhr, in der HDI-Arena.
Aber noch hat Cheftrainer Mirko Slomka ein paar Tage Zeit, um aus einer „orientierungslosen“, weil uneingespielten, Mannschaft ein schlagkräftiges Team zu formen, das – so die eigenen Ansprüche – in dieser Saison wieder nach „Europa“ will. Die Abwehr, das große Sorgenkind der letzten Saison, sollte verstärkt werden. Geschehen ist nichts! So werden am Sonnabend vor Ron-Robert Zieler Hiroki Sakai, Christian Schulz, Salif Sane (wenn er denn fit ist) oder Karim Haggui und Christian Pander gegen die VfL-Stürmer Diego, Perisic, Olic oder Dost dagegenhalten müssen, na ja. Vor der Abwehr dürften Stindl und Andreasen die Sechserpositionen bekleiden – zumindest dem Dänen fehlt noch die Spritzigkeit. Huszti über links und Neuzugang Leo Bittencourt über rechts sollen den „gesetzten“ Mame Diouf im Sturmzentrum mit brauchbaren Pässen und Flanken „füttern“ – doch was der Senegalese am Sonntag in Hamburg ablieferte, war meilenweit von der Tor-Gefährlichkeit der letzten Saison entfernt. Das ständige Wechseltheater um seine Vertragsverlängerung – bleibt er oder bleibt er nicht – hat bei ihm zweifelsohne Spuren hinterlassen. Eine echte Alternative ist Artur Sobiech, der, in Hamburg kaum eingewechselt, die 1:0-Führung erzielte. Vielleicht sollte (müsste) Trainer Slomka dem Spieler-/Berater-Duo Diouf/Solbakken endlich eine Denkpause verpassen – Spieler, die auf der Bank sitzen, sind auch für andere Vereine nicht interessant!
Als zentraler Spieler hinter den Spitzen blieb Jan Schlaudraff bis zu seiner Auswechselung wieder einmal völlig hinter den Erwartungen zurück – er wirkte unmotiviert, laufschwach und zudem lustlos! Sicherlich wäre Slomka gut beraten, zunächst einmal die Abwehr zu stärken – und mit Hoffmann, Prib oder auch Schmiedebach lauf- und kampfstarken Spielern eine Chance geben! Doch wie sagte Szabolcs Huszti, Torschütze zum 2:0-Endstand bei Victoria: „Am Sonnabend wird das anders sein!“ Dem kann man nur beipflichten und hoffen, dass seine Worte in der Mannschaft Gehör finden.
Dass die 96-Fans wieder Lust auf ihre Mannschaft haben, dokumentieren die bereits wieder über 25.000 abgesetzten Dauerkarten, obwohl die „Hammerspiele“ gegen die Bayern, den BVB, Werder und HSV erst in der Rückserie stattfinden. Auch am Sonnabend wird es voll in der HDI-Arena: 96 erwartet 45.000 Zuschauer. Unter ihnen ist auch Ursula Bergmann aus Burgdorf: Sie hat wie 19 andere Mitspieler/innen auch, den 2:0-Pokalsieg der „Roten“ (bei insgesamt 491 Einsendungen) richtig vorhergesagt und per Zufallsgenerator die beiden Sitzplatz-Tickets bei unserem ersten Ergebnistipp-Gewinnspiel für das Niedersachsenderby gewonnen. Wer das Glück nicht hatte – Karten gibt es noch bis Freitag, 18 Uhr, u.a. in den MARKTSPIEGEL-Geschäftsstellen Burgdorf, Lehrte und Burgwedel.