Handball-Altkreisteams beschließen in der 3. Liga auswärts die Saison

Jago Mävers von der TSV Burgdorf II nutzt jede Lücke in der Abwehr, um durchzubrechen und einen Treffer für sein Team zu erzielen. (Foto: st)

TS Großburgwedel und TSV Burgdorf reisen in Richtung Hauptstadt

ALTKREIS (st). Saisonabschluss in der 3. Handballliga. Bereits am kommenden Wochenende treten die Altkreisvertreter Turnerschaft Großburgwedel und TSV Burgdorf II in der Serie 2015/2016 zum letzten Mal an. Beide Teams reisen in Richtung Hauptstadt und wollen zeitgleich einen Sieg bejubeln und damit die Spielzeit erfolgreich beenden. Ob das aber auch klappt, ist zumindest fraglich, denn die TSG beim VfL Potsdam und die TSV II bei den Füchsen Berlin II stehen vor schweren Aufgaben. Der Lehrter SV wird noch bis Anfang Juli in der Oberliga aktiv sein und hat am Wochenende ein Heimspiel gegen HV Barsinghausen.
Im letzten Spiel der Saison gastiert die TS Großburgwedel am Sonnabend, 30. April, ab 19 Uhr beim Favoriten VfL Potsdam. Das wird zum Abschluss nochmal harte Arbeit für den zuletzt sehr dezimierten Kader um Trainer Jürgen Bätjer. Ablesen lässt sich das allein schon an der Tabellensituation, denn der VfL steht hinter den Spitzenmannschaften Dessau-Roßlauer HV, SC Magdeburg II und Eintracht Hildesheim auf dem 4. Platz und will diese gute Position in eigener Halle auch verteidigen. Die Gastgeber aus der Nähe der Bundeshauptstadt haben sich in dieser Saison gut präsentiert und fügten der TSG im Hinspiel auch eine 26:29-Heimniederlage zu. Allerdings war die Begegnung bis zum Ende spannend, denn eineinhalb Minuten vor Spielschluss waren Erik Gülzow und seine Mitspieler beim 26:27-Zwischenstand noch auf dem Weg zu einem Remis.
Für das letzte Spiel der Saison haben sich die TSGer noch einmal eine gute Leistung vorgenommen. Dazu müssen sie aber die starken VfL-Spieler in den Griff bekommen. Akteure wie Caspar Jacques, Jan Piske, Christian Schwarz oder auch Daniel Deutsch, der auch schon für die TSV Hannover-Burgdorf spielte, dürfen nicht aus den Augen gelassen werden. Die Defensive muss Schwerstarbeit leisten und um jeden Ball kämpfen. Nur dann könnte in der Landeshauptstadt von Brandenburg und vor den Toren von Berlin eine Überraschung gelingen.
Zeitgleich ist die TSV Burgdorf II nicht weit entfernt bei den Füchse Berlin II gefordert. Der Talentschuppen der Berliner wird versuchen, die TSV mit einer verstärkten Mannschaft zu bezwingen. Das soll aber nicht gelingen und Trainer Heidmar Felixson und sein Team werden erhebliche Gegenwehr bieten. Die Füchse können den Klassenerhalt nicht mehr schaffen, wollen aber im Heimspiel nochmal punkten.
Im Hinspiel in Burgdorf konnten die Füchse von der TSV mit 24:20-Treffern bezwungen werden und auch auswärts sollte die TSV gute Karten haben. Aber es wird ein Spiel mit vielen Emotionen und so heißt es für Maurice Dräger und Co kühlen Kopf zu bewahren. Gelingt es, die Chancen zu nutzen und mit schnellen Gegenstößen einfache Tore zu erzielen, dann ist ein Sieg in Berlin durchaus realisierbar. Nachlässigkeiten und eine hohe Fehlerquote werden aber unnachgiebig zu einem Rückstand führen und eine Abschlussniederlage droht. Nach dem Spiel werden die Burgdorfer Yannik Dräger verabschieden, der den Verein verlassen wird.
Der Lehrter SV steht fünf Spieltage vor Saisonabschluss weiter im gesicherten Mittelfeld und bewegt sich dort scheinbar nicht von der Stelle. Mit dem Spiel gegen HV Barsinghausen am Sonnabend ab 18.30 Uhr läutet die Mannschaft um Trainer Lutz Ewert die Endphase der Spielzeit in der Oberliga ein. In zwei aufeinanderfolgenden Heimpartien könnten 4:0-Punkte gut ins Konzept des Teams passen. Aber schon gegen Barsinghausen wird ein Sieg nicht im Vorbeigehen möglich sein. Auch wenn das Hinspiel mit 33:28-Toren zugunsten des LSV entschieden wurde, ist in eigener Halle eine Leistungssteigerung zu den Spielen aus den Vorwochen nötig. Können sich Phil Hornke und seine Mitspieler aber in der Offensive steigern und den Gästen in der Defensive entschlossen entgegentreten, dann könnte ein ähnlicher Erfolg wie im Hinspiel herausspringen.