FC Neuwarmbüchen ist der fairste Kreisligaverein

Trainer Uwe Springfeld sieht Entwicklungspotenzial

NEUWARMBÜCHEN (kd). Der neue Trainer des FC Neuwarmbüchen ist zwar ein erklärter Fan des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München, doch fährt Uwe Springfeld nun schon seit weit über einem Jahr doppelgleisig. Daher gelten die Sympathien des 46-Jährigen nun bereits seit geraumer Zeit trotz des Bundesligaabstiegs auch Hannover 96. Und dies aus gutem Grund, was allerdings in erster Linie nicht mit Uwe Springfeld zu tun hat, sondern mit seinem Sohn Maurice. Der gehört bei den „Roten“ zu den hoffnungsvollsten Nachwuchstalenten. So durfte der erst 18-jährige Nachwuchsspieler in diesen Tagen zahlreiche Ehrungen entgegennehmen, nachdem er am 21. Mai in Berlin unter Chefcoach Daniel Stendel als Mannschaftskapitän mit seiner A-Juniorenmannschaft von Hannover 96 durch einen 4:2-Sieg über Hertha BSC Berlin deutscher Pokalsieger der A-Junioren wurde.
Auf sportliche Meriten hofft auch Uwe Springfeld mit seiner neuen Mannschaft vom FC Neuwarmbüchen in der Kreisliga. „Vom großen Fußball sind wir zwar meilenweit entfernt, doch bin ich trotzdem guter Hoffnung, dass aus meiner neuen Mannschaft aufgrund es großen Potenzials noch mehr herauszuholen ist, als es in der Vergangenheit der Fall war. Dabei vergaß Neuwarmbüchens neuer Trainer keineswegs auf die Leistungen seines Vorgängers Dimis Vardopoulos hinzuweisen, der nach Meinung von Uwe Springfeld großartige Arbeit geleistet hat, nachdem er die Neuwarmbüchener Mannschaft kurz vor der Winterpause auf einem Abstiegsplatz übernahm, um sie dann mit einem Kraftakt mit 31 Punkten, darunter 25 Zähler unter der Regie von Dimis Vardopoulos, noch auf den 13. Tabellenplatz und damit auf einen Nichtabstiegsplatz zu hieven.
Um so überraschter war Uwe Springfeld, als er kurz vor Saisonschluss einen Anruf von Neuwarmbüchens stellvertretenden Abteilungsvorsitzenden Franz Stegemann erhielt, ob er sich eine Tätigkeit als Neuwarmbüchener Trainer vorstellen könne. „Ich habe mir erst einmal Bedenkzeit erbeten und meine neue Mannschaft noch zweimal angesehen“, gab der neue FCN-Coach zu, der nach seiner Demission bei Friesen Hänigsen seit der Rückrunde ohne Job war. „Nach den Gesprächen mit dem Vorstand war dann relativ schnell klar, dass ich beim FC Neuwarmbüchen als Trainer für erst einmal ein Jahr zusagen würde", sagte Uwe Springfeld, der bereits der Mannschaft vorgestellt wurde und von ihr mit der positiven Nachricht überrascht wurde, dass kein Spieler den Verein verlassen würde.
Daher darf Uwe Springfeld in der kommenden Saison in der Kreisliga auf folgende 26 Spieler zählen, die am 3. Juli das Training wieder mit Laufübungen aufnehmen werden: Florian Schmieszek, Nils Bredthauer, Michael Gross, Martin Haack, Philip Hannen, Steffen Horns, Dominik Jung, Dime Koneski, Oliver Kühn, Paul Maier, Guido Nordmann, Philip-Pascal Niemeyer, Andrè Olszowy, Daniel Pavel, Thomas Plaul, Michael Ring, Marvin Rinne, Thorben Schirrmeister, Michael Seitz, Robert Tiemann, Martin Wüppen, Robin Zermick Andrè Repcik, Jonas Altevogt, Sebastian Pusch, Sebastian Marx.
Da bis dato auch noch kein Neuzugang zu verzeichnen ist, hofft Uwe Springfeld drauf, dass es seinem künftigen Verein noch gelingen wird, einen torgefährlichen Angreifer zu verpflichten. „Mit dem Toreschießen hapert es noch bei uns“, weiß Uwe Springfeld angesichts von nur 38 erzielten Toren seiner Mannschaft, die damit nach dem Tabellenschlusslicht FC Rethen, der 25 Mal trafen, den zweitschwächsten Angriff aller 16 Kreisligamannschaften stellt. Nicht auszudenken, wenn bei den Neuwarmbüchenern auch noch Spieler wie Dime Koneski (9 Tore), Nils Bredthauer (6 Tore) oder Michael Gross (5 Treffer) längerfristig ausfallen sollten, die über die Hälfte aller Tore erzielten.
„Dafür kann der FC Neuwarmbüchen aber damit punkten, dass sie mit einem Quotienten von 1,73 mit nur 41 gelben Karten, zwei gelb-roten Karten und nur einer roten Karte über die mit Abstand fairste Mannschaft aller Kreisligisten vor dem TSV Haimar/Dolgen und Uetze 08 verfügen“, stellte Uwe Springfeld mit Genugtuung fest, der sich mit seinen Spielern vorgenommen hat, auch in der jetzt anlaufenden Saison den Titel als fairste Mannschaft der Kreisliga zu verteidigen.