Gelegentliche Aussetzer kosten dem FC Lehrte die Tabellenführung

Ein Beitrag von Klaus Depenau - Mannschaft von Trainer Willi Gramann geht als Vize in die Winterpause

LEHRTE (kd). Wenn von den positiven Überraschungen im bisherigen Saisonverlauf in der Fußball-Bezirksliga 2 die Rede ist, dann ist auf jeden Fall ein Verein zu nennen, der zum größten Teil die Erwartungen erfüllt hat, die man vor Saisonbeginn an ihn gestellt hatte, als der Klub zum erweiterten Kreis der Anwärter auf den Titel gezählt wurde. Die Rede ist vom FC Lehrte, der nach 18 Spielen als Tabellenzweiter der Bezirksliga in die Winterpause geht.
Dass der Saisonverlauf nach 15 Spielen der Hinrunde und drei bereits ausgetragenen Rückrundenpartien nicht als perfekt bezeichnet werden kann, liegt an Ausrutschern , mit denen die FC-Akteure immer wieder aufhorchen ließen. So stehen zehn Siegen bereits fünf Niederlagen und drei Unentschieden gegenüber.
Allein sieben Punkte büßte die Mannschaft von Trainer Willi Gramann durch eine Niederlagen wie beim 2:3 im Eröffnungsspiel beim Aufsteiger Blau Gelb Elze oder durch Punkteteilungen zu Hause wie beim 0:0 gegen TuS Altwarmbüchen und jüngst beim 3:3 gegen den Tabellenletzten SV Damla Genc Hannover ein, als sie sich statt der erwarteten Siege mit einer Niederlage und zwei Remis gegen Mannschaften zufrieden gegen musste, die auf einem Abstiegsplatz stehen oder zum erweiterten Kreis der Abstiegsanwärter zu zählen sind.
"Diese Punktverluste tun uns besonders weh", erkannte auch Trainer Willi Gramann, dessen Team noch Niederlagen zu Hause gegen den Spitzenreiter Mühlenberger SV (2:3) und Germania Grasdorf (1:2) sowie beim FC Can Mozaik (1:4) und beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide (0:2) einstecken musste.
Gelingt noch die Aufholjagd?
Daher sind berechtigte Zweifel angebracht, ob die Lehrter trotz ihres 2. Tabellenplatzes mit 33 Punkten und einem Torverhältnis von 63:26 Punkten in der Lage sind, bis zum Saisonschluss den Sechs-Punkte-Rückstand gegenüber dem Spitzenreiter Mühlenberger SV aufzuholen, der noch dazu mit einem Spiel gegenüber den FCern im Rückstand ist.
"Meiner Mannschaft fehlt ein wenig die Konstanz", musste auch Willi Gramann einräumen, der es selbst kaum fassen konnte, dass seine Mannschaft im Heimspiel gegen das Schlusslicht Damla Genc Hannover zur Halbzeit mit 0:3 zurücklag, ehe es seinen Spielern mit einer Energieleistung in der 2. Halbzeit gelang, beim 3:3-Remis wenigstens noch einen Punkt zu holen.
Alle Erwartungen erfüllte der FC Lehrte, was das Toreschießen betrifft. Mit 63 Treffern stellt der FC den mit Abstand torgefährlichsten Angriff der Liga. Überwiegend ein Verdienst von Patrick Heldt (21 Treffer) und Michael Fitzner (18 Tore), die mit zusammen 39 Treffern allein nahezu zwei Drittel aller Lehrter Tore erzielten. Auch die Abwehrleistung des FC Lehrte kann sich mit 26 Gegentoren stehen lassen, womit der Tabellenzweite nach dem Spitzenreiter Mühlenberger SV über die zweitbeste Abwehr verfügt.
Da es auch in puncto Fairness mit 38 gelben und einer gelb-roten Karte als das viertbeste Team nichts zu bemängeln gibt, könnte man von einer perfekten Saison beim FC Lehrte sprechen. Wenn es da nicht nur hin und wieder die unerklärlichen Aussetzer bei der Mannschaft von Trainer Willi Gramann gäbe, die den Tabellenzweiten aus Lehrte nur zu einem Verfolger statt zum Primus der Bezirksliga machen.
Doch noch stehen zwölf Rückrundenbegegnungen für den FC Lehrte aus, um den ersehnten Traum vom Aufstieg in die Landesliga wahr zumachen, wobei es aber auch einer Schwächephase des derzeitigen Tabellenführers Mühlenberger SV bedarf, der sich in 17 Spielen erst zwei Niederlagen gegen TuS Davenstedt mit 2:3 und Germania Grasdorf mit 0:2 und drei Unentschieden gegen den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide (2:2), Blau Gelb Elze (1:1) und TSV Stelingen (1:1) erlaubte.