Gipfeltreffen zwischen RSE und Sulingen

Heeßels Sahin Caran (links) wird vor den Augen des Linienrichters von Frankline Nnane attackiert. (Foto: Kamm)
 
Volles Haus in der Wahrendorff-Arena im Derby zwischen dem SV Ramlingen/Ehlershausen und dem Heesseler SV. (Foto: Kamm)

Im Spitzenspiel ist die Tabellenführung in Sicht

BURGDORFER LAND (kd). Erst der 2:1-Sieg über den Heesseler SV schuf am Sonntag für den Tabellenzweiten SV Ramlingen/Ehlershausen die Voraussetzung, dass die Heimpartie am Sonntag um 15 Uhr gegen den Spitzenreiter TuS Sulingen zu Recht den Ruf eines Topspiels am 23. Spieltag in der Fußball-Landesliga genießt. Ebenfalls am Sonntag empfängt zur gleichen Anstoßzeit der Heesseler SV den MTV Almstedt, während die TSV Burgdorf, die bereits am Donnerstag ihr Nachholspiel beim TSV Pattensen bestreiten muss, am Sonntag den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide erwartet. Bereits am Sonnabend muss von 16 Uhr an der FC Lehrte beim SV Bavenstedt antreten.

SV Bavenstedt -
FC Lehrte

Diese Niederlage tut dem FC Lehrte weh. „Die Einstellung meiner Mannschaft hat in der 2. Halbzeit nicht gestimmt. Dabei hätten wir bei einem Sieg im Derby gegen die TSV Burgdorf bis auf den 8. Tabellenplatz klettern können“, ärgerte sich nach der 1:2 (1:1)-Niederlage seines FC Lehrte gegen die TSV Burgdorf FC-Coach Willi Gramann. Durch die Niederlage rangiert der FC Lehrte mit 22 Punkten als Tabellenzwölfter weiterhin in unmittelbarer Nähe der Abstiegsplätze.
Dabei verlief der Auftakt für die Lehrter ganz nach Wunsch ihres Trainers. Bereits in der 29. Minute konnte seine Mannschaft durch das Tor von Tobias Schmitt mit 1:0 in Führung gehen. „Die Führung war überfällig. Bereits vor dem 1:0 besaßen wir durch Patrick Heldt und Tobias Schmitt die Möglichkeit in Führung zu gehen“, bedauerte Willi Gramann, für dessen Mannschaft es nach der Führung nicht mehr lief. Zumal sie zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff noch den 1:1-Ausgleich kassierte.
Noch ärgerlicher aus Sicht des FC Lehrte war die gelb-rote Karte für Michael Duraj in der 57. Minute, der sich zwei Foulspiele innerhalb von nur drei Minuten erlaubte. „Danach lief bei uns in Unterzahl nicht mehr viel zusammen", ärgerte sich Willi Gramann, dessen Mannschaft acht Minuten vor Spielschluss noch den K.O. durch das Siegtor der Burgdorfer versetzt bekam. „Noch trennen uns fünf Punkte von den Abstiegsplätzen. Doch wäre es empfehlenswert, am Sonnabend um 16 Uhr auf eine ähnliche positive Überraschung zu hoffen, wie bei unserem 2:1-Sieg vor zwei Wochen beim Spitzenreiter TuS Sulingen“, wünscht sich Willi Gramann, dem sehr wohl bewusst ist, welch schwere Aufgabe auf seine Mannschaft am Sonnabend beim SV Bavenstedt zukommt, der zwar das Hinspiel mit 0:1 verlor, dafür aber mit 22 Punkten aus zehn Spielen die zweitbeste Heimmannschaft ist, die zu Hause noch ungeschlagen ist.

TSV Burgdorf -
TSV Krähenwinkel/K.

Einen Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt landete die TSV Burgdorf mit dem 2:1 (1:1)-Sieg beim ebenfalls gefährdeten FC Lehrte. „Es ist aber trotz unseres 9. Platzes mit jetzt 24 Punkten noch ein langer Weg bis zum Klassenerhalt“, ist sich Holger Kaiser bewusst, der mit der Leistung seiner Mannschaft im Altkreisderby eine halbe Stunde lang überhaupt nicht einverstanden war. „Erst als wir in der 29. Minute durch Tobias Schmitt mit 0:1 in Rückstand geraten sind, ist meine Mannschaft aufgewacht“, gab Holger Kaiser zu. Gut für die TSV Burgdorf, dass ihnen in der 1. Halbzeit durch Noel Köhler (43.) noch der 1:1-Ausgleich glückte, dem Okan Dogan (82.) acht Minuten vor Spielschluss das 2:1-Siegtor für die TSV Burgdorf folgen ließ, auf die nun innerhalb von nur drei Tagen zwei schwere Spiele warten.
Bereits am morgigen Donnerstag, 30. März, muss die TSV Burgdorf in einem Nachholspiel von 19 Uhr an beim TSV Pattensen antreten, der trotz seines 5. Tabellenplatzes mit 30 Punkten noch die besten Chancen auf den Aufstieg besitzt, da die Mannschaft von Trainer Hans-Joachim Kock gegenüber dem führenden TuS Sulingen (43 Punkte) mit vier Spielen im Rückstand ist. Bereits im Hinspiel bekamen die Burgdorfer am 2. Spieltag die Klasse des TSV Pattensen zu spüren, der glatt mit 4:0 gewann.
Nicht leichter wird für die TSVer am Sonntag trotz des Heimspiels die Aufgabe gegen den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide werden. Zwar nehmen die „Krähen“, die im Hinspiel ein 2:2 erreichten, mit nur 16 Punkten als Tabellenvierzehnter noch einen der Abstiegsplätze ein, doch dürfte es angesichts so spektakulärer Winterzugänge wie den regionalligaerfahrenen Marcel Kunstmann und Renè Legien nur eine Frage der Zeit sein, wann die Krähenwinkeler die Abstiegsplätze verlassen werden. „Gut, dass wir in diesen beiden vor uns stehenden Spielen wieder auf Jonas Künne, Daniel Bothe und Nico Eccarius zurückgreifen können, die gegen FC Lehrte noch gefehlt haben°, freut sich Holger Kaiser.

Heesseler SV -
MTV Almstedt

Noch auf seinen ersten Sieg als Trainer des Heesseler SV wartet Pascal Preuß, dessen Elf im Derby beim SV Ramlingen/Ehlershausen mit 1:2 (0:1) das Nachsehen hatte. „Uns klebt derzeit das Pech an den Füßen“, fand Heeßels Coach angesichts der Tatsache, dass seiner Mannschaft in der Nachspielzeit der mögliche Ausgleichstreffer zum 2:2 versagt blieb, da Ramlingens Hüseyin Yüksel geraden noch einen Kopfball von Heeßels Christian Brüntjen an die Latte des RSE-Gehäuses lenken konnte.
Zuvor hatte Sahin Caran einen von Franklin Nnane verursachten Foulelfmeter zum 1:1 in der 47. Minute verwandelt. „Wir waren nach einer verschlafenen 1. Halbzeit nahe dran an einem Punktgewinn. Und dann passiert uns noch so etwas kurz vor Schluss. Und das auch noch durch den vier Minuten zuvor eingewechselten Aron Gebreslasie in der 82. Minute“, ärgerte sich Heeßels Trainer, der nun aufpassen muss, dass seine Mannschaft mit erst 24 Punkten als Tabellenachter nicht noch in den Abstiegsstrudel gerät.
Das wäre der Fall, sofern die Heeßeler am Sonntag zu Hause nicht ihren 4:3- Hinspielsieg gegen den MTV Almstedt wiederholen könnten, der mit 17 Punkten den ersten der vier Abstiegsplätze belegt. Falls die Almstedter gewinnen sollten, würde sich der Abstand vom Heesseler SV zu dem auf einem Abstiegsplatz stehenden MTV Almstedt auf nur noch vier Punkte verringern. „Das darf auf keinen Fall passieren", legte sich Pascal Preuß bereits fest.

SV Ramlingen/E. -
TuS Sulingen

Diese Begegnung hat es in sich. Mit dem Tabellenzweiten SV Ramlingen/Ehlershausen (40 Zähler) und dem Spitzenreiter TuS Sulingen (43 Punkte) treffen die beiden führenden Mannschaften der Landesliga am Sonntag aufeinander, die beide jeweils 20 Spiele bestritten haben. Bei einem Sieg des RSE, der im Hinspiel in Sulingen ein 2:2 erreichte, würde die Mannschaft von Trainer Kurt Becker nach Punkten mit dem Primus gleichziehen, der gegenüber den Ramlingern über das um acht Treffer bessere Torverhältnis verfügt.
„Wir sind für das Duell mit dem Tabellenführer am Sonntag um 15 Uhr in unserer Wahrendorff-Arena gerüstet“, ließ Ramlingens Trainer bereits wissen, dessen Elf vor 600 Zuschauern im Derby mit einem 2:1 (1:0)-Sieg gegen den Heesseler SV die Generalprobe glückte. „Zu bemängeln ist allerdings, dass wir in der 1. Halbzeit zu viele Chancen liegen gelassen haben. Das hätte sich in der 2. Halbzeit beinahe gerächt“, musste Kurt Becker eingestehen. So entsprach die 1:0-Halbzeitführung durch das Tor von Kirill Weber in der 17. Minute nicht unbedingt dem Spielverlauf.
Ein verwandelter Foulelfmeter von Heeßels Nachwuchsspieler Sahin Caran in der 47. Minute machte bei den Gästen noch einmal zusätzliche Kräfte frei. Als sich das von beiden Seiten mit viel Leidenschaft umkämpfte Derby dem Ende zuneigte, entschloss sich Kurt Becker noch zu einem weiteren Wechsel. Für Björn Gassmann wechselte der RSE-Coach in der 78. Minute Aron Gebreslasie ein. Und siehe da, der Joker stach.
Gerade mal vier Minuten im Spiel jagte Aron Gebreslasie den Ball volley zum 2:1- Siegtreffer für den SV Ramlingen/Ehlershausen in den Winkel. Die Revanche für die Hinspielniederlage war dem RSE dadurch geglückt.