Für 96 beginnen die entscheidenden „Euro-Wochen“

Stephanie Bartelt gewinnt zwei Karten gegen die Eintracht

REGION (ho). Mit einer in Fußball-Fachkreisen völlig unverständlichen und undiskutablen Entscheidung wurde Hannover 96 vierundzwanzig Stunden vor der Partie beim amtierenden deutschen Meister Borussia Dortmund konfrontiert und überrascht: Das DFB-Sportgericht verkürzte die Sperre des umworbenen Dortmunder Torjägers Robert Lewandowski am Freitagnachmittag von ursprünglich drei auf zwei Spiele Sperre, und damit war der Pole plötzlich für die Partie gegen die 96er spielberechtigt. Diese einmalige und skandalöse Entscheidung deckte somit wieder einmal die Selbstherrlichkeit und Machenschaften der DFB-Bosse und -Juroren schonungslos auf: Bayern München, Dortmund, Schalke und vielleicht noch Leverkusen sind das „Maß aller Dinge“ – die anderen Clubs haben sich bitteschön „ganz hinten anzustellen“. Nach dieser Entscheidung des Sportgerichts ist den Einsprüchen gegen ausgesprochene Sperren in erster Distanz Tür und Tor geöffnet. Man darf gespannt sein, wie die „grauen Mäuse“ der DFL-Liga, zu denen leider trotz zweimaliger Europa League-Qualifikation auch Hannover 96 immer noch zählt, in Zukunft dann behandelt werden…
Nun könnte man im Nachhinein natürlich spekulieren: „Was wäre, wenn Lewandowski nicht hätte spielen dürfen und 96-Torjäger Mame Diouf hätte spielen können…?“ Hatte der Dortmunder Goalgetter doch die ersten beiden Treffer erzielt. Klare Antwort: Dann hätten andere Borussen die Tore geschossen! Die „Roten“ präsentierten sich in den ersten zwanzig Minuten auswärts wieder einmal wie das Kaninchen vor der Schlange: Bloß nicht zu dicht an den Gegner ran, und so konnten die Schwarz-Gelben im Strafraum kombinieren wie sie wollten, dass einem als 96-Fan Angst und Bange werden musste. Der 3:1-Sieg der Dortmunder hätte noch viel höher ausfallen können, ja müssen. Glück für die 96er, dass auch außer Gladbach und Schalke alle anderen Konkurrenten um die europäischen Plätze „Federn“ lassen mussten. Wieder nix passiert, könnte man aufatmen.“
Nun steht also am kommenden Sonntag um 15.30 Uhr in der AWD-Arena das wieder einmal richtungsweisende Spiel gegen den Aufsteiger und Überraschungs-Tabellenvierten Eintracht Frankfurt an. Die „Roten“ gehen als Tabellenzehnter in dieses Match und können mit einem „Dreier“ mit etwas Glück sogar auf den begehrten 6. Tabellenplatz vorrücken. Der Rückstand zur Eintracht würde dann nur noch zwei Punkte betragen, und dann wäre auch sogar der Traum von der Champions League wieder erlaubt. Das Hinspiel verloren die „Roten“ mit 1:3. Inzwischen haben die Veh-Schützlinge dem harten Bundesliga-Alltag aber Tribut zollen müssen und sind seit vier Spieltagen sieg- und vor allen Dingen torlos. Bei der Heimstärke der Slomka-Elf sollte ein knapper Sieg gelingen, denn dann folgen die beiden Auswärtsspiele in Gladbach und Augsburg, wo spätestens jetzt unbedingt gepunktet werden muss, bevor am Sonntag, 7. April, mit dem VfB Stuttgart ein weiterer Aspirant um die europäischen Plätze seine Visitenkarte abgibt. Spätestens nach dieser Partie wird man wissen, wo die Reise der 96er in dieser Saison hingeht.
Auf die Unterstützung ihrer Fans können sich die „Roten“ wieder verlassen: Die AWD-Arena wird auch am Sonntag wieder nahezu ausverkauft sein. Mit dabei ist auch Stepanie Bartelt aus Sehnde. Sie hat bei unserem Ergebnistipp-Gewinnspiel wie 17 andere Teilnehmer/innen auch, den 3:1-Sieg der Dortmunder richtig vorausgesagt und damit zwei Sitzplatztickets gewonnen. Insgesamt gingen wieder über 500 Mails zu unserem beliebten Fußball-Gewinnspiel ein. Restkarten für die Partie am Sonntag gibt es nach letztem Stand am vergangenen Montag noch in den MARKTSPIEGEL-Geschäftsstellen Burgdorf, Marktstraße 16, Großburgwedel, Im Mitteldorf 17 und Lehrte, Zuckerpassage 4.