Für den SV Ramlingen/Ehlershausen wäre der Abstieg eine Katastrophe

Welchen Weg kann Dag Rüdiger mit dem SV Ramlingen/Ehlershausen in der Rückrunde der Fußball-Landesliga einschlagen? Gelingt noch der Klassenerhalt? (Foto: Kamm)

Auch die Ramlinger Reserve müsste absteigen

RAMLINGEN (de). Kaum zu glauben, aber wahr. Der mit hohen Vorschusslorbeeren in die Saison gestartete SV Ramlingen/Ehlershausen gehört in dieser Saison zu den Sorgenkindern unserer Altkreisvereine. Die Mannschaft von Trainer Kurt Becker belegt nach 16 von 30 Spielen mit nur 15 Punkten als Tabellendreizehnter einen der Plätze in der Fußball-Landesliga, die den Abstieg in die Bezirksliga bedeuten würde.
Nicht auszudenken, wenn dieser Supergau zum Saisonende zur Realität werden sollte. In diesem Fall müsste auch die in der Bezirksliga spielende Reserve der Ramlinger in die Kreisliga absteigen.
Dabei schien in der Vorbereitung auf die Saison 2013/2014 noch alles nach Plan zu laufen. Nachdem der RSE nach 13-jähriger Abstinenz wieder das glänzend besetzte 26. PORTA-Pokalturnier gegen starke Konkurrenz gewinnen konnte und der Wanderpokal des Möbelhauses wieder den Weg zurück in die Ramlinger Vereinsvitrine fand, schien der Himmel voller Geigen zu hängen. Doch trug der Schein, wie sich schon bald zeigte.
Bereits der Saisonstart misslang. So kassierten die Ramlinger beim Aufsteiger TuS Sulingen eine 0:1-Niederlage. Zwar gelang danach ein 4:1-Sieg beim TSV Mühlenfeld, doch zeigte sich bereits in den darauf folgenden vier Partien, dass den RSEern die nötige Stabilität fehlt. War eine 0:2-Heimniederlage gegen den Topfavoriten Arminia Hannover noch ins Kalkül gezogen worden, so überraschten die folgenden negativen Ergebnisse gegen den TSV Pattensen (1:1), SV Alfeld (0:1) und HSC BW Tündern (0:1) um so mehr. Zwar gewannen die Ramlinger danach gegen den HSC zu Hause mit 3:1, doch folgte eine Woche darauf prompt eine 0:1-Niederlage beim Tabellenletzten Fortuna Sachsenroß Hannover. Auch die weiteren Ergebnisse gegen Blau-Weiß Neuhof (2:2), TSV Burgdorf (0:0) und SV Bavenstedt (0:4) waren nicht dazu angetan, den weiteren Aufgaben mit Euphorie entgegen zu sehen. Zwar gab es bei der SpVgg Bad Pyrmont einen 3:0-Sieg, doch gingen danach zwei Heimspiele gegen den SC Harsum und den Heesseler SV jeweils mit 2:3 verloren.
Als der SV Ramlingen/Ehlershausen das Rückrundenspiel zu Hause gegen den TSV Mühlenfeld mit 7:0 für sich entscheiden konnte, glaubte Kurt Becker, dass seine Mannschaft auf dem Weg der Besserung wäre. Doch folgte prompt die kalte Dusche. So ging das Nachholspiel am 3. Advent beim OSV Hannover mit 1:3 verloren.
„Wir müssen uns in der Winterpause intensiv darauf vorbereiten, dass uns ab dem 8. März noch schwierige 14 Spiele bevorstehen, um noch die nötigen Punkte zum Klassenerhalt zu holen“, ist sich Kurt Becker bewusst, der nach Möglichkeit den Klassenerhalt mit dem vorhandenen Spielern holen möchte.
Dabei stände den Ramlingern ein torgefährlicher Angreifer gut zu Gesicht. Mit Marc-Robin Becker verfügt der RSE nur über einen Torschützen vom Dienst, der mit 11 Treffern nahezu die Hälfte aller 25 Tore der Ramlinger erzielte. Zweitbester Torschütze des RSE ist Patrick Richter mit drei Treffern. Den verbleibenden Rest der Ramlinger Tore teilen sich vier Schützen mit jeweils zwei Toren und drei Akteure mit jeweils einem Tor auf.
Zu Hause gehört der SV Ramlingen/Ehlershausen nach acht Spielen mit nur sieben Punkten zu den schwächsten Mannschaften. Auswärts kam der RSE in acht Spielen auf acht Punkte. In der Fairnesswertung verhinderten drei rote Karten, bei nur 23 Verwarnungen, für den SV Ramlingen/Ehlershausen eine bessere Platzierung (9. Platz).