FC Lehrte vor Schicksalsspiel bei den „Krähen"

Heeßels Yannick Bahls (links) und Bückeburgs Bastian Schmalkoch (rechts) schenken sich im intensiven Laufduell nichts. (Foto: Kamm)

RSE und TSV Burgdorf spielen bereits am Freitag

BURGDORFER LAND (kd). Mit zwei Freitagsspielen, an denen die TSV Burgdorf und der SV Ramlingen/Ehlershausen teilnehmen, wird der 28. Spieltag in der Fußball-Landesliga eröffnet. Am Sonntag sind von 15 Uhr an der Heesseler SV und der FC Lehrte im Einsatz, der im Abstiegsduell beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide unbedingt punkten muss, um nicht in Abstiegsgefahr zu geraten.

SV Ramlingen/E. -
OSV Hannover

Was ist nur mit dem SV Ramlingen/Ehlershausen los, der bereits am Freitag, 12. Mai, von 19 Uhr an zu Hause im Nachbarschaftsduell den OSV Hannover zu Gast hat? Nach einer passablen Hinrunde sollte im Schlussdrittel der Punktspielsaison in der Fußball-Landesliga der Grundstock für die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Oberliga gelegt werden. Doch fing der Monat April mit sechs Spielen bereits mit der 0:3-Heimniederlage gegen TuS Sulingen unglücklich an.
Auch in den darauf folgenden fünf Spielen sprangen für die Ramlinger im April nur acht Zähler von möglichen 15 Punkten heraus. Viel zu wenig, um Meister zu werden. Selbst die unerwartete Schwächephase des Tabellenführers TuS Sulingen wusste der RSE in den April-Spielen nicht zu nutzen. Dem torlosen Remis bei dem auf einem Abstiegsplatz stehenden MTV Almstedt ließ die Mannschaft von Trainer Kurt Becker vor einer Woche ein 2:2-Unentschieden gegen die SpVgg Bad Pyrmont folgen, bevor sie sich am Sonnabend beim Absteiger TSV Wetschen mit dem 1:1 (1:1)-Remis einen weiteren Ausrutscher erlaubte.
Handelt es sich beim Aufsteiger doch um den Tabellenletzten, der in seinen bisherigen 27 Punktspielen gerade mal 12 Punkte zu Stande brachte und daher zu recht wieder den Weg in die Bezirksliga antreten muss. Kurt Becker war die Enttäuschung über den verpassten Sieg nach der Partie deutlich anzumerken, indem er sich zwar schützend vor seine Mannschaft stellte, als er ihr das Bemühen, als Sieger vom Platz zu gehen, mit der Aussage honorierte: „Es ist schade, dass unser Powerplay, das wir in der 2. Halbzeit aufgezogen haben, nicht mit dem Siegtreffer belohnt wurde."
Ramlingens Coach wusste auch weitere Gründe zu nennen, weshalb seine Mannschaft die weite Rückreise aus dem Kreis Diepholz nur mit einem Teilerfolg antreten konnte. „Es lag in erster Linie an der katastrophalen Chancenverwertung. Wir haben heute nicht weniger als fünf hundertprozentige Torchancen vergeben." Dabei gelang dem RSE auf dem schwer bespielbaren Platz in Wetschen bereits nach drei Minuten mit dem Führungstreffer von Carsten Folprecht ein Auftakt nach Maß.
Doch erzielte der Tabellenletzte bereits in der 36. Minute durch Marvin Meyer den 1:1- Ausgleich, nachdem zuvor Franklin Nnane einen Kopfball an die Latte gesetzt hatte. Auch danach dominierte der RSE, bei dem der aus der U 19-Niedersachsenliga von der JFV Calenberger Land gekommene Samir Biber sein Debüt gab. Doch was die Ramlinger in der 2. Halbzeit auch unternahmen, es sollte einfach kein Tor mehr fallen. Die letzte Möglichkeit, als Sieger den Platz zu verlassen, vergab Patrik Ehlert in der 90. Minute, als er nur den Pfosten traf.
Bereits am Freitag, 12. Mai, um 19 Uhr, empfängt der SV Ramlingen /Ehlershausen zu Hause den OSV Hannover zum Rückspiel. „Dann stehen mir auch Spieler wie Marvin Omelan, Kesip Caran oder Yannick Krantz, die in Wetschen gefehlt haben, wieder zur Verfügung. Für uns geht es am Freitag darum, den 2:0-Hinspielsieg gegen den OSV zu wiederholen, um damit unseren 3. Tabellenplatz gegenüber dem OSV Hannover und dem VfL Bückeburg zu verteidigen", legte sich Kurt Becker bereits fest.

SV B-E Steimbke -
TSV Burgdorf

Ebenfalls bereits am Freitag, 12. Mai, muss die TSV Burgdorf von 19.30 Uhr an zum Rückspiel beim Aufsteiger SV B-E Steimbke antreten. „Beide Mannschaften haben jeweils 37Punkte auf dem Konto und haben damit den Klassenerhalt bereits geschafft“, stellte Trainer Holger Kaiser fest, der noch einmal nicht ohne Stolz darauf hinwies, dass seine Mannschaft im Oktober erst vier Punkte auf dem Konto hatte. „Um so beachtlicher, was die Spieler in dieser Zeit geleistet haben“, betonte noch einmal der TSV-Coach, dessen Elf sich durch einen 3:2 (2:1)-Sieg über den FC Eldagsen den vorzeitigen Klassenerhalt sichern konnte.
Die Hausherren verdanken ihren Sieg nicht allein dem Freistoßtor des eingewechselten Patrick Hiber, der in der zweiten Minute der Nachspielzeit einen Freistoß zum 3:2-Sieg verwandelte, sondern einem gelungenen Auftakt mit einer frühen 2:0-Führung durch die Tore von Tigrinho (16.) und einem Foulelfmeter von Eugen Klein (22.). Pech für die TSV Burgdorf, dass die Eldagser noch eine Minute vor dem Pausenpfiff durch Cesar Paraschiv (44.) zum 1:2-Anschlusstreffer kamen.
„Wir haben uns danach durch die Härte der Gäste etwas den Schneid abkaufen lassen“, gab später Holger Kaiser zu, dessen Elf dann nach einer Stunde durch Rune Flohr den 2:2-Ausgleichstreffer kassierte, als Okan Dogan den Ball im Mittelfeld vertändelte. Als dann Eldagsens Andrè Gehrke in der 72. Minute die gelb-rote Karte sah, nutzen die Burgdorfer ihre numerische Überlegenheit noch in der Nachspielzeit durch das Freistoßtor von Patrick Hiber mit etwas Glück zum 3:2-Sieg aus.
Bereits am Freitag tritt die TSV Burgdorf zum Rückspiel in Steimbke an. „Beim Aufsteiger haben wir nach unserer 0:1-Hinspielniederlage noch etwas gut zu machen", forderte bereits Holger Kaiser, der auch guten Mutes ist, dass seiner Mannschaft die Revanche glückt. So gelten die Steimbker mit nur 14 Punkten aus 13 Heimspielen als nicht besonders heimstark, während sie auf fremden Plätzen mit bereits 23 Punkten das zweitbeste Auswärtsteam sind.

Heesseler SV -
TSV Pattensen

„Meiner Mannschaft merkt man nun doch den Kräfteverschleiß an. Fünf englische Wochen mit jeweils drei Spielen fordern nun doch ihren Tribut“, musste Heeßels Trainer Pascal Preuß nach der 1:3 (1:0)-Heimniederlage gegen den VfL Bückeburg eingestehen. Dabei lief es für für die Heeßeler zuerst ganz nach Wunsch. Bereits in der 13. Minute gelang Yusuf-Islan Akdas der 1:0-Führungstreffer, der bis nach der Halbzeitpause Bestand hatte.
Tim Buchwald (54.) war es dann, dem in der 55. Minute mit einem Kopfball der 1:1- Ausgleich gelang. In der 62. Minute kam der VfL Bückeburg durch Moritz Heine mit einem von Alexandar Gellert verursachten Foulefmeter mit dem 2:1 zur erstmaligen Führung. Als Jannis Iwan in der 84. Minute noch die gelb-rote Karte sah, konnte der Tabellenvierte sogar noch auf 3:1 erhöhen.
Am Sonntag um 15 Uhr setzen die Heeßeler den Reigen ihrer Heimspiele gegen den TSV Pattensen fort, gegen den sie im Hinspiel mit 2:3 den Kürzeren zogen.

TSV Krähenwinkel/K.-
FC Lehrte

Nun geht es für den FC Lehrte am Sonntag um 15 Uhr beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide ans Eingemachte. Zwar deutet für den Tabellenzwölften aus Lehrte drei Spieltage vor Saisonschluss mit 28 Punkten noch nichts auf eine akute Abstiegsgefahr hin. Zumal die stark ersatzgeschwächten FCer dank einer Bravourleistung nach Toren von Pattensens Darius Marotzke (61.) und dem Ausgleichstreffer von Marlon Pickert (70.) beim 1:1 (0:0)-Remis zu einem überraschenden Punktgewinn beim TSV Pattensen kamen.
Doch trügt der Schein. Zwar spricht das Tabellenbild noch für die Lehrter, die mit 28 Punkten den ersten Nichtabstiegsplatz belegen. Neben den beiden Tabellenletzten TSV Wetschen (12 Zähler) und Koldinger SV (20 Punkte), die vor dem Abstieg wohl nicht mehr zu retten sind, machen sich aber die noch auf Abstiegsplätzen stehenden Teams vom TSV Krähenwinkel/Kaltenweide (24 Punkte) und MTV Almstedt (25 Zähler) große Hoffnungen, noch den Klassenerhalt zu schaffen.
Erst recht, falls sie gestern ihre Nachholspiele, wie der MTV Almstedt gegen den FC Eldagsen, und die „Krähen" in Heeßel, gewinnen sollten. Wenn dieser„Supergau“ eintreten sollte, käme der Partie am Sonntag um 15 Uhr zwischen dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide und dem FC Lehrte noch größere Bedeutung zu. Im Falle einer Niederlage in Krähenwinkel würde der FC Lehrte, der das Hinspiel mit 2:0 gewann, dann sogar auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschen.
„Das wird nicht passieren", gibt sich Willi Gramann zuversichtlich. „In Pattensen hat meine Mannschaft beim 1:1 trotz des Ausfalls von zwölf Spielern gezeigt, was in ihr steckt. Solch eine Topeinstellung wünsche ich mir auch in den verbleibenden drei Punktspielen beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide, zu Hause gegen den SV Ramlingen/Ehlershausen und zum Saisonschluss beim MTV Almstedt. Dann schaffen wir den Klassenerhalt. Doch wäre es nicht schlecht, wenn uns in diesen drei entscheidenden Spielen der ein oder andere Spieler wieder zur Verfügung stehen würde“, wünscht sich Willi Gramann.