Gegen Flensburg hat die TSV bisher gut ausgesehen

Morten Olsen von der TSV Hannover-Burgdorf soll versuchen, die Abwehr der SG Flensburg-Handewitt vor schwierige Aufgaben zu stellen. (Foto: st)

Kampf um einen guten Tabellenplatz in der Bundesliga geht weiter

BURGDORF (st). Die Heimspiele gegen die Topmannschaft der DKB Handball-Bundesliga, die SG Flensburg-Handewitt, stehen für die TSV Hannover-Burgdorf unter einem guten Stern, da die SG in der Swiss Life Hall in Hannover bereits zweimal bezwungen werden konnte. Aber ob es am Donnerstag, 3. März, ab 19 Uhr wieder gelingt, die Gäste mit einer Niederlage nach Hause zu schicken, bleibt abzuwarten. Die Recken werden schon eine Klasseleistung abliefern müssen, um zwei Pluspunkte verbuchen zu können.
Morgen ist in der Recken-Festung wieder eine besondere Atmosphäre zu erwarten. In der ausverkauften hannoverschen Halle treffen die Spieler der TSV um ihren Coach Jens Bürkle auf die Weltklassemannschaft aus Flensburg und wollen mit Kampf und Begeisterung ein tolles Spiel zeigen.
Die SG wird mit einer gehörigen Portion Respekt in der Swiss Life Hall auflaufen, denn in Hannover haben sie schon so manche Überraschung erlebt und sogar zwei Niederlagen einstecken müssen. In der vergangenen Saison konnte die TSV gegen den Favoriten in eigener Halle ein 25:25-Unentschieden erkämpfen. SG-Trainer Ljubomir Vranjes wird sein Team um den besten Keeper der Liga, Mattias Andersson, deshalb vor den Recken warnen und sie zu einer Topleistung animieren.
Die individuelle Stärke der Gäste ist nicht von der Hand zu weisen. Neben Andersson stehen als Feldspieler mit Spielmacher Thomas Mogensen, Rechtsaußen Lasse Svan, Linksaußen Anders Eggert, die Kreisläufer Tobias Karlsson und Henrik Toft Hansen auch im Rückraum mit Petar Djordjic, Rasmus Lauge Schmidt, Holger Glandorf und Kentin Mahé viele Weltklasseakteure zur Verfügung. Trainer Vranjes hat die Qual der Wahl und wird seine beste Formation aufbieten. Der Gastgeber kann sein Heimstärke und den Einsatzwillen, sowie eine geschlossene Teamleistung dagegen setzen.
Die Flensburger haben durch die hohe Anzahl an Nationalspielern und die Mitwirkung in den drei Wettbewerben DHB-Pokal, Meisterschaft und Champions League schon 2016 sehr viele Spiele absolviert und auch am Sonntag, 6. März geht es mit dem letzten Gruppenspiel in der Champions League schon wieder weiter. Vielleicht ist das ein kleiner Vorteil für die TSV.
Im Hinspiel in der Flens-Arena hatten die Bürkle-Schützlinge einen rabenschwarzen Tag erwischt. Bereits zur Pause war das Spiel beim Stand von 6:20-Toren zugunsten der Flensburger entschieden. Am Ende stand eine hohe 21:37-Niederlage auf der Anzeigetafel. Die Recken hatten in keiner Phase der Partie eine Chance auf einen Punktgewinn. Das soll sich heute ändern. Die Spieler um Trainer Jens Bürkle wollen lange mithalten, um in der letzten Phase der Begegnung noch die Möglichkeit zu einer Überraschung zu haben. Das wird aber nur mit der Unterstützung der Handballfans gelingen.
An der Personalsituation der hannoverschen Handballer hat sich zuletzt grundlegend etwas geändert. Mit Torge Johannsen ist der etatmäßige Linksaußen voraussichtlich wieder dabei und auch Lars Lehnhoff, Morten Olsen und Csaba Szücs haben bei der 28:35-Niederlage bei Frisch!Auf Göppingen wieder im Kader gestanden. Aber zunächst müssen die Rückkehrer ihren Rückstand in der Fitness und im Zusammenspiel aufholen.
Trotz der Verletzungsproblematik konnte sich die TSV bisher in dieser Saison aber gut aus der Affäre ziehen und hat sich auf dem angestrebten einstelligen Tabellenplatz etabliert. Mit ein wenig Glück ist vielleicht sogar noch ein Europapokalplatz erreichbar. Dazu wäre ein Sieg am morgigen Donnerstag ein richtig großer Schritt. Wenn die Zuschauer auf den Rängen wie der achte Mann hinter dem Team stehen und auch in schwierigen Situationen oder Rückständen dem Team den Rücken stärken, dann kann auch die TSV die letzten Kräfte mobilisieren und dem Gegner zumindest einen Punkt abnehmen.