Handball-Bundesligist TSV reist zum schweren Auswärtsspiel nach Göppingen

Leider muss die TSV Hannover-Burgdorf im Auswärtsspiel bei Frisch Auf Göppingen auf Kai Häfner verzichten. (Foto: st)

Ein Punktgewinn wie in der Hinrunde würde ein Erfolg sein

BURGDORF (st). Für die TSV Hannover-Burgdorf geht der Kampf um einen Platz im gesicherten Mittelfeld am Sonnabend, 11. April, bei Frisch Auf Göppingen weiter. Während der Gastgeber sich ganz auf das Erreichen der Europapokalplätze konzentriert, müssen die Recken kleinere Brötchen backen und nach der schwachen Phase mit vielen Niederlagen im Februar und März die Abstiegszone endgültig verlassen und den Anschluss an die Mittelfeldplätze suchen. Für beide Mannschaften steht einiges auf dem Spiel und so wird eine spannende Begegnung erwartet.
Die Platzierung, der 11. Platz der TSV Hannover-Burgdorf, sagt eher wenig über den eigentlichen Leistungstand aus. Die Verletzungsmisere hat das Team um Trainer Christopher Nordmeyer immer noch fest im Griff.
Bisher konnten die Hannoveraner seit Saisonstart noch kein Spiel mit komplettem Kader bestreiten. Zwar hat sich die Situation in den letzten Wochen entschärft und Mait Patrail und Torge Johannsen beim 26:26-Unentschieden gegen VfL Gummersbach wieder auflaufen, aber es fehlen immer noch wichtige Stammspieler, wie Kai Häfner.
So ist es nicht verwunderlich, dass es schwer wird, einen angestrebten einstelligen Tabellenplatz zu erreichen. Zumal die nächsten Partien in der Swiss Life Hall in Hannover gegen die SG Flensburg-Handewitt und die HSG Wetzlar auch keine Selbstläufer werden. Die volle Konzentration liegt aber auf dem 31. Spieltag und der wird für die TSV am Sonnabend um 20.15 Uhr in der EWS-Arena in Göppingen angepfiffen.
Im der Hinrunde konnten Sven-Sören Christophersen und seine Mitspieler gegen den Europapokalkandidaten ein 29:29-Remis erzielen und mussten damit zufrieden sein. Lars Lehnhoff und Co lagen lange Zeit zurück und konnten erst in der Schlussphase nach 26:29-Rückstand noch den Ausgleich erzielen. Olafur Gudmundsson schaffte den entscheidenden Treffer 46 Sekunden vor dem Abpfiff.
Die Göppinger haben eine sehr ausgeglichenen Mannschaft und mit Magnus Andersson einen Trainerneuling, der aber aufgrund seiner Erfahrung in der aktiven Zeit als Spielmacher viele positive Impulse ins Spiel von Frisch Auf bringen konnte. Jeder Spieler ist extrem torgefährlich und kann sich in den Vordergrund spielen. Gegen die Recken zeichneten sich in Hannover besonders die Rückraumspieler Zarko Sesum und Alix Kévynn Nyokas und Linksaußen Marcel Schiller mit jeweils fünf Treffern aus. Aber auch aus dem rechten Rückraum durch Felix Lobedank (3) und von Rechtsaußen durch Anton Halen (3) kommt Gefahr auf das Tor der TSV zu.
Nationalspieler Michael Kraus ist zudem immer gefährlich und als Spielmacher auch für Torerfolge gut. Die beiden Kreisläufer Evgeni Pevnov und Manuel Späth vervollständigen den starken Angriff der Göppinger. Die TSV wird in der Defensive deshalb Schwerstarbeit leisten müssen, um nicht einem Rückstand hinterherlaufen zu müssen. Kommen die Schwaben erst einmal in Schwung, dann werden sie schwer zu stoppen sein.
Viel wird auch davon abhängen, ob die Torwarte Martin Ziemer und Nicolai Weber wieder einige Bälle entschärfen können und ob im Angriff wenig Fehler produziert werden. Gelingt es, die Torquote hochzuhalten und gleichzeitig viele Bälle des Gegners abzublocken, dann könnten ein oder bestenfalls zwei wichtige Punkte aus der Göppinger Halle entführt werden. In den folgenden zwei Heimspielen hätte die TSV dann die Chance, sich endgültig im Mittelfeld zu positionieren und gelassen den restlichen Spielen der Saison 2014/2015 entgegen zu blicken.