Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf will den Heimsieg wiederholen

Torge Johannsen war im ersten Heimspiel gegen MT Melsungen (22:26) mit zehn Toren erfolgreichster Torschütze. (Foto: st)

Team Christopher Nordmeyer steht gegen den SC Magdeburg unter Druck

BURGDORF (st). Das wird am Sonntag, 14. September, ab 15.00 Uhr eine schwere Aufgabe für die Spieler der TSV Hannover-Burgdorf. Nach vier Spieltagen, zwei Auswärtsspielen und zwei Heimspielen, stehen sie nicht gerade mit den erhofften Punkten auf einem aussichtsreichen Tabellenplatz, sondern mit nur drei Pluspunkten im unteren Mittelfeld. Viele Verletzte Akteure zu Saisonbeginn und ein schweres Anfangsprogramm sorgten bisher für einen holprigen Start.
Und jetzt kommt nach der bitteren 24:27-Niederlage bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim mit SC Magdeburg ein Team in die Swiss Life Hall, das sich in der neuen Saison gute Chancen auf einen Europapokalplatz ausrechnet.
Für Trainer Christopher Nordmeyer besteht kein Grund zur Sorge, denn seine Mannschaft hat das Potenzial für eine langfristige Platzierung unter den ersten zehn Teams der Liga. Aber das der Serienstart nicht gerade glücklich abgelaufen ist, bezweifelt er nicht. Jetzt ist Kampfkraft und mannschaftliche Geschlossenheit gefordert und diese Attribute wollen Kapitän Torge Johannsen und seine Mitspieler ihren Fans am Sonntag gegen Magdeburg zeigen.
Die Gäste sind nicht gerade der Lieblingsgegner der Recken, in eigener Halle aber durchaus bezwingbar. Das zeigte die TSV in der vergangenen Serie beim 27:25-rfolg in Hannover. Im Rückspiel gab es allerdings eine deutliche 25:32-Pleite in Magdeburg. Das es nicht einfach wird, zeigen die guten Ergebnisse der Gäste bisher und die Tatsache, das die internationalen Startplätze das klare Ziel des SCM sind.
Zudem haben sich die Magdeburger gezielt verstärkt und in die skandinavischen Neuverpflichtungen werden große Hoffnungen gesetzt. Mit dem Norweger Esper Lie Hansen kam ein starker Rückraumspieler vom französischen Team Dunkerque HBGL.
Der Däne Jakob Bagersted verstärkt die Kreisläuferposition und wechselte von Aalborg Handbold an die Elbe. Ein weiterer Neuzugang aus Dänemark ist Torwart Jannick Green von Bjerringbro-Silkeborg. Weiterhin konnte der neue Trainer Geir Sveinsson seinen Kader mit Alexander Saul, André Czech, Tomasz Gebala, Maciej Gebala und Vincent Sohmann aus dem eigenen Jugendhandballinternat vervollständigen.
Besonders die Skandinavier aber sorgen für echte Euphorie in Magdeburg und neutralisieren die Abgänge von Tim Hornke (TBV Lemgo), Gerrit Eijlers und Marco Oneto (GWD Minden), Stefan Kneer (Rhein-Neckar Löwen) und Kjell Landsberg (unbekanntes Ziel). Damit kann sich Sveinsson auf einen 20-köpfigen Kader stützen und hat die Qual der Wahl.
Nach dem 7. Platz in der vergangenen Spielzeit, ist das Ziel Europapokal sicherlich verständlich, aber aufgrund des Kaders auch realistisch.
Die Recken um Torwart Nicolai Weber haben mit einem Kader von 17 Spielern und dem immer noch verletzten Akteur Runar Karason dagegen klare Nachteile, wollen diese aber durch verstärkten Einsatz wieder ausgleichen. Das gelingt nur, wenn auch die Fans in Hannover wieder hinter der Mannschaft stehen und ein kämpfendes TSV-Team zu Höchstleistungen anfeuern. Mit engagiertem Auftreten und einer guten Taktik sind die Recken gegen Magdeburg nicht chancenlos und können als gleichwertige Mannschaft angesehen werden.
Dazu muss allerdings eine gute Defensivleistung mit einer exzellenten Chancenverwertung einhergehen. Bisher war im Angriff nur wenig Durchschlagskraft zu sehen und die bisherige Torausbeute mangelhaft. Kann dieses Manko abgestellt werden und die Recken werden in ihrer Festung gestärkt auflaufen, dann sollte ein doppelter Punktgewinn durchaus gelingen können.