Für Niklas Mohs ist beim Heesseler SV Schluss

Hannover 96 gastiert am 22. März zum Testspiel in Heeßel

HEESSEL (kd). Mit zwei überraschenden Nachrichten ließ der Heesseler SV Anfang der Woche vor der Fortsetzung der Punktspiele in der Fußball-Landesliga am Sonntag um 15 Uhr mit dem Gastspiel beim OSV Hannover aufhorchen. So gelang es den Heeßelern, in der Länderspielpause den Bundesligisten Hannover 96 zu einem Freundschaftsspiel nach Heeßel zu verpflichten.
Eine gute Gelegenheit für die Fans, die Spieler des Tabellenletzten der Bundesliga am 22. März noch einmal aus nächster Nähe zu erleben, bevor Mitte Mai für die 96-Profis mit dem Abstieg womöglich der Abschied aus der 1. Bundesliga folgt. Einziger Nachteil ist der Anstoßbeginn. So findet die Partie am Dienstag, 22. März, bereits um 15.30 Uhr in Heeßel statt, was möglicherweise bei einigen Heeßeler Spielern zu Problemen durch arbeitsbedingte Absagen führen könnte. „Für uns zählen vorrangig nur die Punktspiele in der Landesliga. Natürlich ist es schön, gegen Hannover 96 zu spielen. Selbst dann, wenn ich Anhänger von Schalke 04 bin“, outete sich Heessels Trainer Niklas Mohs. „Vielleicht brauchen die 96er einen Aufbaugegner, dann können sie gegen uns mal ein paar Tore schießen“, meinte Heeßels Trainer, den sein Vorstand quasi zeitgleich mit einer für ihn negativen Nachricht überraschte.
So beendet der Heesseler SV zum Saisonende die Zusammenarbeit mit Niklas Mohs, der seit nunmehr zehn Jahren als Cheftrainer in Heeßels das Sagen hat, nachdem er zuvor in Heeßel bereits viele Jahre als Jugendtrainer tätig war und vornehmlich als Coach der A-Junioren mit für den Aufschwung beim Heesseler SV verantwortlich war. „Der Vertrag läuft zum 30. Juni diesen Jahres aus. Dann muss man immer damit rechnen, dass er nicht verlängert wird“, gab sich Niklas Mohs nach dem plötzlichen Abschied relativ gelassen. „Ich werde weiter die Heeßeler G-Junioren trainieren, in der mein ältester Sohn Emil spielt. Ansonsten bin ich für alle Angebote offen und lasse alles auf mich zukommen. Wenn eine Tür zu geht, geht eben eine andere Tür auf."
Dass die Entscheidung der Heeßeler Verantwortlichen keine Kurzschlussreaktion war, macht die Entscheidung deutlich, dass sie ihren langjährigen Trainer zwar mit Dankesworten und Lobeshymnen, wie der Feststellung, dass Niklas Mohs ein Stück Vereinsgeschichte geschrieben hat, verabschiedeten und ihm ausdrücklich für sein großes Engagement dankten, dafür aber bereits mit Walter Zimmermann einen Nachfolger präsentierten, der jetzt noch die in der Niedersachsenliga spielende Heeßeler A-Junioren trainiert. „Walter Zimmermann hat in der Vergangenheit sehr viele junge Kicker für den Herrenbereich ausgebildet. Er wird auch im Herrenbereich von seinem bisherigen Assistenten Maik Kietzmann unterstützt. Beide haben Verträge für zwei Jahre unterschrieben. Als Nachfolger für Walter Zimmermann haben wir für unsere A-Juniorenmannschaft mit dem bisherigen B-Juniorencoach Sven Iwan von Germania Grasdorf einen adäquaten Nachfolger verpflichtet“, ist Heeßels Medienbeauftragter Michael Winkelmann überzeugt, der bereits versprach: „Der Heesseler SV wird sein kontinuierliches, erfolgreiches Fußballkonzept als Ausbildungsverein auch in Zukunft mit einem qualifizierten Trainerstab weiter fortsetzen.“
Unabhängig von den Heeßeler Personalentscheidungen war Niklas Mohs am Sonntag bereits wieder unterwegs, um sich mit dem OSV Hannover den kommenden Gegner im Heimspiel gegen den MTV Almstedt unter die Lupe zu nehmen. „Was ich vom OSV gesehen habe, hat mich beeindruckt", gab Heeßels Trainer nach dem 6:1-Kantersieg über den bis dato punktgleichen Gegner aus Almstedt zu. Durch den Sieg konnten sich die OSVer mit nunmehr 15 Punkten von einem Abstiegsplatz auf den 11. Rang verbessern. „Unser Gegner ist in keiner Weise mit der Mannschaft zu vergleichen, die im Hinspiel bei uns mit 2:3 unterlag“, sagte Niklas Mohs, der daher großen Respekt vor den OSVern hat, die sich in der Winterpause noch einmal gezielt verstärken konnten. Daher bedarf es einer engagierten Leistung aller Heeßeler Spieler, um den Hinspielsieg zu wiederholen. „Gegen den MTV Almstedt haben wir alles richtig gemacht“, fand OSV-Trainer Wilfried Bergmann. „Alle Spieler waren von Beginn an heiß und haben den richtigen Willen und Einsatz an den Tag gelegt.“ Kein Wunder, dass der OSV nun zuversichtlich ist, dass auch gegen den in Bestbesetzung auflaufenden Heesseler SV ein Dreier drin liegt. „Zuvor hat unser Platzwart aber noch einiges zu tun, um bis zum Sonntag den Platz in einen passablen Zustand zu bringen, der durch das Spiel gegen Almstedt doch sehr gelitten hat“, musste OSV-Trainer Wilfried Bergmann nach dem einzigen Spiel, das in der Landesliga stattfand, zugeben.