Friesen Hänigsen bleibt in der Fußball-Kreisliga

„Friesen“ wurden als Zuschauer lange auf die Folter gespannt

HÄNIGSEN (kd). Zu Jubelstürmen auf der Anlage von Sparta Langenhagen bestand am Sonntagabend für die Hänigser Abordnung mit Spartenleiter Werner Osterloh, Trainer Uwe Springfeld mit einigen Spielern sowie dem „Friesen“-Fanklub in der Rolle als Zuschauer des Spiels zwischen Sparta Langenahgen und dem TSV Groß Munzel wenig Anlass. Um zu viel ging es im abschließenden Relegationsspiel der Vertreter aus den drei Kreisligen, bei dem ein weiterer Absteiger gesucht wurde.
Nachdem die „Friesen“ in ihren beiden Partien gegen Langenhagen und Groß Munzel jeweils ein 1:1-Unentschieden erreicht hatten, durfte es im abschließenden Relegationsspiel an der Langenhagener Klusriede kein weiteres Unentschieden geben, das höher als 1:1 ausgeht. Nach insgesamt 93 Minuten zwischen Hoffen und Bangen kam es für die Hänigser Abordnung einer Erlösung gleich, als Schiedsrichter Karsten Ritter um 19.48 Uhr die Begegnung endlich abpfiff, die vor 150 Zuschauern mit einem 5:3 (3:1)-Sieg des TSV Groß Munzel endete, was für die „Friesen“ den Klassenerhalt bedeutete. Durch den Sieg der Deisterelf aus Groß Munzel beendete die Mannschaft die Relegationsrunde mit 4 Punkten und einem Torverhältnis von 6:4 als Gruppenerster. Gefolgt vom TSV Friesen Hänigsen mit 2 Punkten und 2:2 Toren. Als Gruppendritter muss Sparta Langenhagen mit nur einem Punkt und 4:6-Toren absteigen und den Weg in die 1. Kreisklasse antreten.
„Dieses Spiel hat Nerven gekostet“, gab Hänigsens Trainer Uwe Springfeld zu. Zwar verlief zunächst alles nach Wunsch der Hänigser, dass es nicht zu einem Stillhalteabkommen zwischen beiden Mannschaften mit einer Punkteteilung kommen würde. So ließ der TSV Groß Munzel dem frühen 1:0 durch das Kopfballtor von Eginet Paloj aus der 9. Minute bereits in der 36. Minute das 2:0 durch Alexander Brandes folgen. „Als Tim Heinrich in der 43. Minute für die Spartaner auf 1:2 verkürzen konnte, schwante uns bereits Böses. Doch zum Glück konnte Groß Munzel in der Schlussminute der 1. Halbzeit durch Alexander Brandes zurückschlagen, so dass die Gäste mit einer 3:1-Führung in die Halbzeitpause gehen konnten“, freute sich Uwe Springfeld.
Ausgleich war nahe
Die Gelassenheit und Zuversicht bei den Hänigsern geriet aber spätestens nach einer Stunde ins Wanken, als die Spartaner durch Arda Evrem (60.) auf 2:3 verkürzen konnten. „Da hat bei uns das große Zittern begonnen“, gab „Friesen“-Spartenleiter Werner Osterloh zu. Zumal Groß Munzels Torhüter Marco di Michele kurz darauf eine Riesenmöglichkeit der Langenhagener durch Bilel Khlifi zum 3:3 verhindern konnte. Das Zittern bei den „Friesen“ hatte erst ein Ende, als Munzels Torjäger Pascal Kuhn (74.) und Ricardo Thies (80.) nach Kontern auf 5:2 erhöhen konnte. Spannend wurde es noch einemal in der Schlussphase, als Sven Hoffmann mit einem Foulelfmeter auf 3:5 verkürzen konnte und Munzels Torhüter Marco di Michele für seine Notbremse in der 87. Minute die rote Karte sah, so dass der TSV Groß Munzel die Schlussminuten in Unterzahl beenden musste. „Wir sind froh, dass wir die Klasse halten konnten“, freute sich Werner Osterloh, dem bereits die schriftliche Zusage von drei Neuzugängen vorliegen, deren Namen er aber noch nicht preisgeben wollte, da zuerst die abgebenden Vereine kontaktiert werden müssen.
Nachdem der Klassenerhalt des TSV Friesen Hänigsen geschafft ist, könnte die künftige Zusammenstellung der Kreisliga 1 nach dem Aufstieg des SuS Sehnde und dem Abstieg des SSV Kirchhorst und des TSV Germania Arpke wie folgt aussehen:
SV 06 Lehrte, TSV Engensen, SV Uetze 08, Inter Burgdorf, SV Adler Hämelerwald, MTV Rethmar, SV Hertha Otze, FC Lehrte II, SV Yurdumspor Lehrte, FC Rethen, FC Neuwarmbüchen, SpVgg Laatzen, TSV Friesen Hänigsen, MTV Ilten, TSV Haimar/Dolgen, TSV Wettmar.