Fußball-Landesligist TSV Burgdorf trennt nur ein Punkt vom Abstiegsplatz

Den Ball fest im Visier hat Heeßels Torschütze Yusuf Akdas (Bildmitte). Ramlingens Carsten Folprecht (Nr. 3) und sein Mannschaftskamerad Yannick Kanz (Nr. 20) sowie Heeßels Jannis Iwan (Nr. 7 ) ,sowie Schiedsrichter Nils-Rene Voigt sind aufmerksame Beobachter des Geschehens. (Foto: Klaus Depenau)

Von Klaus Depenau - "Krähen" treten bereits eine Stunde früher beim RSE an

BURGDORFER LAND (kd). In der Landesliga will der Heeßeler SV bereits am Sonnabend, 30. September 2017, von 17.00 Uhr an bei der Reserve des 1. FC Egestorf/Langreder seine Tabellenführung mit derzeit 17 Punkten verteidigen. Der Tabellenfünfte SV Ramlingen/Ehlershausen erwartet am Sonntag bereits ab 14.00 Uhr an in einem vorverlegten Spiel den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide.
Die TSV Burgdorf ist mit erst sechs Zählern von 15 Uhr an in einem Kellerduell Gastgeber gegen die um einen Punkt schlechter platzierte Mannschaft von der SpVgg Bad Pyrmont.

1. FC Egestorf/Langreder II - Heeßeler SV

Mit erst sechs Punkten, bei allerdings erst sechs ausgetragenen Begegnungen, hinkt die Reserve des 1. FC Egestorf/Langreder als Aufsteiger noch ein wenig hinter den Erwartungen zurück. Dennoch sind die Deisterstädter ein ernst zunehmender Gegner, wie bereits der TSV Godshorn (0:3) und der HSC BW Tündern (0:5) bei ihren Niederlagen in Egegestorf erfahren mussten, wo bisher nur der SV B-E Steimbke mit 3:1 gewinnen konnte.
Am vergangenen Sonntag war die Regionalligareserve aus einem Stadtteil von Barsinghausen trotz der 3:4 (2:2)-Niederlage sogar beim VfL Bückeburg nahe dran, für eine faustdicke Überraschung zu sorgen. Problem war nur, dass die Bückeburger mit dem wieder genesenen Torjäger Alexander Bremer einen Spieler in ihren Reihen hatten, der das Toreschießen noch nicht verlernt hat, wie seine drei Tore gegen die Egestorfer belegen.
"Wir sollten also gewarnt sein, unseren Gegner nicht zu unterschätzen. Auch wenn es sich bei dem Gegner nur um eine Reserve handelt", warnte bereits Heeßels Trainer, dessen Mannschaft trotz des 1:1 (1:0)-Unentschieden vor 250 Zuschauern gegen den SV Ramlingen/Ehlershausen die Tabellenführung mit jetzt 17 Punkten verteidigen konnten. Bis sechs Minuten vor Spielschluss sah es sogar noch so aus, als wenn die Heeßeler ihren Punktevorsprung an der Tabellenspitze sogar auf drei Punkte gegenüber dem Zweiten HSC Hannover ausbauen würden.
So führte der Heeßeler SV völlig verdient durch ein Tor von Yusuf Akdas nach Vorarbeit von Wlad Masljakow aus der 44. Minute mit 1:0- Toren, ehe die Gäste durch einen unhaltbaren Hinterhaltschuss von Jan Reuter in der 84. Minute noch zum vom Zeitpunkt glücklichen 1:1-Ausgleich kamen. Verständlich, dass sich Heeßels Trainer Pascal Preuß nicht so recht über den Punktgewinn freuen konnte.
"Wir hätten in der 65. Minute alles klar machen müssen, als Halil Aydemir völlig freistehend aus sechs Metern über das Tor schoss. Das wäre die Entscheidung gewesen" vermutet Pascal Preuß. "Pech für uns, dass die Ramlinger dann noch sechs Minuten vor Schluss zum 1:1-Ausgleich kamen", ärgerte sich "Kalle" Preuß noch lange nach Spielschluss über den verpassten Sieg.

SV Ramlingen/Ehlershausen - TSV Krähenwinkel/Kaltenweide

Um eine Stunde auf 14.00 Uhr vorverlegt wurde am Sonntag das Regionsderby zwischen dem SV Ramlingen/Ehlershausen und dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide. Die "Krähen" trennt als Tabellensiebter mit 11 Punkten trotz zwei Niederlagen und zwei Unentschieden nur zwei Punkte vom SV Ramlingen/Ehlershausen, der nach 7 Spielen 13 Punkte aufweist und zusammen mit dem Heeßeler SV und dem HSC Hannover als einzige Mannschaft noch ungeschlagen ist.
Trotzdem kommen die Ramlinger als derzeitiger Tabellenfünfter nicht so recht von der Stelle. Der Grund liegt auf der Hand. Drei Siegen stehen allein vier Unentschieden gegenüber, was eine bessere Platzierung für den RSE verhindert.
Für den RSE könnte am Sonntag sprechen, dass die Krähenwinkeler in ihren bisherigen beiden Spielen gegen Altkreismannschaften leer ausgingen. So endete zu Hause das Spiel gegen die TSV Burgdorf mit einer 2:3-Niederlage. In Heeßel mussten sich die "Krähen" sogar mit 0:3 geschlagen geben, was allerdings nicht dem Spielverlauf entsprach.
"Uns machen die zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle doch erheblich zu schaffen", räumte Kurt Becker ein, dessen erfolgreichster Torschütze Patrick Richter mit derzeit 4 Toren ist. Auf der Gegenseite vertrauen die Krähenwinkeler ganz ihrem Torjäger Marcel Kunstmann, der bereits sechs mal traf.
Daher ist bei der momentanen Tabellenkonstellation ein interessantes Spiel zu erwarten. Zumal sich die Ramlinger keine Niederlage erlauben sollten, um ihre Titelambitionen nicht zu gefährden. Nicht immer verläuft der Spieltag so glimpflich ab wie am Sonntag, wo mit dem TSV Pattensen und dem SV Bavenstedt gleich zwei weitere Meisterschaftsanwärter Niederlagen einstecken mussten.
Zumal es beim 1:1 gegen den Heeßeler SV einige Kritikpunkte gab. Den Ramlingern boten sich erst in der Endphase der 1. Halbzeit einige gute Möglichkeiten, die aber überhastet vergeben wurden oder abgepfiffen wurden, wie das Abseitstor von Kirill Weber.
In der Schlussphase versuchte es der RSE mit langen Bällen. Zumeist auf den lang aufgeschossenen Lennart Feldhus, da es zuvor über Kombinationen nur ganz selten geklappt hatte, Lücken in die Heeßeler Abwehr zu reißen. Von dem Ausgleichstor zum 1:1 sechs Minuten vor dem Abpfiff einmal abgesehen.

TSV Burgdorf - SpVgg Bad Pyrmont

Einen absoluten Tiefpunkt musste die TSV Burgdorf am Sonntag durch die 1:3 (0:1)-Niederlage beim TSV Godshorn einstecken. Jenem Aufsteiger, der bis dahin noch kein Spiel gewinnen konnte und mit erst zwei Unentschieden den vorletzten Tabellenplatz belegte. "Diese Niederlage tut weh", räumte dann auch Trainer Holger Kaiser ein. Zumal seine Mannschaft durch die Schlappe wieder in die Bredouille geraten ist. Nur noch einen Punkt trennt die TSV Burgdorf mit sechs Punkten von einem der Abstiegsplätze.
Die Leistung meiner Mannschaft war inakzeptabel. In der Verfassung spielen wir gegen den Abstieg", räumte Holger Kaiser ein, dessen Mannschaft sich nahezu wehrlos ihrem Schicksal ergab. Erst recht, als Sebastian Bönig in der 41.Minute die 1:0- Führung für den Aufsteiger erzielen konnte.
"Als der ehemalige Burgdorfer Michel Rodriguez (48.) nur drei Minuten nach dem Seitenwechsel auf 2: 0 erhöhen konnte, haben meine Spieler die Köpfe hängen lassen und sich dann ihrem Schicksal ergeben", gab Holger Kaiser zu. Die Folge war dann das 3:0 durch Hendrik Göhr in der 62. Minute, ehe Nico Eccarius (90 + 2) in der zweiten Minute der Nachspielzeit wenigstens noch der Ehrentreffer zum 1:3 gelang.
Am Sonntag ist ab 15.00 Uhr an in der MARKTSPIEGEL-Arena in Burgdorf die SpVgg Bad Pyrmont zu Gast, die vom früheren Nationalspieler David Odonkor trainiert wird. Dass aber auch ein Nationalspieler noch lange nicht kein Garant für sportlichen Erfolg ist, belegt das bisherige Abschneiden der Kurstädter. Nach sechs Spielen rangieren die Pyrmonter mit erst fünf Punkten hinter der TSV Burgdorf auf dem ersten Abstiegsplatz. Nicht auszudenken, wenn am Sonntag auch das nächste Sechs-Punkte-Spiel für die TSV Burgdorf mit einer Niederlage enden sollte.