Für die TSV Burgdorf zählen keine Ausreden mehr

Mit „Haken und Ösen“ wird im Zweikampf zwischen dem Burgdorfer Dennis Yeboah (Mitte) und Lukas Kramer (rechts) vor den Augen von Schiedsrichter Malte Quoos gearbeitet. (Foto: Kamm)

BW Tündern sorgte mit 2:1-Sieg in Burgdorf für eine Überraschung

BURGDORF (de). Als ein Schreckgespenst hat sich für unsere drei Altkreisvereine in der Hinrunde der Fußball-Landesliga der HSC BW Tündern erwiesen. Nachdem bei dem Tabellensechsten bereits der Heesseler SV (3:4) und der SV Ramlingen/Ehlershausen (0:1) das Nachsehen hatten, zog nun auch die TSV Burgdorf überraschend zu Hause mit 1:2 (0:1) den Kürzeren.
„Es lief nicht bei uns, wobei auch der Schiedsrichter seinen Anteil besaß und eine nicht unerhebliche Rolle spielte", fand Burgdorfs Trainer Volker Herfort nach der Heimschlappe. So resultierte die 1:0-Führung durch Adrian Gurgel (14.) nach Aussage des TSV-Coachs aus einem zweifelhaften Foulelfmeter. Zwar konnte Ertan Ametovski (44.) noch vor der Halbzeitpause zum 1:1 ausgleichen, doch war es dann eine gelb-rote Karte für Tobias Redemann (55.), die seine Mannschaft ins Hintertreffen brachte. Niklas Beckmann wusste die Abstimmungsschwierigkeiten in der Burgdorfer Abwehr zu nutzen und sorgte mit dem 2:1 (66.) für die erneute Führung des HSC BW Tündern. Darüber hinaus mussten die Burgdorfer das Spiel mit acht Feldspielern beenden, nachdem auch noch Mateusz Wagner (78.) wegen Foulspiels die gelb-rote Karte sah.
„Meine Mannschaft muss in Zukunft souveräner mit Entscheidungen des Schiedsrichters umgehen. Auch dann, wenn sie sich benachteiligt fühlt“, fordert Volker Herfort, dessen Elf nun am Sonntag beim HSC Hannover antreten muss.
Der Aufsteiger konnte bisher noch nicht die Erwartungen erfüllen und belegt mit nur 11 Punkten als Tabellenvierzehnter einen Abstiegsplatz. „Allerdings wird sich der HSC gegen uns zu wehren wissen", ist Volker Herfort überzeugt. Da die Burgdorfer durch die Niederlage auf den 4. Tabellenrang abgerutscht sind und der Abstand zum Tabellenführer Arminia Hannover bereits acht Punkte beträgt, dürfen sich die TSVer beim Kampf um den Aufstieg keinen weiteren Ausrutscher mehr erlauben, um ihre Ambitionen auf die Meisterschaft nicht zu gefährden.